
Deutschlands Industriesterben geht weiter: Jungheinrich opfert 380 Arbeitsplätze auf dem Altar der Globalisierung
Wieder einmal zeigt sich das wahre Gesicht der deutschen Wirtschaftspolitik: Während Konzerne satte Gewinne einfahren, werden fleißige Arbeitnehmer auf die Straße gesetzt. Der Gabelstaplerhersteller Jungheinrich verkündet die Schließung seines Werks in Lüneburg bis 2027 – 380 Familien verlieren ihre Existenzgrundlage. Das Pikante daran: Der Konzern erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Jahresüberschuss von 289 Millionen Euro.
Die Begründung des Managements klingt wie aus dem Lehrbuch der Unternehmensberater: Man müsse die "internationale Wettbewerbsfähigkeit stärken" und setze auf eine "globale Effizienzstrategie". Übersetzt bedeutet das nichts anderes, als dass deutsche Arbeitsplätze zugunsten billigerer Produktionsstandorte geopfert werden. Ein Muster, das sich in der deutschen Industrielandschaft immer häufiger zeigt.
Profite vor Menschen – die neue deutsche Realität
Mit einem Umsatz von 5,4 Milliarden Euro im Jahr 2024 kann man bei Jungheinrich wahrlich nicht von einer Krise sprechen. Dennoch entscheidet sich das Unternehmen für einen radikalen Kahlschlag: Weltweit sollen 1000 Stellen wegfallen, neben Lüneburg sind auch die Standorte Hamburg und Norderstedt betroffen. Das Ziel? Bis 2030 will man die magische Marke von zehn Milliarden Euro Umsatz knacken – koste es, was es wolle.
Die Argumentation, das Werk in Lüneburg passe nicht mehr ins "Produktionskonzept", offenbart die ganze Kälte moderner Konzernstrategien. Jahrzehntelange Erfahrung, gewachsene Strukturen und regionale Verwurzelung zählen nichts mehr, wenn die Excel-Tabellen der Controller eine andere Sprache sprechen. Stattdessen setzt man auf "Zentralisierung, Automatisierung und internationale Ausrichtung" – Worthülsen, die den Betroffenen nicht helfen werden, ihre Rechnungen zu bezahlen.
Der Preis der geopolitischen Wirren
Als wäre der Stellenabbau nicht genug, belastet auch der überstürzte Rückzug aus Russland die Bilanz. Die dortige Tochtergesellschaft wurde für höchstens 40 Prozent des Marktwerts verscherbelt – ein Verlustgeschäft, das die Aktionäre zu spüren bekommen werden. Das erwartete operative Ergebnis sinkt auf magere 160 bis 230 Millionen Euro. Man fragt sich unwillkürlich, ob diese geopolitischen Abenteuer wirklich im Interesse der deutschen Wirtschaft liegen.
"Transformation als Voraussetzung für künftigen Erfolg" – so verkauft Jungheinrich den Kahlschlag. Doch für wen ist dieser Erfolg gedacht? Sicher nicht für die 380 Familien in Lüneburg, die nun vor einer ungewissen Zukunft stehen.
Ein Symptom des deutschen Niedergangs
Die Jungheinrich-Entscheidung reiht sich nahtlos ein in eine Serie von Hiobsbotschaften aus der deutschen Industrie. Siemens stoppt die Produktion in Erlangen, Bayer streicht 500 Stellen in Frankfurt-Höchst, die Traditionsbrauerei Oettinger macht in Braunschweig dicht, und Technisat verlagert die Produktion von Schöneck nach Polen. Ein Muster, das sich durch alle Branchen zieht: Deutsche Arbeitsplätze werden geopfert, während die Politik tatenlos zusieht oder sogar noch Öl ins Feuer gießt.
Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hatte versprochen, keine neuen Schulden zu machen. Stattdessen plant man nun ein 500 Milliarden Euro schweres "Sondervermögen" für Infrastruktur – ein Euphemismus für neue Schulden, die kommende Generationen belasten werden. Gleichzeitig treibt man mit der im Grundgesetz verankerten Klimaneutralität bis 2045 die Energiekosten in schwindelerregende Höhen und macht den Standort Deutschland für produzierende Unternehmen immer unattraktiver.
Die wahren Gewinner der Globalisierung
Während in Lüneburg die Lichter ausgehen, freuen sich Investoren über "schlanke Prozesse" und "strukturelle Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum". Die Digitalisierung und Automatisierung, die Jungheinrich als Heilsbringer preist, bedeutet in der Realität vor allem eines: weniger Arbeitsplätze für normale Menschen. Die vielgepriesene "Flexibilität gegenüber Marktschwankungen" ist nichts anderes als die Möglichkeit, Mitarbeiter je nach Börsenkurs vor die Tür zu setzen.
Es ist höchste Zeit, dass die deutsche Politik aufwacht und erkennt, was hier geschieht. Die Deindustrialisierung Deutschlands schreitet mit Siebenmeilenstiefeln voran, befeuert durch ideologische Klimapolitik, explodierende Energiekosten und eine Regierung, die lieber Gendersternchen zählt als Arbeitsplätze zu sichern. Die 380 Stellen bei Jungheinrich sind nur die Spitze des Eisbergs – wenn nicht bald ein radikaler Kurswechsel erfolgt, wird Deutschland seine Position als Industrienation endgültig verspielen.
In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr: Wer sein Vermögen sichern will, sollte nicht allein auf die Versprechen von Konzernen und Politik vertrauen. Physische Edelmetalle bieten einen bewährten Schutz vor den Unwägbarkeiten einer zunehmend instabilen Wirtschaftslage – ein Anker der Stabilität in stürmischen Zeiten.
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