
Epstein-Skandal frisst sich durch Downing Street: Starmers Regierung zerfällt im Rekordtempo
Was sich derzeit in London abspielt, gleicht einem politischen Erdbeben, dessen Nachbeben noch lange nicht abgeklungen sind. Innerhalb von gerade einmal 24 Stunden hat der britische Premierminister Keir Starmer gleich zwei seiner engsten Vertrauten verloren – und die Ursache dafür führt direkt in die dunklen Abgründe des Epstein-Skandals.
Doppelter Kahlschlag an der Spitze
Am Montag räumte Kommunikationsdirektor Tim Allan seinen Schreibtisch in der Downing Street. Gerade einmal fünf Monate hatte er den Posten inne. Seine dürre Erklärung – er wolle „den Aufbau eines neuen Teams ermöglichen" – klingt wie das diplomatische Eingeständnis eines Mannes, der von einem sinkenden Schiff springt. Nur einen Tag zuvor hatte bereits Stabschef Morgan McSweeney seinen Rücktritt eingereicht und dabei erklärt, er übernehme „die volle Verantwortung" für seinen Rat an Starmer, den umstrittenen Peter Mandelson zum US-Botschafter zu ernennen.
Allan ist wohlgemerkt bereits der vierte Kommunikationsdirektor unter Starmer in weniger als einem Jahr. Wer so schnell sein Personal verschleißt, der hat offensichtlich ein Problem, das weit über personelle Querelen hinausgeht.
Der „Fürst der Finsternis" und seine toxischen Verbindungen
Im Zentrum des Bebens steht Peter Mandelson, in britischen Medien seit Langem als „Prince of Darkness" bekannt – ein Spitzname, der angesichts der jüngsten Enthüllungen geradezu prophetisch anmutet. Mandelson soll enge Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter und Menschenhändler Jeffrey Epstein unterhalten haben, und zwar auch noch nach dessen Verurteilung. Die britische Polizei ermittelt derzeit, ob Mandelson in seiner Zeit als Wirtschaftsminister unter Gordon Brown vertrauliche Regierungsinformationen an Epstein weitergegeben hat.
Die Vorwürfe wiegen schwer: Mandelson soll während der Finanzkrise 2008 sensible Details über ein 500-Milliarden-Euro-Rettungspaket an Epstein durchgestochen haben. Darüber hinaus deuten Dokumente auf Versuche der Einflussnahme auf Banken hin. Die Rede ist von Verrat und Korruption – Begriffe, die in der britischen Politik nicht leichtfertig verwendet werden.
Starmer wusste Bescheid – und ernannte Mandelson trotzdem
Und genau hier wird es für den Premierminister brisant. Keir Starmer hatte Mandelson im Jahr 2024 zum britischen Botschafter in den USA ernannt – obwohl die Epstein-Verbindungen längst bekannt waren. Oppositionsführerin Kemi Badenoch brachte es auf den Punkt, als sie Starmers Position als „unhaltbar" bezeichnete. Der Premier habe McSweeney die Verantwortung für seine eigene Entscheidung tragen lassen. „Keir Starmer wusste Bescheid. Es ist sein Urteilsvermögen, und er war unehrlich", so Badenoch gegenüber der BBC.
Bildungsministerin Jacqui Smith versuchte zwar pflichtschuldig, die Rücktritte als freiwillige Entscheidungen darzustellen. Doch wer glaubt ernsthaft, dass zwei der wichtigsten Berater eines Premierministers innerhalb eines Tages aus freien Stücken gehen, ohne dass dahinter massiver Druck steht?
Ein Muster, das nachdenklich stimmt
Der Fall Mandelson offenbart einmal mehr, wie tief die Tentakel des Epstein-Netzwerks in die politischen Eliten westlicher Demokratien reichten. Dass ein verurteilter Menschenhändler offenbar Zugang zu hochsensiblen Regierungsinformationen einer der führenden Industrienationen hatte, sollte jeden Bürger alarmieren. Und dass ein Premierminister trotz dieses Wissens eine solche Personalie durchdrückt, wirft fundamentale Fragen über das Urteilsvermögen der politischen Führungsklasse auf.
Die Parallelen zu anderen westlichen Demokratien sind dabei kaum zu übersehen. Auch in Deutschland kennt man das Phänomen, dass politische Entscheidungsträger fragwürdige Personalentscheidungen treffen und anschließend versuchen, die Verantwortung auf Berater abzuwälzen. Die Bürger durchschauen dieses Spiel längst – in London wie in Berlin.
Ob Starmer diese Krise politisch überlebt, bleibt abzuwarten. Sicher ist nur: Das Vertrauen in seine Regierung hat einen Schaden erlitten, der sich nicht mit dem Austausch von Kommunikationsdirektoren reparieren lässt. Manchmal ist der Fisch eben vom Kopf her verdorben.

- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik











