
Drohung nach der Wahl: Linksextreme rufen zur „Aktionswoche“ auf

Auf der linksextremistischen Plattform Kontrapolis ist ein „Aufruf zur Aktionswoche gegen den deutschen Staat“ erschienen. Der Zeitraum: 7. bis 13. September – also unmittelbar nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September. Als Ziele werden in dem Text ausdrücklich staatliche Einrichtungen benannt.
„Legitime Ziele“: Ämter, Reviere, Kasernen
Der Aufruf lässt an Deutlichkeit wenig zu wünschen übrig. Demonstrationen und Lichterketten hätten ausgedient, heißt es sinngemäß; man müsse „die Funktionsweise des Staates zu zerstören“ versuchen. Und weiter, wörtlich aus dem Papier zitiert:
„Die gesamte staatliche Infrastruktur, auch wenn sie scheinbar irrelevant ist“, sei „Teil einer faschistischen Regierung und damit ein legitimes Ziel: Gefängnisse, Regierungsbehörden, Jobcenter, Polizeireviere, Kasernen, Ausländerämter…“
Deutschland habe sich seit zehn Jahren „in Richtung Faschismus bewegt“, behaupten die anonymen Verfasser. Wer nach dem 6. September regiere, sei ihnen offenbar gleichgültig. Der Schlusssatz des Aufrufs – eine Parole aus der Punkgeschichte der frühen achtziger Jahre – lautet: „Deutschland muss sterben, damit wir leben können.“
Bahn warnt intern – BKA hält Drohung für echt
Dass die Sache ernst genommen wird, zeigt ein internes Papier der Deutschen Bahn, über das berichtet wird. Demnach werde die Drohkulisse aus der autonomen Szene vom Bundeskriminalamt „als authentisch eingeschätzt“; Angriffe auf die Bahn seien nicht auszuschließen.
Mitarbeiter sollen laut dem Leitfaden auffällige Personenbewegungen und Spontan-Demonstrationen melden, sich selbst aber nicht in Gefahr bringen. Bei Gefahr im Verzug: sofort die Polizei. Die Bahn erklärte auf Anfrage lediglich, zu internen Dokumenten grundsätzlich nicht Stellung zu nehmen.
Die Zahlen, die kaum jemand nennt
Wer den Aufruf für die Fantasie einiger Wirrköpfe hält, sollte in den jüngsten Verfassungsschutzbericht schauen. Danach kletterte die Zahl linksextremistisch motivierter Straftaten 2025 um 38,9 Prozent auf 8.133 Delikte. Die Gewalttaten schnellten sogar um 60,9 Prozent auf 856 nach oben.
- 368 Körperverletzungsdelikte (+70,4 Prozent)
- 419 Gewaltdelikte gegen Polizisten (+80,6 Prozent)
- 65 Brandstiftungen
- 11.600 gewaltorientierte Linksextremisten, davon 8.700 Autonome
Den Anstieg führt der Verfassungsschutz unter anderem auf die Agitation rund um die Bundestagswahl 2025 zurück – im Fokus habe vor allem die AfD gestanden. In Sachsen-Anhalt sehen Umfragen die AfD derzeit bei rund 42 Prozent, deutlich vor der CDU. Ein Wahlergebnis, das offenbar auch militante Gruppen elektrisiert.
Aus Sicht unserer Redaktion
Jahrelang wurde Linksextremismus in Teilen der Politik verharmlost. Wer heute Warnungen vor Angriffen auf Umspannwerke, Bahnstrecken und Behörden liest, erkennt: Der Rechtsstaat muss jede Form von Gewalt gleich hart verfolgen – ganz gleich, welche Farbe sie sich anheftet. Alles andere untergräbt das Vertrauen der Bürger schneller, als jede Sonntagsrede es reparieren kann.
Verwundbare Infrastruktur, angespannte Sicherheitslage: Krisenfestigkeit ist kein Luxus mehr. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich historisch als wertbeständige Beimischung eines breit gestreuten Vermögens bewährt – unabhängig von Stromnetz, Serverbetrieb und politischer Großwetterlage.
Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser trifft seine Entscheidungen eigenverantwortlich und sollte eigene Recherchen anstellen.












