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27.01.2026
10:09 Uhr

Eine Million Euro Kopfgeld: Dobrindt erklärt linksextremistischen Vulkangruppen den Krieg

Eine Million Euro Kopfgeld: Dobrindt erklärt linksextremistischen Vulkangruppen den Krieg

Es ist ein beispielloser Schritt in der Geschichte der Bundesrepublik: Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) setzt eine Belohnung von einer Million Euro für Hinweise zur Ergreifung der linksextremistischen Vulkangruppen aus. Die Terroristen, die für den verheerenden Anschlag auf das Berliner Stromnetz verantwortlich gemacht werden, haben über 100.000 Menschen in Dunkelheit und Chaos gestürzt. Endlich, so scheint es, nimmt die Politik die Bedrohung von links ernst.

Der Anschlag, der Berlin lahmlegte

Am 4. Januar 2026 traf es die Hauptstadt mit voller Wucht. Ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am S-Bahnhof Mexicoplatz legte schlagartig 45.000 Haushalte und 2.200 Gewerbeeinheiten lahm. Familien saßen im Dunkeln, Unternehmen erlitten massive Verluste, das öffentliche Leben kam zum Erliegen. Die linksextremistische Vulkangruppe bekannte sich stolz zu dieser Tat – und die Sicherheitsbehörden stufen dieses Bekenntnis als glaubwürdig ein.

„Wir rüsten auf für den Kampf gegen den Linksextremismus", verkündete Dobrindt in Berlin. Worte, die man sich von deutschen Politikern schon seit Jahren gewünscht hätte. Denn während Milliarden in den „Kampf gegen Rechts" flossen, wurde die linksextreme Gefahr systematisch verharmlost oder schlichtweg ignoriert.

Jahrelange Untätigkeit rächt sich bitter

Die sogenannten Vulkangruppen treiben seit 2011 ihr Unwesen – wohlgemerkt seit über einem Jahrzehnt! Ihre Ziele: Kabelschächte an Bahntrassen, Funkmasten, Datenleitungen und Firmenfahrzeuge. Besonders brisant: Die Terroristen bekannten sich auch zu zwei Anschlägen auf die Tesla-Fabrik im brandenburgischen Grünheide. Wie konnte es so weit kommen, dass eine terroristische Vereinigung über so viele Jahre nahezu unbehelligt operieren konnte?

Die Bundesanwaltschaft ermittelt nun wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, verfassungsfeindlicher Sabotage, Brandstiftung und Störung öffentlicher Betriebe. Schwere Geschütze, die längst hätten aufgefahren werden müssen.

Neue Befugnisse für die Ermittler

Dobrindt kündigte an, den Sicherheitsbehörden mehr Werkzeuge an die Hand zu geben: digitale Datenanalyse, automatische Gesichtserkennung und erweiterte Speicherung von IP-Adressen. Das Bundeskriminalamt wird sein Personal aufstocken, um rund um die Uhr Hinweise entgegennehmen zu können. Eine „breit angelegte Informationskampagne" in Berlin und Brandenburg soll die Bevölkerung zur Mithilfe animieren.

Der Zeugenaufruf läuft bis zum 24. Februar. Hinweise nimmt das BKA telefonisch oder online entgegen – auch jede andere Polizeidienststelle steht als Anlaufstelle bereit.

Ein überfälliges Signal

Die Höhe der Belohnung ist ein deutliches Zeichen. „Ich finde es angemessen, dass man mit einer Belohnung in dieser Größenordnung deutlich macht, wie ernsthaft die Lage ist", betonte der Innenminister. Endlich scheint die Erkenntnis gereift zu sein, dass Extremismus keine Frage der politischen Richtung ist – Terror bleibt Terror, egal ob er von links oder rechts kommt.

Bleibt zu hoffen, dass diese späte Einsicht nicht zu spät kommt. Die deutschen Bürger haben ein Recht auf Sicherheit – und darauf, dass der Staat sie vor allen Extremisten schützt, nicht nur vor jenen, die gerade politisch opportun erscheinen.

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