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Kettner Edelmetalle
02.03.2026
14:59 Uhr

Energieschock im Persischen Golf: Iran-Angriffe legen weltgrößte LNG-Anlage und Mega-Raffinerie lahm

Energieschock im Persischen Golf: Iran-Angriffe legen weltgrößte LNG-Anlage und Mega-Raffinerie lahm

Was sich seit Wochen wie ein geopolitisches Pulverfass anfühlte, ist nun mit voller Wucht explodiert – im wahrsten Sinne des Wortes. Die weltweit größte Exportanlage für Flüssigerdgas (LNG) in Katar hat ihre Produktion vollständig eingestellt. Gleichzeitig musste Saudi-Arabien seine bedeutendste Ölraffinerie in Ras Tanura nach einem Drohnenangriff vom Netz nehmen. Der Iran eskaliert seinen Konflikt in der Region mit einer Brutalität, die den globalen Energiemarkt in seinen Grundfesten erschüttert. Und Europa? Europa steht einmal mehr als verwundbarer Zuschauer da.

Katars LNG-Gigant verstummt

QatarEnergy verkündete die Hiobsbotschaft am frühen Nachmittag: Aufgrund militärischer Angriffe auf die Betriebsanlagen in der Ras Laffan Industrial City sowie der Mesaieed Industrial City sei die gesamte LNG-Produktion samt verbundener Erzeugnisse eingestellt worden. Man muss sich die Dimension vor Augen führen: Katar ist einer der drei größten LNG-Exporteure der Welt. Wenn diese Quelle versiegt, geraten nicht nur asiatische Abnehmer in Panik – auch Europa, das sich nach dem selbst verschuldeten Bruch mit russischem Pipeline-Gas verzweifelt auf LNG-Importe stützt, steht vor einem gewaltigen Problem.

Die Reaktion an den Märkten ließ nicht auf sich warten. Der europäische Terminmarkt-Gaspreis TTF für die April-Lieferung eröffnete bereits mit einem Plus von 25 Prozent. Nach Bekanntwerden der katarischen Produktionseinstellung schnellte das Tagesplus auf atemberaubende 50 Prozent hoch. Zwischenzeitlich notierte der TTF bei 48,31 Euro pro Megawattstunde, bevor er sich leicht auf 45,56 Euro zurückzog. Zahlen, die jedem deutschen Verbraucher und jedem Industriebetrieb den kalten Schweiß auf die Stirn treiben dürften.

Saudi-Arabiens Raffinerie-Herzstück getroffen

Als wäre die Lage nicht schon dramatisch genug, traf es zeitgleich Saudi-Arabien. Saudi Aramco, der staatliche Ölgigant des Königreichs, stellte den Betrieb seiner größten Raffinerie in Ras Tanura an der Küste des Persischen Golfs ein. Zwei iranische Drohnen hatten die Anlage getroffen und einen Brand ausgelöst, der laut saudischer Presseagentur zwar „begrenzt" gewesen und „sofort unter Kontrolle gebracht" worden sei – doch die Konsequenzen sind alles andere als begrenzt. Die Raffinerie verfügt über eine Kapazität von 550.000 Barrel pro Tag. Ihr vorübergehender Ausfall verschärft die ohnehin angespannte Lage auf den globalen Ölmärkten erheblich.

Die bittere Quittung einer verfehlten Energiepolitik

Was wir hier erleben, ist die logische Konsequenz einer geopolitischen Eskalationsspirale, die sich seit dem israelischen Großangriff auf iranische Atomanlagen und der iranischen Vergeltung abzeichnete. Die Blockade der Straße von Hormus – jener Nadelöhr-Passage, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels fließt – war bereits ein Schock. Nun kommen direkte militärische Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Golfstaaten hinzu.

Für Deutschland offenbart sich in dieser Krise einmal mehr das ganze Ausmaß einer über Jahre betriebenen energiepolitischen Geisterfahrt. Erst hat man sich in sträflicher Abhängigkeit von russischem Gas begeben, dann diese Brücke mit ideologischem Eifer abgebrochen – ohne einen belastbaren Plan B in der Tasche zu haben. Die hastig errichteten LNG-Terminals an der deutschen Küste, einst als Befreiungsschlag gefeiert, erweisen sich nun als das, was Kritiker von Anfang an befürchteten: teure Infrastruktur für eine Versorgung, die im Ernstfall genauso fragil ist wie die alte. Nur eben deutlich teurer.

Wer geglaubt hatte, mit dem Ausstieg aus russischem Gas und dem gleichzeitigen Abschalten der letzten Kernkraftwerke sei Deutschland auf einem guten Weg zur Energiesicherheit, wird nun eines Besseren belehrt. Die Realität kennt keine ideologischen Scheuklappen. Sie kennt nur Angebot und Nachfrage – und wenn das Angebot durch Krieg wegbricht, explodieren die Preise.

Europas Verbraucher zahlen die Zeche

Goldman Sachs warnte bereits vor einem möglichen Gaspreisanstieg von bis zu 130 Prozent in Europa. Sollte sich diese Prognose auch nur annähernd bewahrheiten, stünden deutsche Haushalte und Unternehmen vor einer Belastung, die die Energiekrise von 2022 in den Schatten stellen könnte. Damals stiegen die Gaspreise auf historische Höchststände, Millionen Bürger bangten um ihre Heizkostenabrechnung, und die Industrie ächzte unter explodierenden Produktionskosten. Haben wir daraus gelernt? Offensichtlich nicht.

Asiatische und europäische Abnehmer werden nun in einen erbitterten Bieterwettbewerb um die verbliebenen LNG-Lieferungen eintreten. China, Japan, Südkorea – sie alle brauchen Gas, und sie alle haben tiefe Taschen. Deutschland hingegen hat vor allem eines: Schulden, Bürokratie und eine Regierung, die gerade ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen beschlossen hat, das die kommenden Generationen mit Zinszahlungen belasten wird, statt in eine wirklich resiliente Energieversorgung zu investieren.

Gold als sicherer Hafen in stürmischen Zeiten

In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, warum physische Edelmetalle als Vermögenssicherung unverzichtbar sind. Während Gaspreise explodieren, Aktienmärkte nervös zucken und die Inflation durch steigende Energiekosten neuen Auftrieb erhält, bewährt sich Gold als das, was es seit Jahrtausenden ist: ein Anker der Stabilität. Wer sein Vermögen nicht den Launen geopolitischer Krisen und politischer Fehlentscheidungen ausliefern möchte, tut gut daran, physische Edelmetalle als festen Bestandteil eines breit gestreuten Portfolios zu betrachten.

Die Ereignisse im Persischen Golf sind eine drastische Erinnerung daran, wie schnell sich die Welt verändern kann – und wie wenig Papierversprechen in einer Krise wert sind. Deutschland braucht keine weiteren Sonntagsreden über Energiewende und Klimaneutralität. Es braucht eine nüchterne, pragmatische Energiepolitik, die Versorgungssicherheit über Ideologie stellt. Ob die neue Große Koalition unter Friedrich Merz dazu in der Lage ist, darf bezweifelt werden. Die Rechnung jedenfalls zahlt wie immer der deutsche Bürger.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden. Konsultieren Sie im Zweifel einen unabhängigen Finanzberater.

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