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03.03.2026
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Energieschock 2.0: Wirtschaftsweise warnt vor dramatischen Folgen der Iran-Krise für Deutschland

Energieschock 2.0: Wirtschaftsweise warnt vor dramatischen Folgen der Iran-Krise für Deutschland

Als hätte Deutschland nicht schon genug wirtschaftliche Baustellen, droht nun der nächste schwere Schlag. Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm hat eindringlich vor einem neuen Energieschock gewarnt, der die ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft in eine noch tiefere Krise stürzen könnte. Der Auslöser: die dramatische Eskalation im Nahen Osten und die damit verbundene Bedrohung der globalen Energieversorgung.

Ölpreis über 100 Dollar – ein Albtraum für die deutsche Industrie

Die Zahlen, die Grimm gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland nannte, sollten jeden Bürger aufhorchen lassen. Analysten hielten einen Ölpreis von über 100 Dollar pro Barrel für durchaus realistisch, sollte die Straße von Hormus faktisch gesperrt bleiben. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Durch diese wenige Dutzend Kilometer breite Meerenge zwischen Oman und dem Iran fließt rund ein Fünftel der weltweiten Öltransporte. Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, Katar, der Irak – sie alle sind auf diese Passage angewiesen, um ihre Energieexporte auf die Weltmärkte zu bringen.

Doch nicht nur beim Öl brennt es. Die Gaspreise seien bereits auf über 40 Euro gestiegen, und sollte die LNG-Produktion in Katar nicht bald wieder aufgenommen werden, drohten weitere empfindliche Preisanstiege. „Ein erneuter Energieschock würde eine Wirtschaft belasten, die sich noch immer von den vergangenen Preissprüngen erholt", so die Ökonomin, die seit 2020 dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung angehört.

Die hausgemachte Verwundbarkeit

Was Grimm diplomatisch als „ohnehin fragile Lage" bezeichnet, ist in Wahrheit das Ergebnis jahrelanger energiepolitischer Fehlentscheidungen. Deutschland hat sich durch den überhasteten Ausstieg aus der Kernenergie, die ideologisch getriebene Energiewende und die fatale Abhängigkeit von russischem Gas in eine Position manövriert, die das Land bei jeder geopolitischen Erschütterung besonders verwundbar macht. Nach dem Wegfall großer Teile der russischen Gaslieferungen infolge des Ukraine-Krieges haben die EU-Staaten ihre Energieversorgung zwar mühsam diversifiziert – doch diese Diversifizierung erweist sich nun als fragiler, als man es sich eingestehen wollte.

Flüssiggas aus den USA und Katar spielt eine wachsende Rolle in der europäischen Energieversorgung. Kommt es hier zu Störungen, droht ein erneuter Preisschub mit direkten Folgen für Industrie, Mittelstand und Verbraucher. Besonders hart treffen würde es die energieintensiven Branchen: Chemie, Stahl, Glas und Papier – also genau jene Sektoren, die das Rückgrat der deutschen Industrieproduktion bilden.

Der geopolitische Pulverfass-Hintergrund

Die aktuelle Eskalation ist kein isoliertes Ereignis, sondern eingebettet in einen seit Jahrzehnten schwelenden Konflikt. Seit der Islamischen Revolution von 1979 versteht sich die Islamische Republik Iran als Gegengewicht zum westlichen Einfluss im Nahen Osten. Das iranische Atomprogramm, das Teheran als rein zivil bezeichnet, wird von westlichen Staaten und Israel seit Jahren mit wachsender Sorge betrachtet. Das 2015 geschlossene Wiener Atomabkommen sollte das Programm begrenzen, verlor jedoch nach dem Ausstieg der USA unter der ersten Trump-Präsidentschaft 2018 erheblich an Wirkung.

Hinzu kommt das weitverzweigte Netzwerk iranischer Stellvertreter in der Region. Die Hisbollah im Libanon, die Huthi-Miliz im Jemen – über diese Akteure verfügt Teheran über indirekte Einflussmöglichkeiten entlang zentraler Handels- und Schifffahrtsrouten. Immer wieder kommt es zu Angriffen auf Tanker, Raketenbeschuss oder Drohungen gegen die internationale Schifffahrt. Bereits die bloße Androhung einer Blockade der Straße von Hormus reicht aus, um die Märkte in Panik zu versetzen.

Steigende Inflation und Investitionsunsicherheit

„Für Europa bedeutet das: steigende Energiekosten, wachsende Inflationsrisiken und zusätzliche Investitionsunsicherheit", warnte Grimm unmissverständlich. Man fragt sich unwillkürlich: Wie viele Energieschocks kann sich eine Volkswirtschaft eigentlich leisten, bevor sie endgültig in die Knie geht? Die Wirtschaftsweise forderte, Europas Energieversorgung widerstandsfähiger zu machen – durch diversifizierte Lieferketten, gut gefüllte Speicher, koordinierte europäische Beschaffung und einen beschleunigten Ausbau der eigenen Energieversorgung.

Doch genau hier liegt das Problem. Während andere Nationen pragmatisch auf einen breiten Energiemix setzen, hat Deutschland sich über Jahre hinweg ideologische Scheuklappen aufgesetzt. Die Abschaltung der letzten Kernkraftwerke im April 2023 – mitten in einer Energiekrise – dürfte als eine der folgenschwersten Fehlentscheidungen der jüngeren deutschen Wirtschaftsgeschichte in die Annalen eingehen. Nun rächt sich diese Politik mit voller Wucht.

„Wir müssen uns auf eine längere Phase erhöhter Unsicherheit einstellen", mahnte die Wirtschaftsweise. Ein Satz, der angesichts der geopolitischen Großwetterlage fast schon wie eine Untertreibung klingt. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz steht vor der gewaltigen Aufgabe, die energiepolitischen Versäumnisse der Vorgängerregierungen aufzuarbeiten – und das unter Bedingungen, die sich täglich verschärfen.

Gold als Fels in der Brandung

In Zeiten wie diesen, in denen geopolitische Krisen die Energiemärkte erschüttern und die Inflation erneut anzuziehen droht, zeigt sich einmal mehr der zeitlose Wert physischer Edelmetalle. Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte hinweg als verlässlicher Schutz gegen Kaufkraftverlust und wirtschaftliche Unsicherheit bewährt. Wer sein Vermögen in einer Welt schützen will, in der ein einziger Konflikt am Persischen Golf die gesamte europäische Wirtschaft ins Wanken bringen kann, sollte physische Edelmetalle als unverzichtbaren Bestandteil eines breit gestreuten Portfolios in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und den uns vorliegenden Informationen. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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