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Kettner Edelmetalle
31.03.2026
13:02 Uhr

Eskalation im Nahen Osten: Italien verweigert US-Militär die Landung – Europa zerbricht an der Iran-Frage

Was sich derzeit im Nahen Osten abspielt, liest sich wie das Drehbuch eines Kriegsfilms, den niemand sehen wollte – und der doch Realität geworden ist. Seit Ende Februar führen die USA und Israel einen offenen Krieg gegen den Iran. Nuklearanlagen zerstört, Militäreinrichtungen dem Erdboden gleichgemacht, die Führungsspitze des Regimes dezimiert. An der Staatsspitze in Teheran herrscht nun Modschtaba Chamenei, Sohn des getöteten Ajatollah Ali Chamenei. Und mitten in diesem Inferno zeigt sich Europa einmal mehr als das, was es seit Jahren ist: ein Kontinent der Uneinigkeit, der Zögerlichkeit und der strategischen Orientierungslosigkeit.

Rom sagt Nein – und Washington tobt

Der jüngste Affront kommt aus Italien. Verteidigungsminister Guido Crosetto hat mehreren US-Militärflugzeugen die Landung auf dem Stützpunkt Sigonella auf Sizilien verweigert. Die Maschinen sollten dort zwischenlanden, um anschließend in den Nahen Osten weiterzufliegen. Das Pikante daran: Washington hatte seinen NATO-Partner offenbar nicht einmal vorab informiert, geschweige denn um Genehmigung gebeten. Die Flugzeuge waren bereits in der Luft, als Italien von dem Vorhaben erfuhr. Ein diplomatischer Fauxpas erster Güte – oder schlicht die Arroganz einer Supermacht, die ihre Verbündeten für selbstverständlich hält.

Doch Crosetto blieb hart. Aus dem Umfeld des Verteidigungsministeriums in Rom wurde die Darstellung bestätigt. Man könne nicht einfach einen souveränen Staat als Durchgangsstation benutzen, ohne auch nur ein Wort darüber zu verlieren. Eine bemerkenswerte Haltung, die man sich von der deutschen Außenpolitik bisweilen auch wünschen würde.

Trump wütet gegen die Verbündeten

US-Präsident Donald Trump reagierte auf seine ganz eigene Art. Auf seiner Plattform Truth Social ließ er seinem Frust freien Lauf und richtete sich an alle Staaten, die sich nicht am Einsatz in der Straße von Hormus beteiligen wollen, aber über steigende Benzinpreise klagen. „Holt euch euer eigenes Öl!", polterte der Präsident. Besonders das Vereinigte Königreich und Frankreich bekamen ihr Fett weg. London habe sich geweigert, an der „Enthauptung" des Iran mitzuwirken, Paris habe US-Militärflugzeugen den Überflug über französisches Hoheitsgebiet verweigert.

„Die USA werden das nicht vergessen!" – Donald Trump auf Truth Social über Frankreichs Verweigerungshaltung

Man mag von Trumps polterndem Stil halten, was man will. Doch in einem Punkt hat er nicht ganz Unrecht: Europa profitiert seit Jahrzehnten vom amerikanischen Sicherheitsschirm, ohne selbst nennenswerte Beiträge zur eigenen Verteidigung zu leisten. Die Quittung dafür kommt nun – und sie ist saftig.

Die Straße von Hormus: Nadelöhr der Weltwirtschaft

Während die Diplomaten streiten, brennt es im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Wasser. Eine iranische Drohne traf am frühen Dienstagmorgen den voll beladenen kuwaitischen Supertanker „Al-Salmi" vor der Küste Dubais. Der Angriff beschädigte den Rumpf und löste ein Feuer an Bord aus. Zwar konnte der Brand gelöscht werden, und die 24-köpfige Besatzung blieb unverletzt – doch die Ölpreise schossen erwartungsgemäß in die Höhe. In Dubai selbst wurden vier Menschen durch herabstürzende Trümmerteile abgefangener Geschosse verletzt.

Der Iran hat die Straße von Hormus blockiert – jene Meerenge, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports fließt. Oder besser gesagt: floss. Denn derzeit fließt dort gar nichts mehr ungehindert. Saudi-Arabien meldete acht abgefangene ballistische Raketen. Teherans Außenminister forderte Riad auf, die US-Streitkräfte auszuweisen. Und als wäre das nicht genug, billigte eine iranische Parlamentskommission Pläne für die Einführung von Mautgebühren in der Straße von Hormus – einschließlich eines Durchfahrtsverbots für die USA, Israel und alle Staaten, die den Iran sanktionieren. Eine groteske Provokation, die zeigt, wie weit sich Teheran von jeder diplomatischen Vernunft entfernt hat.

Tausende US-Soldaten strömen in die Region

Die militärische Eskalation nimmt derweil beängstigende Ausmaße an. Tausende Soldaten der 82. US-Luftlandedivision sind im Nahen Osten eingetroffen. Bereits am Wochenende wurden 2.500 Marineinfanteristen in die Region verlegt. Hinzu kommen Hunderte Mitglieder von Spezialeinheiten – darunter die legendären Army Rangers und Navy Seals. Der genaue Einsatzort bleibt geheim, doch die diskutierten Szenarien lassen aufhorchen: Die Einnahme der Charg-Insel, über die 90 Prozent der iranischen Ölexporte abgewickelt werden, die Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus und – besonders brisant – ein Vorstoß ins Landesinnere zur Sicherstellung von hochangereichertem Uran.

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte unterdessen, mehr als die Hälfte der Kriegsziele sei bereits erreicht. Tausende Mitglieder der iranischen Revolutionsgarden seien getötet worden, die Rüstungsindustrie des Iran stehe kurz vor der Zerstörung. Doch Netanjahu warnte zugleich: Die Hälfte sei geschafft „im Hinblick auf die Missionen, nicht unbedingt im Hinblick auf die Zeit".

Selenskyj warnt: Russland profitiert vom Chaos

Während die Welt auf den Nahen Osten starrt, mahnt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass ein anderer Akteur von diesem Krieg profitiert: Russland. „Stand heute bin ich mir sicher, dass Russland einen langen Krieg will", sagte er. Die Logik ist bestechend einfach: Je stärker sich die USA im Nahen Osten engagieren, desto weniger Ressourcen bleiben für die Ukraine. Sanktionen wurden teilweise aufgehoben, Russlands Wirtschaft wächst. Moskau reibt sich die Hände.

Und Europa? Europa steht einmal mehr am Spielfeldrand und schaut zu. Drei Blauhelmsoldaten der UN-Mission Unifil wurden im Südlibanon getötet, Frankreich fordert eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats, über 200.000 Menschen fliehen aus dem Libanon nach Syrien. Die humanitäre Katastrophe nimmt Dimensionen an, die an die dunkelsten Kapitel der jüngeren Geschichte erinnern.

Was bedeutet das für Deutschland und Europa?

Die Frage, die sich jeder deutsche Bürger stellen sollte, ist simpel und zugleich erschreckend: Wo steht Deutschland in dieser Krise? Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat sich bislang auffällig bedeckt gehalten. Dabei müsste gerade jetzt eine klare strategische Positionierung erfolgen. Die Energieversorgung Europas steht auf dem Spiel, die Ölpreise steigen, die Inflation droht weiter anzuziehen. Und während Washington seine Verbündeten auffordert, endlich Verantwortung zu übernehmen, debattiert Berlin über ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das die nächsten Generationen mit Schulden belastet.

Die Blockade der Straße von Hormus trifft Europa härter als die USA, die über eigene Energiereserven verfügen. Trump hat das unmissverständlich klargemacht. Wer sich nicht beteiligt, wird auch nicht geschützt. Eine bittere Lektion für einen Kontinent, der sich jahrzehntelang in der Illusion gewiegt hat, Sicherheit sei kostenlos zu haben.

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle wie Gold und Silber als Krisenwährung unverzichtbar sind. Wenn Ölpreise explodieren, Währungen unter Druck geraten und geopolitische Verwerfungen die Märkte erschüttern, bieten Edelmetalle jenen Schutz, den weder Papiergeld noch digitale Versprechen gewährleisten können. Wer sein Vermögen langfristig sichern will, kommt an einer soliden Beimischung physischer Edelmetalle in einem breit gestreuten Portfolio kaum vorbei.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Kettner Edelmetalle übernimmt keine Haftung für Anlageentscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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