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Kettner Edelmetalle
10.02.2026
10:32 Uhr

Digitaler Euro: Der gläserne Bürger rückt in greifbare Nähe

Während die Europäische Zentralbank ihr Prestigeprojekt des digitalen Euro mit bemerkenswertem Eifer vorantreibt, mehren sich die warnenden Stimmen aus der Fachwelt. Ein renommierter Ökonom, der die Notenbanken von innen kennt wie kaum ein anderer, zieht nun eine ernüchternde Bilanz – und seine Worte sollten jeden Bürger aufhorchen lassen, dem seine finanzielle Freiheit noch etwas bedeutet.

Volle Anonymität? Eine Illusion

Der Direktor des Flossbach von Storch Research Institute und Leipziger Wirtschaftsprofessor Gunther Schnabl, der selbst als Senior Research Analyst bei der EZB tätig war, lässt keinen Raum für Beschönigungen. Die gleiche Anonymität wie beim Bargeld sei beim digitalen Euro schlicht ausgeschlossen. Die EZB plane ein zentrales Hauptbuch, in dem sämtliche Online-Transaktionen erfasst würden. Zwar seien auch Offline-Zahlungen vorgesehen, doch diese müssten später im zentralen System registriert beziehungsweise abgeglichen werden. Sie blieben der EZB nur dann im Detail unbekannt, wenn sie anonymisiert würden.

Und selbst dann verschwänden die Daten nicht einfach. Die Transaktionsinformationen verblieben beim Bankensystem – wobei sich der Gesetzgeber unter bestimmten Umständen jederzeit Zugang verschaffen könne. Als mögliche Tatbestände habe die EZB bereits Geldwäsche und Steuerhinterziehung ins Feld geführt. Wer glaubt, dass es dabei bleibt, hat die Dynamik staatlicher Zugriffsbegehrlichkeiten in den vergangenen Jahren offenbar nicht aufmerksam verfolgt.

Programmierbares Geld: Heute versprochen, morgen gebrochen

Besonders brisant ist die Frage der Programmierbarkeit. Die EZB plane derzeit zwar nicht, den digitalen Euro programmierbar zu gestalten. Doch digitales Geld sei im Kern Software – und Software könne Regeln wie Zweckbindungen enthalten. Schnabl bringt es auf den Punkt: Entscheidend sei nicht, was heute geplant werde, sondern was morgen politisch möglich sein könnte. Allein die Möglichkeit der Programmierung schaffe bereits Misstrauen – selbst wenn dieses Misstrauen zum jetzigen Zeitpunkt nicht gerechtfertigt sein sollte.

Was das konkret bedeuten könnte, erläuterte der Ökonom kürzlich im ZDF mit einem Beispiel, das einem das Blut in den Adern gefrieren lässt: Ein Flug nach Thailand oder Indonesien sei sehr CO₂-intensiv. Eine solche Transaktion könnte man theoretisch über einen digitalen Euro bestrafen. Der Kauf von Bio-Lebensmitteln hingegen könnte belohnt werden. Man stelle sich das einmal vor: Ein Staat, der über das Zahlungsmittel selbst bestimmt, wofür seine Bürger ihr hart verdientes Geld ausgeben dürfen. George Orwell hätte es nicht besser erfinden können.

Die Begründungen wechseln – das Ziel bleibt

Aufschlussreich ist auch die Geschichte der offiziellen Begründungen für den digitalen Euro. Ursprünglich waren es die Pläne von Facebook, eine eigene Kryptowährung namens „Libra" einzuführen, die als Rechtfertigung herhalten mussten. Nachdem Zentralbanken und Geschäftsbanken dieses Projekt erfolgreich torpediert hatten, brauchte man neue Argumente. Heute, im Schatten der transatlantischen Spannungen unter der Präsidentschaft von Donald Trump, wird gerne Europas Abhängigkeit von US-amerikanischen Zahlungsplattformen wie Visa, Mastercard oder PayPal angeführt.

Schnabl kann dem nichts abgewinnen. Er schließe sich ausdrücklich der Schweizer Nationalbank an, die keinen Bedarf für eine digitale Währung auf Verbraucherebene sehe. Die bestehenden privaten Zahlungssysteme genössen hohes Vertrauen. Dennoch plane die EZB ein zusätzliches staatliches System, das Kosten für den Steuerzahler und den Handel erzeuge. Das größte Risiko sei ein Vertrauensverlust in den Euro selbst.

Tempo statt Transparenz: Ein gefährliches Spiel

Besonders alarmierend ist der politische Zeitdruck, mit dem das Projekt vorangetrieben wird. Umfragen zeigten bereits jetzt ein hohes Maß an Skepsis in der Bevölkerung. Eine forcierte Informationskampagne der EZB könnte den Eindruck verstärken, dass hier etwas gegen den Willen der Bürger erzwungen werden solle. Der mögliche Schaden gehe weit über das Projekt selbst hinaus – er könnte dem Ansehen der EZB und des Euro insgesamt schaden. Da der digitale Euro äußerst komplex sei, hält Schnabl es für ein „Ding der Unmöglichkeit", in einer breiten Öffentlichkeit alle Zweifel auszuräumen.

Mit seiner Kritik steht der Leipziger Professor keineswegs allein. Auch andere Ökonomen äußern zunehmend Zweifel. Es handle sich um ein staatliches Zahlungssystem, das technisch mehr könne als Bargeld – und damit auch mehr, als eine freie Gesellschaft brauchen sollte. Selbst der frühere „Wirtschaftsweise" Peter Bofinger bezeichnete die EZB in der Neuen Zürcher Zeitung als „Geisterfahrer": Während andere Notenbanken solche Pläne bereits aufgegeben hätten, schaffe die EZB unnötig neues Zentralbankgeld und riskiere Vertrauen und Stabilität ohne erkennbaren Mehrwert.

Bargeld ist Freiheit – und physische Werte sind Sicherheit

In Deutschland wie in Österreich genießt Bargeld nach wie vor besonders hohes Vertrauen. Die Bürger wollen daran festhalten – und sie haben allen Grund dazu. Bargeld ist die letzte Rückfallposition, wenn Technik versagt, wenn Systeme ausfallen, wenn politische Begehrlichkeiten überhandnehmen. Es ist, wie Schnabl treffend formulierte, ein Freiheitsanker, den man nicht leichtfertig aufs Spiel setzen darf.

Wer angesichts dieser Entwicklungen über den Schutz seines Vermögens nachdenkt, kommt an einer unbequemen Wahrheit nicht vorbei: In einer Welt, in der digitales Geld programmierbar, überwachbar und potenziell einschränkbar wird, gewinnen physische Werte eine völlig neue Bedeutung. Gold und Silber kennen keine Programmierbarkeit, keine zentrale Datenerfassung und keinen staatlichen Zugriff per Mausklick. Sie sind seit Jahrtausenden das, was der digitale Euro niemals sein wird – wahrhaft anonymes, unabhängiges und wertbeständiges Geld. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten physische Edelmetalle genau jene Sicherheit und Unabhängigkeit, die der digitale Euro systematisch zu untergraben droht.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Wir übernehmen keine Haftung für individuelle Anlageentscheidungen unserer Leser.

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