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14.08.2026
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Dürre-Schock: Bauern fürchten Totalausfall – Berlin "beobachtet"

Dürre-Schock: Bauern fürchten Totalausfall – Berlin "beobachtet"
Symbolbild: KI-generiert

Deutschlands Landwirte stehen vor einem der härtesten Erntejahre seit Langem. Der Deutsche Bauernverband rechnet nach Wochen ohne nennenswerten Regen mit erheblichen Einbußen – in Teilen Süddeutschlands sogar mit einem kompletten Ertragsausfall bei Kartoffeln, Zuckerrüben und Gemüse. Bauernpräsident Joachim Rukwied warnte am Donnerstag vor einer wirtschaftlich existenzbedrohenden Lage für viele Höfe.

Weizen, Raps, Rüben: Die Bilanz fällt mager aus

Man gehe von einer unterdurchschnittlichen Ernte bei Getreide aus, insbesondere beim Weizen, sowie bei Raps, sagte Rukwied dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Auch bei den Herbstkulturen zeichne sich ein trübes Bild ab – von Körnermais über Sojabohnen bis zur Zuckerrübe.

"In südlichen Teilen Deutschlands könnte das bis zum totalen Ertragsausfall gehen."

Im Norden sieht es dem Verband zufolge etwas freundlicher aus, weil dort immerhin gelegentlich Regen fiel. Doch auch dort dürfte die Ernte unter dem Durchschnitt bleiben.

Kein Futter mehr – Tiere gehen früher zum Schlachter

Besonders bitter: Auf den Wiesen wächst schlicht nichts nach. Vor allem im Süden brechen die Futterbestände ein, Landwirte müssen laut Bauernverband teils Tiere früher schlachten lassen als geplant. Einer Verbandsumfrage zufolge muss mehr als ein Drittel der Betriebe Futter zukaufen – bei ohnehin gedrückten Margen.

Der Deutsche Wetterdienst hat die Ursachen Anfang August nüchtern dokumentiert: Seit März fiel fast überall zu wenig Regen, im Süden gebietsweise nicht einmal die Hälfte des langjährigen Mittels. Der Zeitraum November bis Juli war demnach seit Beginn der Aufzeichnungen 1882 nur zweimal trockener. Die Böden im Süden seien 2026 verbreitet sogar trockener gewesen als in den Dürrejahren 2018 und 2022.

Der Minister "beobachtet" – die Höfe zahlen

Und die Politik? Ein Sprecher des Bundeslandwirtschaftsministeriums erklärte Medienberichten zufolge, die Lage sei kein neues Problem, man beobachte sie und sei im Austausch. Minister Alois Rainer (CSU) sagte am Rande eines Termins in Oberbayern, er könne es nicht regnen lassen, sonst würde er es tun. Für viele Betriebe dürfte das wenig tröstlich klingen.

Rukwied nennt die ökonomische Lage der Branche "brutal angespannt" – hohe Kosten für Betriebsmittel, niedrige Erzeugerpreise. Er berichtet von Kollegen, die Rechnungen für Dünger und Pflanzenschutz nicht mehr bezahlen könnten und zur Bank müssten; manche griffen auf Ersparnisse oder die Lebensversicherung zurück.

Seine Forderungen an die Politik:

  • Aufstockung der EU-Düngemittelbeihilfe von 60 auf 180 Millionen Euro
  • Vorziehen von 80 Prozent der EU-Direktzahlungen auf den Oktober
  • Deutlich niedrigere Dieselsteuer mindestens bis Ende November
  • Einführung einer steuerfreien Risikoausgleichsrücklage, wie im Koalitionsvertrag vorgesehen

Was das für Verbraucher bedeutet

Fällt die Ernte klein aus, steigen erfahrungsgemäß die Preise – bei Kartoffeln, Zucker, Fleisch. Aus Sicht unserer Redaktion zeigt die Dürre vor allem eines: Wer Betriebe jahrelang mit Auflagen, Bürokratie und Abgabenlast an den Rand der Rentabilität drückt, nimmt ihnen genau das Polster, das sie in Krisenjahren bräuchten. Wetter lässt sich nicht regieren – Rahmenbedingungen schon.

Für Bürger, die sich gegen Kaufkraftverlust wappnen wollen, bleibt die alte Regel: Substanz schlägt Versprechen. Physische Edelmetalle können als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen sinnvoll sein.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Leser trifft seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich vorab selbst umfassend informieren.

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