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Kettner Edelmetalle
30.01.2026
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Doktortitel-Affäre: Thüringens Ministerpräsident Voigt vor dem Sturz?

Die politische Landschaft in Thüringen wird von einem handfesten Skandal erschüttert. Mario Voigt, der CDU-Ministerpräsident des Freistaates, soll seinen Doktortitel verlieren. Die Technische Universität Chemnitz hat nach einem langwierigen Prüfungsverfahren entschieden, dem Regierungschef den akademischen Grad abzuerkennen. Ein Vorgang, der in der deutschen Politikgeschichte bereits mehrfach Karrieren beendet hat – doch Voigt denkt offenbar nicht daran, die Konsequenzen zu ziehen.

Wikipedia als Quelle? Die Vorwürfe wiegen schwer

Der Fall reicht zurück bis ins Jahr 2008, als Voigt mit seiner Dissertation über den amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf zwischen George W. Bush und John F. Kerry promoviert wurde. Später kamen Vorwürfe auf, er habe einzelne Quellen nicht im Original ausgewertet, sondern schlicht aus Sekundärliteratur übernommen. Ein klassischer Plagiatsvorwurf, der in der Vergangenheit bereits prominente Köpfe rollen ließ – man denke nur an Karl-Theodor zu Guttenberg oder Annette Schavan.

Doch Voigt gibt sich kämpferisch. Er kündigte umgehend an, gegen die Entscheidung der Universität vor dem Verwaltungsgericht zu klagen. Der wissenschaftliche Kern seiner Arbeit sei unstrittig, beteuert er. Seine Anwälte verweisen auf ein pikantes Detail: Ein von der Universität selbst beauftragter externer Gutachter habe im Februar 2025 festgestellt, dass die Dissertation eine „selbständige wissenschaftliche Leistung" darstelle, die den Ansprüchen an eine Doktorarbeit genüge.

Universität ignoriert eigenes Gutachten

Hier wird es besonders brisant. Nach Angaben von Voigts Rechtsvertretern habe die TU Chemnitz dieses entlastende Gutachten schlichtweg nicht berücksichtigt. Stattdessen seien neue Bewertungsmaßstäbe angewendet worden, die erstmals in diesem Verfahren zum Einsatz gekommen seien. „Warum die Universität ihrem eigenen Gutachten nicht folgt, ist für mich nicht nachvollziehbar", erklärte Voigt gegenüber der Presse.

Man mag sich fragen: Handelt es sich hier um eine sachlich begründete akademische Entscheidung oder um einen politisch motivierten Angriff? Die Frage drängt sich auf, zumal Voigt in Thüringen eine durchaus umstrittene Figur darstellt. Seine CDU regiert dort in einer Koalition, die von vielen Bürgern als Missachtung des Wählerwillens empfunden wird.

Ein Symptom des moralischen Verfalls in der Politik

Unabhängig davon, wie das Verwaltungsgericht letztlich entscheiden wird, offenbart dieser Fall ein tiefgreifendes Problem der deutschen Politiklandschaft. Der Doktortitel ist längst zum Statussymbol verkommen, das Türen öffnet und Gehälter steigert – wissenschaftliche Redlichkeit scheint dabei zunehmend zweitrangig zu werden. Früher wäre ein solcher Vorwurf ein klarer Rücktrittsgrund gewesen. Heute klammern sich Politiker an ihre Ämter, als gäbe es kein Morgen.

Die Bürger haben ein Recht darauf, von integren Persönlichkeiten regiert zu werden. Wer bei seiner akademischen Qualifikation schummelt, dem fehlt offensichtlich das moralische Rückgrat für ein hohes politisches Amt. Ob mit oder ohne Doktortitel – das Vertrauen in Mario Voigt dürfte bei vielen Thüringern nachhaltig erschüttert sein.

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