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Energiewende-Desaster: 573 Stunden Minusstrom – und der Bürger zahlt die Zeche

Energiewende-Desaster: 573 Stunden Minusstrom – und der Bürger zahlt die Zeche

Was für ein Trauerspiel der deutschen Energiepolitik! Im Jahr 2025 hat Deutschland einen Rekord aufgestellt, auf den wahrlich niemand stolz sein kann: Sage und schreibe 573 Stunden lang fielen die Börsenstrompreise ins Negative. Das bedeutet einen Anstieg von rund 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Stromerzeuger mussten in diesen Phasen tatsächlich dafür bezahlen, dass jemand ihren Strom abnimmt. Ein absurdes Schauspiel, das die fundamentalen Konstruktionsfehler der deutschen Energiewende schonungslos offenlegt.

Das Paradoxon der negativen Preise

Wie kann es sein, dass Strom weniger als nichts wert ist? Die Antwort liegt in der chaotischen Struktur unseres Energiesystems. Wenn Wind und Sonne gleichzeitig auf Hochtouren laufen – typischerweise an sonnigen Wochenenden oder Feiertagen – überschwemmt eine Flut von Ökostrom das Netz. Die Nachfrage kann mit diesem Überangebot schlicht nicht Schritt halten. Da konventionelle Kraftwerke ihre Produktion nicht einfach auf Knopfdruck herunterfahren können, bleibt nur eine Option: den überschüssigen Strom zu verschenken oder sogar draufzuzahlen.

Doch hier kommt der eigentliche Skandal: Der deutsche Verbraucher profitiert von diesem Überfluss praktisch überhaupt nicht. Die negativen Preise existieren ausschließlich am Großhandelsmarkt. Bei den Haushalten und kleinen Betrieben kommt davon nichts an. Die allermeisten Deutschen sitzen in langfristigen Verträgen mit festen Preisen fest. Während an der Börse der Strom quasi verschenkt wird, bleiben die Stromrechnungen für Millionen Bürger unverändert hoch.

Steuerzahler als Melkkuh der Energiewende

Besonders bitter: Die Allgemeinheit muss für dieses Chaos auch noch tief in die Tasche greifen. Der Grund liegt in der weiterhin geltenden Einspeisevergütung für bestehende Solaranlagen. Diese Vergütung wird in vielen Fällen auch dann gezahlt, wenn der produzierte Strom an der Börse faktisch wertlos ist. Der Bestandsschutz für Altanlagen sorgt dafür, dass die Betreiber ihre garantierten Zahlungen erhalten – finanziert vom deutschen Steuerzahler.

Die negativen Strompreise kommen die Steuerzahler zunehmend teuer zu stehen.

Zwar wurde die Förderung für neue Photovoltaikanlagen bei negativen Preisen inzwischen eingeschränkt, doch für die Masse der Bestandsanlagen ändert sich nichts. Ein klassisches Beispiel für politisches Versagen: Man erkennt das Problem, handelt aber nur halbherzig.

Europa im Griff der Preisverwerfungen

Deutschland steht mit diesem Problem keineswegs allein da, gehört aber zu den europäischen Spitzenreitern bei negativen Strompreisen. Auch in anderen Ländern nimmt das Phänomen dramatisch zu. In Spanien etwa traten 2024 erstmals negative Preise auf – seither haben sie sich laut Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg jährlich verdoppelt. Der gesamte Kontinent verzeichnete im vergangenen Jahr einen Rekordanstieg bei negativen Strompreisen.

Die andere Seite der Medaille: Dunkelflauten und Preisspitzen

Das Energiesystem leidet nicht nur unter Überfluss, sondern auch unter dramatischer Knappheit. In Zeiten sogenannter Dunkelflauten, wenn weder Wind weht noch die Sonne scheint, schießen die Börsenpreise in die Höhe. Diese Preisspitzen schlagen sich – zeitverzögert – auch in den Endkundenpreisen nieder. Anfang 2025 musste ein deutscher Hersteller von grünem Stahl nach einer Strompreis-Explosion infolge einer Dunkelflaute sogar die Produktion einstellen. Ein Armutszeugnis für den Industriestandort Deutschland.

Die Schere zwischen Überangebot und Knappheit wird immer größer. Die Ursachen sind seit Jahren bekannt: Netze, Speicher und flexible Verbraucher wachsen deutlich langsamer als die installierte Leistung von Wind- und Solaranlagen. Experten rechnen damit, dass sich diese Entwicklung auch 2026 fortsetzt. Für den Strommarkt bedeutet das eine Phase zunehmender Volatilität.

Gewinner und Verlierer eines kaputten Systems

Während Handelshäuser und große Speicherbetreiber von den extremen Preisschwankungen profitieren können, bleibt für den normalen Bürger ein paradoxes Ergebnis: Strom ist zeitweise im Überfluss vorhanden – und wird dennoch nicht dauerhaft günstiger. Die Energiewende, einst als Projekt für bezahlbare und saubere Energie angepriesen, entpuppt sich zunehmend als teures Experiment auf Kosten der Allgemeinheit.

Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz steht vor der gewaltigen Aufgabe, dieses Chaos zu ordnen. Doch angesichts des geplanten 500-Milliarden-Euro-Sondervermögens für Infrastruktur und der im Grundgesetz verankerten Klimaneutralität bis 2045 darf bezweifelt werden, ob der politische Wille vorhanden ist, die fundamentalen Fehler der Energiewende zu korrigieren. Der deutsche Bürger wird wohl auch in Zukunft die Zeche zahlen – für Strom, der manchmal weniger als nichts wert ist.

In Zeiten derartiger wirtschaftlicher Unsicherheiten und politischer Fehlentscheidungen erscheint es umso wichtiger, das eigene Vermögen breit zu streuen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt und können eine sinnvolle Ergänzung zur Vermögenssicherung darstellen.

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