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Kettner Edelmetalle
25.02.2026
09:44 Uhr

Deutschlands Schuldenloch wächst: Fast 120 Milliarden Euro Defizit – und das Schlimmste steht noch bevor

Die Zahlen sind ernüchternd, doch für aufmerksame Beobachter der deutschen Finanzpolitik kaum überraschend: Das Statistische Bundesamt hat die Haushaltslage für 2025 nach oben korrigiert – nach oben wohlgemerkt beim Defizit, nicht bei den Überschüssen. 119,1 Milliarden Euro beträgt das Finanzierungsloch von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung. Bezogen auf die Wirtschaftsleistung sind das 2,7 Prozent – deutlich mehr als die zunächst geschätzten 2,4 Prozent. Man fragt sich unwillkürlich: Wer hat hier eigentlich gerechnet?

Der Bund als größter Schuldentreiber

Besonders pikant ist die Verteilung des Defizits. Rund zwei Drittel – satte 79,6 Milliarden Euro – entfallen allein auf den Bund. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Anstieg um 18,6 Milliarden Euro. Zur Erinnerung: 2024 lag das Bundesdefizit noch bei 60,9 Milliarden Euro. Ein Zuwachs von über 30 Prozent binnen eines Jahres. Auch die Gemeinden verzeichneten einen kräftigen Defizitzuwachs auf 28,1 Milliarden Euro, nach 21,0 Milliarden im Vorjahr.

Immerhin konnten die Bundesländer ihr Minus auf 9,8 Milliarden Euro mehr als halbieren, und auch die Sozialversicherung reduzierte ihr Defizit von 11,8 auf 1,7 Milliarden Euro. Doch diese Lichtblicke verblassen angesichts der Gesamtbilanz. Alle vier Teilsektoren des Staates schrieben rote Zahlen. Ausnahmslos.

Steigende Einnahmen – und trotzdem reicht es nicht

Was die Situation besonders beunruhigend macht: Die Einnahmen des Staates sind keineswegs eingebrochen. Im Gegenteil. Sie stiegen 2025 um beachtliche 5,7 Prozent auf 2.140,2 Milliarden Euro. Die Sozialbeiträge legten sogar um 8,9 Prozent zu – eine Entwicklung, die vor allem die arbeitende Bevölkerung und den Mittelstand empfindlich trifft. Die laufenden Steuereinnahmen kletterten um 3,5 Prozent auf über eine Billion Euro. Selbst die Erbschaftsteuer spülte dank eines erhöhten Erbaufkommens zusätzliches Geld in die Kassen.

Und dennoch: Die Ausgaben wuchsen schneller als die Einnahmen. Der Staat gibt mehr aus, als er einnimmt – trotz Rekordsteuereinnahmen. Das ist kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen. Oder besser gesagt: politischer Fehlentscheidungen.

Das 500-Milliarden-Sondervermögen als Brandbeschleuniger

Wer nun glaubt, die Talsohle sei erreicht, der irrt gewaltig. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft prognostiziert für das laufende Jahr ein Defizit von 3,5 Prozent der Wirtschaftsleistung – und für 2027 sogar 4,0 Prozent. Damit würde Deutschland die Maastricht-Grenze von drei Prozent reißen, jene Schwelle, deren Überschreitung man Ländern wie Frankreich jahrelang vorgeworfen hat. Die Ironie könnte kaum bitterer sein.

Der Haupttreiber dieser Entwicklung? Das von der neuen Großen Koalition unter Friedrich Merz beschlossene 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität sowie die steigenden Verteidigungsausgaben. Man erinnere sich: Merz hatte im Wahlkampf versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Nun werden Generationen von Steuerzahlern die Zinslast dieser gigantischen Kreditaufnahme schultern müssen. Ein Versprechen, das schneller gebrochen wurde als die Tinte auf dem Koalitionsvertrag trocknen konnte.

Wenn Sondervermögen nichts anderes als Sonderschulden sind

Der euphemistische Begriff „Sondervermögen" ist dabei an Zynismus kaum zu überbieten. Es handelt sich schlicht um Schulden – Schulden, die außerhalb der regulären Schuldenbremse aufgenommen werden und damit die ohnehin schon löchrige fiskalische Disziplin weiter untergraben. Dass die Klimaneutralität bis 2045 nun sogar im Grundgesetz verankert wurde, macht die Sache nicht besser, sondern schafft einen verfassungsrechtlichen Ausgabenzwang, der künftigen Regierungen jeglichen Handlungsspielraum nimmt.

Die EU-Stabilitätskriterien, einst als eisernes Korsett der Haushaltsdisziplin gedacht, verkommen zunehmend zur Makulatur. Wenn selbst Deutschland – einst der Zuchtmeister solider Finanzen in Europa – die Drei-Prozent-Marke zu reißen droht, wer soll dann noch an die Verbindlichkeit europäischer Fiskalregeln glauben?

Gold als Anker in stürmischen Zeiten

Für den deutschen Bürger bedeutet diese Entwicklung vor allem eines: Die schleichende Entwertung seiner Ersparnisse wird sich fortsetzen. Steigende Staatsausgaben, wachsende Schulden und die damit verbundene Inflationsgefahr machen es umso wichtiger, das eigene Vermögen auf ein solides Fundament zu stellen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – gerade in Zeiten, in denen Regierungen die Druckerpresse anwerfen und fiskalische Disziplin zum Fremdwort verkommt. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Für individuelle Anlageentscheidungen ist jeder Leser selbst verantwortlich. Wir übernehmen keine Haftung für etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels resultieren könnten.

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