
Eskalation am Horizont: USA rüsten Israel für möglichen Iran-Schlag massiv auf
Was sich derzeit auf dem zivilen Flughafen Ben-Gurion in Tel Aviv abspielt, gleicht einer militärischen Choreographie, die nichts Gutes verheißt. Seit Anfang dieser Woche reihen sich Tankflugzeuge der US-Armee auf dem Rollfeld aneinander – ein Bild, das normalerweise Militärbasen vorbehalten ist, nicht einem internationalen Zivilflughafen. Die Botschaft an Teheran könnte kaum deutlicher sein.
Kampfjets, Flugzeugträger und ein tickender Countdown
Die Vereinigten Staaten haben bereits am Dienstag zwölf hochmoderne F-22-Kampfjets von Großbritannien auf einen Stützpunkt in der israelischen Negev-Wüste verlegt. Diese Tarnkappenjäger sollen vor allem eines gewährleisten: die schnelle Abwehr von Raketen der iranisch gesteuerten Huthi-Terroristen im Jemen, die bei einem möglichen Vergeltungsschlag Teherans zum Einsatz kommen könnten. Parallel dazu hat der Flugzeugträger USS Gerald R. Ford – das zweitgrößte Kriegsschiff der US-Marine – das Mittelmeer erreicht und soll in den kommenden Tagen im israelischen Hafen Haifa anlegen.
Man muss kein Militärstratege sein, um zu erkennen, was hier geschieht. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump bereitet sich systematisch auf den Ernstfall vor. Und dieser Ernstfall hat einen konkreten Zeitrahmen: Am 19. Februar hatte Trump dem Mullah-Regime in Teheran ein Ultimatum von zehn bis fünfzehn Tagen gesetzt, um eine diplomatische Einigung zu erzielen. Diese Frist läuft in Kürze ab.
Wadephul hofft – doch die Realität spricht eine andere Sprache
Während die Amerikaner Fakten schaffen, übt sich die deutsche Diplomatie einmal mehr in der Kunst des frommen Wünschens. Bundesaußenminister Johann Wadephul von der CDU äußerte am Mittwoch in Berlin die Hoffnung auf Fortschritte bei den Verhandlungen. Eine militärische Eskalation müsse verhindert werden, so der Minister. Man fragt sich unwillkürlich, ob solche Appelle in Teheran überhaupt noch jemanden interessieren.
Immerhin formulierte Wadephul klare Bedingungen an das iranische Regime: Keine Nuklearwaffen in den Händen der Mullahs, ein Stopp des ballistischen Raketenprogramms und das Ende der Unterstützung terroristischer Gruppierungen wie Hamas, Hisbollah und Huthis. Forderungen, die seit Jahren erhoben werden – und seit Jahren ins Leere laufen. Dass ausgerechnet Deutschland, das unter der Ampelregierung seine Bundeswehr sträflich vernachlässigt hat und erst jetzt unter der neuen Großen Koalition zaghafte Schritte zur Aufrüstung unternimmt, in diesem geopolitischen Poker eine gewichtige Stimme haben soll, darf bezweifelt werden.
Teherans nukleares Doppelspiel
Die Faktenlage ist erdrückend. Der Westen und Israel werfen dem Iran seit Jahren vor, unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms nach der Bombe zu greifen. Teheran bestreitet dies routinemäßig – doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Das Land hat Uran inzwischen weit über den für die Energieerzeugung notwendigen Grad hinaus angereichert. Ein Umstand, der selbst wohlmeinende Diplomaten nervös machen muss.
Hinzu kommt die innenpolitische Instabilität des Regimes. An iranischen Universitäten flammen die Proteste gegen die Mullahs erneut auf. Im Januar hatte das Regime landesweite Demonstrationen mit brutaler Gewalt niedergeschlagen – mehrere Zehntausend Menschen sollen dabei getötet worden sein. Ein Regime, das die eigene Bevölkerung massakriert, wird sich von diplomatischen Appellen aus Berlin kaum beeindrucken lassen.
Trumps Strategie: Verhandeln mit dem Schwert in der Hand
Was Donald Trump hier praktiziert, ist klassische Machtpolitik in Reinform. Während europäische Politiker noch über Gesprächsformate debattieren, schafft der amerikanische Präsident militärische Realitäten. Man mag von Trumps Stil halten, was man will – aber die Stationierung von Kampfjets, Tankflugzeugen und einem Flugzeugträger in unmittelbarer Nähe zum Iran ist eine Sprache, die auch in Teheran verstanden wird.
Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Mullahs einlenken oder ob der Nahe Osten vor einer weiteren dramatischen Eskalation steht. Für die Weltmärkte, für die Energiepreise und nicht zuletzt für die Sicherheit Europas wäre ein militärischer Konflikt mit dem Iran eine Katastrophe. Umso wichtiger ist es für jeden Bürger, in Zeiten solcher geopolitischer Unsicherheiten auf bewährte Krisenwährungen wie physisches Gold und Silber zu setzen. Denn wenn die Raketen fliegen, sind es nicht Papierwerte, die ihren Wert behalten – sondern das, was seit Jahrtausenden als sicherer Hafen gilt.

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