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Drohnen-Alarm: Bundeswehr sieht sich selbst im Fadenkreuz Moskaus!

Drohnen-Alarm: Bundeswehr sieht sich selbst im Fadenkreuz Moskaus!
Symbolbild: KI-generiert

Die Bundeswehr stuft die Gefahr russischer Sabotage gegen eigene Soldaten und Standorte in Deutschland erstmals als „erheblich“ ein. Das geht Medienberichten zufolge aus einem internen Lagepapier der Streitkräfte hervor. Auslöser sind mutmaßlich mit Sprengstoff bestückte Drohnen aus Sachsen und Niedersachsen. Eine davon lag nur rund einen Kilometer vom Fliegerhorst Wunstorf entfernt.

Zweithöchste Warnstufe – mitten im Frieden

„Erheblich“ klingt nach Behördendeutsch, ist aber ein Paukenschlag. Auf der Bewertungsskala der Truppe ist das die zweithöchste Kategorie. Darüber kommt nur noch eine Stufe.

Wer hätte vor wenigen Jahren gedacht, dass deutsche Soldaten auf heimischem Boden mit Anschlägen rechnen müssen? Genau davon geht das Papier aus. Russland verfüge demnach seit geraumer Zeit „nahezu sicher“ über die Fähigkeit und „sehr wahrscheinlich“ inzwischen auch über die gesteigerte Absicht, gegen Einrichtungen der Bundeswehr und gegen ukrainische Partner in Deutschland vorzugehen.

Leipzig, Kabelsketal, Wunstorf: Die Spur der Drohnen

Am Abend des 4. August wurde am Flughafen Leipzig/Halle eine präparierte Drohne entdeckt, direkt neben ukrainischen Frachtmaschinen. Der Airport gilt als Drehkreuz für Rüstungslieferungen an Kiew. Berichten zufolge scheiterte der Anschlag offenbar nur an einem defekten Zünder.

Zehn Tage später fanden Ermittler auf einem angrenzenden Feld eine weitere Drohne. Daneben lagen mutmaßlich rund 50 Gramm des militärischen Sprengstoffs Hexogen. Die Bundesregierung macht Russland für den Anschlagsversuch verantwortlich, Moskau bestreitet jede Beteiligung.

Dann Wunstorf. Mitte September stieß ein Landwirt eher zufällig auf ein zerbrochenes Fluggerät nahe dem Stützpunkt, auf dem die deutsche A400M-Transportflotte stationiert ist. Laut Sicherheitskreisen ähnelt es in der Bauweise dem Leipziger Modell, mindestens ein Bauteil soll aus dem 3D-Drucker stammen. Medienberichten zufolge könnte die Drohne dort schon länger gelegen haben, womöglich bis zu zwei Jahre.

Eine „rote Linie“ ist überschritten

Brisant ist vor allem die Unterscheidung der Analysten. Leipzig habe die Truppe nur mittelbar bedroht. Im Fall Wunstorf sei dagegen „sehr wahrscheinlich von einer direkten Betroffenheit der BW als Ziel auszugehen“, heißt es in dem Papier.

Mit Drohnen als kinetischem Wirkmittel habe Moskau eine bisher angenommene rote Linie überschritten. Das vermutete Ziel sei Zersetzung: Die deutsche Unterstützung für die Ukraine solle politisch und gesellschaftlich geschwächt werden. Die Prognose klingt düster:

„kurzfristige Lageverschärfung zu erwarten und mit Aktionen in naher Zukunft zu rechnen“

Die Einschätzung stützt sich auf Erkenntnisse der Nachrichtendienste. BND-Chef Martin Jäger hatte bereits Anfang Oktober von einem „gewaltsamen Konflikt mit Russland“ gesprochen.

Starke Worte, löchrige Abwehr?

Nach Leipzig kündigte Kanzler Friedrich Merz markig an, die Urheber hybrider Angriffe würden „dafür bezahlen“. Innenminister Alexander Dobrindt plant eine schnelle Eingreiftruppe gegen Drohnen. Doch Kritiker stellen eine unbequeme Frage: Wie kann ein mutmaßlich scharfes Fluggerät womöglich monatelang unbemerkt neben einem der wichtigsten Luftwaffenstandorte liegen, bis ein Bauer darüber stolpert?

Viele Beobachter sehen darin die Quittung für Jahrzehnte, in denen die Landesverteidigung vernachlässigt und Drohnenabwehr als Nischenthema behandelt wurde. Die Rechnung für diese Versäumnisse zahlen am Ende Soldaten, Bürger und Steuerzahler.

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Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertgegenständen. Jeder Leser muss sich selbst informieren und ist für seine Anlageentscheidungen allein verantwortlich.

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