
Deutschlands Wohnungsmarkt im freien Fall: Eine halbe Million Seniorenwohnungen fehlt
Was jahrelang von Politikern aller Couleur vollmundig versprochen wurde – 400.000 neue Wohnungen pro Jahr –, entpuppt sich einmal mehr als hohle Phrase. Das aktuelle Frühjahrsgutachten des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) liest sich wie ein Offenbarungseid der deutschen Wohnungsbaupolitik. Der Neubau bricht ein, die Bauwirtschaft taumelt, und ausgerechnet jene Generation, die dieses Land über Jahrzehnte aufgebaut hat, steht vor verschlossenen Türen: Zwischen 400.000 und 500.000 Wohnungen für Senioren fehlen – heute schon.
Systemkrise statt Konjunkturdelle
Die Immobilienexperten des ZIA sprechen nicht mehr von einem vorübergehenden Durchhänger. Sie sprechen von einer tiefgreifenden Störung im gesamten Wohnungssektor. Projekte werden verschoben, aufgegeben, gar nicht erst begonnen. ZIA-Präsidentin Iris Schöberl stellte bei der Vorstellung des Gutachtens in Berlin unmissverständlich klar: Die aktuellen Wirtschaftsdaten seien kein kurzfristiger Ausrutscher, sondern Ausdruck einer grundlegenden strukturellen Schwäche.
Wer sich fragt, wie es so weit kommen konnte, muss nicht lange suchen. Explodierende Baukosten, eine erdrückende Regulierungswut, astronomische Energiepreise und Finanzierungskosten, die jeden Projektentwickler in die Flucht schlagen – das ist das Ergebnis einer Politik, die jahrelang lieber über Gendersternchen und Lastenfahrräder debattierte, statt die Grundlagen für bezahlbares Wohnen zu schaffen. Die Bürokratie in Deutschland hat ein Ausmaß erreicht, das jeden Bauherrn zur Verzweiflung treibt. Genehmigungsverfahren, die sich über Jahre hinziehen, Auflagen, die sich gegenseitig widersprechen, und eine Energiepolitik, die Planungssicherheit zum Fremdwort degradiert hat.
Die vergessene Generation: Senioren ohne Dach über dem Kopf
Besonders erschreckend ist die Lage beim Seniorenwohnen. Deutschland altert – das ist keine Neuigkeit. Doch was die Politik daraus gemacht hat, grenzt an Fahrlässigkeit. Hunderttausende ältere Menschen sind auf barrierefreie oder zumindest barrierearme Wohnungen angewiesen. Ein Segment, das am Markt sträflich vernachlässigt wurde. Und es wird schlimmer: Bis zum Jahr 2035 könnte die Versorgungslücke im Bereich des barrierearmen Wohnens laut den Gutachtern auf unfassbare 3,7 Millionen Einheiten anwachsen.
Man muss sich diese Zahl auf der Zunge zergehen lassen. 3,7 Millionen. Das ist nicht einfach eine statistische Größe – das sind Millionen von Menschen, die in ihren eigenen vier Wänden gefangen sein werden, weil Treppen zu Hindernissen und Badezimmer zu Gefahrenzonen werden. Menschen, die ihr Leben lang in die Sozialsysteme eingezahlt haben und nun feststellen müssen, dass der Staat sie im Alter im Stich lässt.
Politisches Versagen mit Ansage
Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat zwar ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur aufgelegt – doch ob davon nennenswerte Mittel in den Wohnungsbau fließen werden, steht in den Sternen. Stattdessen werden Generationen mit Schulden belastet, deren Zinslast über Steuern und Abgaben finanziert werden muss. Ein Teufelskreis, der die ohnehin angespannte Lage auf dem Immobilienmarkt weiter verschärfen dürfte.
Die Immobilienweisen fordern strukturelle Reformen: weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungsverfahren, verlässliche Rahmenbedingungen. Forderungen, die seit Jahren gebetsmühlenartig wiederholt werden – und seit Jahren an der politischen Realität abprallen wie Regentropfen an einer Glasscheibe. Solange in deutschen Amtsstuben mehr Energie auf die Einhaltung absurder Vorschriften verwendet wird als auf die tatsächliche Schaffung von Wohnraum, wird sich an dieser Misere nichts ändern.
Wohnraum als soziale Zeitbombe
Die Wohnungsfrage ist längst keine reine Bau- oder Investitionsfrage mehr. Sie ist zur sozialen Sprengladung geworden. Wenn eine Gesellschaft es nicht schafft, ihren Bürgern – und insbesondere ihren älteren Bürgern – ein würdiges Dach über dem Kopf zu bieten, dann hat sie ein fundamentales Problem. Und dieses Problem wird nicht durch noch mehr Regulierung gelöst, sondern durch den Mut, endlich die richtigen Weichen zu stellen: Bürokratieabbau, steuerliche Anreize für den Wohnungsbau und eine Rückbesinnung auf das, was wirklich zählt – nämlich die Bedürfnisse der Menschen, die in diesem Land leben und arbeiten.
Wer angesichts solcher Entwicklungen sein Vermögen schützen möchte, sollte über eine breite Diversifikation nachdenken. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade in Zeiten, in denen Immobilienmärkte ins Wanken geraten und die Inflation durch schuldenfinanzierte Sondervermögen weiter angeheizt wird. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Anlageentscheidungen und deren Folgen übernehmen wir keinerlei Haftung.
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