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Kettner Edelmetalle
15.02.2026
06:46 Uhr

Deutschlands Gasspeicher im freien Fall: Droht eine Versorgungskrise historischen Ausmaßes?

Deutschlands Gasspeicher im freien Fall: Droht eine Versorgungskrise historischen Ausmaßes?

Was sich derzeit in den unterirdischen Kavernen und Porenlagerstätten der Bundesrepublik abspielt, sollte jedem Bürger kalte Schauer über den Rücken jagen – und das nicht nur wegen der winterlichen Temperaturen. Die deutschen Erdgasspeicher sind auf einen Füllstand von gerade einmal 24,7 Prozent abgesackt. Der Bundesverband Erdgas, Erdöl und Geoenergie (BVEG) warnt unmissverständlich: Sollte der März ähnlich kalt ausfallen wie im Jahr 2018, stünde Deutschland vor einer „echten Knappheit". Man muss sich diese Worte auf der Zunge zergehen lassen – ein Branchenverband spricht offen von Knappheit in einem der reichsten Industrieländer der Welt.

Ein Verband stellt die entscheidende Frage

Dr. Ludwig Möhring, Hauptgeschäftsführer des BVEG, formulierte gegenüber Medien eine Frage, die in ihrer Schlichtheit geradezu erschütternd wirkt: „Haben wir ein strukturelles Speicherbefüllungsproblem?" Die Antwort dürfte jedem klar sein, der die energiepolitischen Irrwege der vergangenen Jahre auch nur halbwegs aufmerksam verfolgt hat. Natürlich haben wir ein strukturelles Problem. Es ist das Ergebnis einer Politik, die ideologische Wunschträume über die Versorgungssicherheit eines 83-Millionen-Volkes gestellt hat.

Möhring gab sich zwar vorsichtig optimistisch und erklärte, sein Verband gehe davon aus, dass es nicht zu einer echten Knappheit komme – sofern der März keine wochenlange Kälteperiode bringe. Doch genau hier liegt das Problem: Die Energieversorgung eines Industrielandes auf das Prinzip Hoffnung zu stützen, ist kein Zeichen von Kompetenz, sondern von fahrlässigem Versagen. Seit wann ist es akzeptabel, dass die Frage, ob Deutsche im Warmen sitzen, vom Wetter abhängt wie in einem Entwicklungsland?

Bayerns Speicher in dramatischer Lage

Besonders alarmierend ist die Situation im Freistaat Bayern. Dort liegt der Gesamtfüllstand der Gasspeicher bei lediglich 18,1 Prozent. Bayerns größter Speicher Breitbrunn – zugleich Deutschlands drittgrößter – fasst nur noch 12,7 Prozent seiner Kapazität. Dabei müsste gerade in Bayern ein überdurchschnittlich hoher Füllstand vorgehalten werden, weil der Transport von Gas in den Süden aufwendiger und teurer ist als die Versorgung norddeutscher Regionen.

Die große Entfernung zu den LNG-Terminals an der Nordseeküste könnte sich für den Freistaat zu einer modernen Form der „Revierferne" entwickeln – ein Begriff, der historisch die Schwierigkeit beschreibt, Kohle aus dem Ruhrgebiet in die rohstoffarmen Gebiete Süd- und Ostdeutschlands zu transportieren. Was einst ein Standortnachteil der Industrialisierung war, droht sich nun in einer neuen Variante zu wiederholen. Geschichte wiederholt sich eben doch – nur diesmal nicht als Farce, sondern als potenzielle Katastrophe.

Deutschlands größter Speicher fast leer

Noch dramatischer sieht es im niedersächsischen Rehden aus, dem größten Gasspeicher Deutschlands. Dort wurde ein Füllstand von erschreckenden 7,1 Prozent gemeldet. Bei derart niedrigem Druck dürfte die maximale Ausspeicherungsgeschwindigkeit bereits erheblich gemindert sein. Zwar sind die Speicher bei einem Stand von null Prozent aus technischen Gründen nicht vollständig leer – eine gewisse Gasmenge muss stets in den unterirdischen Lagerstätten verbleiben –, doch der Puffer wird mit jedem Tag dünner.

Auch die Nachbarn kämpfen mit leeren Speichern

Der Blick über die Grenzen bietet wenig Trost. Sämtliche niederländischen Gasspeicher haben die Marke von 26 Prozent unterschritten, der landesweite Gesamtfüllstand liegt sogar unter 18 Prozent. Das ist von erheblicher Bedeutung für Deutschland, denn die Niederlande sind nach Norwegen das wichtigste Lieferland für die Bundesrepublik. Ein Großteil des als Flüssiggas importierten und anschließend regasifizierten Erdgases wird durch das Königreich an der Nordsee hindurchgeleitet, bevor es deutsche Verbraucher erreicht. Wenn dort die Speicher leer sind, wird es auch für uns eng.

Ein relativer Lichtblick bleibt Österreich: Die Alpenrepublik verfügt noch über einen Füllstand von knapp 41 Prozent, wobei etwa die Hälfte als strategische Reserve aus Bundesmitteln finanziert wurde. Der von der verstaatlichten SEFE (ehemals Gazprom Germania) betriebene Speicher Haidach, der zur Versorgung Bayerns und Süddeutschlands beiträgt, steht bei 30,6 Prozent. Dass ausgerechnet Österreich besser dasteht als Deutschland, sollte den Verantwortlichen in Berlin zu denken geben.

LNG als Rettungsanker – aber zu welchem Preis?

Der BVEG verweist darauf, dass global genügend LNG-Tanker zur Verfügung stünden, um mehr Flüssiggas nach Europa zu bringen. Wie viel davon tatsächlich in Europa anlande, sei „letztlich eine Preisfrage". Eine Umleitung von Tankern, auch aus Asien, sei „grundsätzlich möglich". Doch diese Worte klingen weniger nach Entwarnung als nach einer Warnung an die Geldbeutel der Bürger. Denn wenn Deutschland auf dem Weltmarkt um LNG-Lieferungen konkurrieren muss, werden die Preise unweigerlich steigen – und diese Kosten landen am Ende auf den Nebenkostenabrechnungen der Verbraucher.

Die Gaspreise spiegelten derzeit noch keine große Marktunruhe wider, so Möhring. Doch er fügte vielsagend hinzu: „Wenn es knapper wird, mögen auch die Preise noch einmal steigen." Das ist die diplomatische Umschreibung für das, was Millionen deutsche Haushalte erwartet: eine weitere Explosion der Energiekosten.

Die Wurzel des Übels: Politisches Versagen auf ganzer Linie

Man muss kein Energieexperte sein, um zu erkennen, dass die aktuelle Misere das direkte Ergebnis jahrelanger energiepolitischer Fehlentscheidungen ist. Der freiwillige Verzicht auf günstiges russisches Pipeline-Gas, der ideologisch motivierte Ausstieg aus der Kernenergie, die naive Fixierung auf volatile erneuerbare Energien – all das hat Deutschland in eine Abhängigkeit von teurem LNG getrieben, das auf dem Weltmarkt mit asiatischen Abnehmern um die Wette ersteigert werden muss.

Dass die Wiederauffüllung der Speicher über den Sommer 2026 angesichts der niedrigen Ausgangsfüllstände eine gewaltige Herausforderung darstellen wird, liegt auf der Hand. Die Kosten dafür werden die Gaspreise weiter in die Höhe treiben – mit verheerenden Folgen für die ohnehin angeschlagene deutsche Industrie und die bereits stark belasteten Privathaushalte. Jedes Eichhörnchen, so möchte man sarkastisch anmerken, weiß besser als die politische Klasse in Berlin, dass man im Sommer Vorräte für den Winter anlegen muss.

Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur auf den Weg gebracht und die Klimaneutralität bis 2045 im Grundgesetz verankert. Doch während man sich in Berlin mit Schulden und Zukunftsvisionen beschäftigt, frieren die Bürger im Hier und Jetzt. Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, dass ein Land, das einst als Ingenieurnation bewundert wurde, nicht einmal mehr seine Gasversorgung sicherstellen kann. Die Rechnung für diese Politik wird kommen – spätestens mit der nächsten Nebenkostenabrechnung.

In Zeiten derartiger wirtschaftlicher Unsicherheit und drohender Energiepreissteigerungen erweisen sich physische Edelmetalle einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Gold und Silber kennen keine Heizperiode, keine leeren Speicher und keine politischen Fehlentscheidungen – sie bewahren ihren Wert seit Jahrtausenden und gehören als Beimischung in jedes breit gestreute Anlageportfolio.

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