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Drohnen-Inferno an der Wolga: Kiew bricht Trumps Öl-Waffenruhe!

Drohnen-Inferno an der Wolga: Kiew bricht Trumps Öl-Waffenruhe!
Symbolbild: KI-generiert

Die Ukraine hat in der Nacht zu Sonntag die nächste russische Raffinerie in Brand geschossen. Diesmal traf es die Lukoil-Anlage in Kstowo, rund 400 Kilometer östlich von Moskau. Das ist der dritte Angriff auf eine Raffinerie innerhalb von nur drei Tagen. Damit ist die Feuerpause, die Washington dem Land abgerungen hatte, endgültig hinfällig.

Feuerschein über Kstowo um vier Uhr morgens

Regionalen Medien zufolge kursierten gegen 4 Uhr Ortszeit erste Videos. Darauf ist zu sehen, wie riesige Flammen den Nachthimmel erhellen. Anwohner berichteten von mehreren schweren Detonationen und vom Brummen tief fliegender Drohnen über dem Industriegebiet.

Getroffen wurden die Raffinerie „Lukoil-Nischegorodnefteorgsintez“ und das benachbarte Heizkraftwerk Nowogorkowskaja. Moskau sprach offiziell nur von einem „Industriebetrieb“. Laut Medienberichten will die russische Flugabwehr mehr als 100 Drohnen abgeschossen haben. Etliche kamen offenbar trotzdem durch.

Ein unbedeutendes Ziel ist das nicht. Kstowo ist Russlands viertgrößte Raffinerie und die Nummer zwei bei der Benzinproduktion. Ihre Kapazität liegt Berichten zufolge bei rund 17 Millionen Tonnen pro Jahr. Ukrainische Medien betonen, dass dort auch Diesel, Kerosin und Spezialprodukte entstünden, die direkt an die russische Armee gingen.

Zwei Wochen Ruhe – dann brach der Damm

Bis zum Wochenende hatte Kiew stillgehalten. Wie das Wall Street Journal berichtet, griffen ukrainische Kräfte zuletzt am 15. Oktober eine Raffinerie an. Ab dem 20. Oktober blieb die russische Ölinfrastruktur dann ganz verschont. Am Freitag war Schluss: Drohnen trafen die Raffinerie Nowokuibyschewsk in der Region Samara.

Hinter der Pause stand offenbar massiver Druck aus Washington. Trumps Gesandter Jared Kushner soll Kiew um eine 30-tägige Aussetzung gebeten haben. Präsident Selenskyj habe einer kurzen Pause zugestimmt, allerdings nur widerwillig. Durchgehalten hat sie gerade einmal zwei Wochen.

Benzinpreise, Diesel-Deal und Midterms

Warum ist Trump so allergisch gegen brennende Raffinerien? Die Antwort steht an jeder amerikanischen Zapfsäule. Medienberichten zufolge macht der US-Präsident die ukrainischen Angriffe für steigende Energiepreise verantwortlich, und das kurz vor den Zwischenwahlen. Kritiker halten dagegen, dass sein eigener Krieg mit dem Iran der wichtigere Preistreiber sei.

Laut US-Medien hatte Trump zuvor sogar Sanktionen gegen russische Dieselexporte gelockert und eine einseitige „Energie-Waffenruhe“ ausgerufen. Selenskyj soll sich von Washington „verraten“ gefühlt haben.

Eiszeit zwischen Kiew und Washington

Das Verhältnis der beiden Partner ist auf einem Tiefpunkt. Berichten zufolge soll Washington den Austausch wichtiger Geheimdienstinformationen eingeschränkt haben. Auch beim Satelliten-Internet Starlink, für die ukrainische Drohnenabwehr unverzichtbar, habe es zeitweise Drosselungen gegeben. Europäische und ukrainische Vertreter sehen darin den Versuch, Kiew an den Verhandlungstisch zu zwingen.

Der Effekt ist bisher ein anderer. Kiew setzt auf Eskalation statt auf Gehorsam. Für Moskau ist das ein empfindlicher Schlag, denn frühere Angriffswellen haben in Russland bereits Treibstoffengpässe ausgelöst.

Was das für Europa bedeutet

Für Deutschland ist das alles andere als ein fernes Schauspiel. Jede brennende Raffinerie, jeder Ausfall bei Diesel und Kerosin verknappt das Angebot auf einem ohnehin nervösen Weltmarkt. Die Rechnung landet am Ende auch bei deutschen Pendlern, Spediteuren und Mittelständlern, die schon heute unter den höchsten Energiekosten im Industrievergleich ächzen.

Und Berlin? Die Bundesregierung schaut zu, wie in Washington, Kiew und Moskau über Ölströme entschieden wird, die den europäischen Markt direkt betreffen. Eine eigene, krisenfeste Energiestrategie ist weiterhin nicht zu erkennen. Wer in solchen Zeiten sein Vermögen gegen geopolitische Schocks und Inflation absichern will, setzt zu Recht auch auf Bewährtes. Physisches Gold und Silber haben schon viele Krisen überstanden und können als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio sinnvoll sein.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Meinung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser sollte eigenständig recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst.

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