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Kettner Edelmetalle
09.04.2026
09:09 Uhr

Deutsches Gesundheitssystem versagt: Tausende sterben unnötig, während die Schweiz uns davonzieht

Es ist eine Nachricht, die aufrütteln sollte – und die doch im politischen Berlin kaum Wellen schlagen dürfte: Deutschland fällt bei der Vermeidung unnötiger Todesfälle immer weiter hinter seine westeuropäischen Nachbarn zurück. Nicht etwa, weil wir zu wenig Geld ins Gesundheitssystem pumpen. Sondern weil dieses System an grundlegenden Stellen versagt.

Eine Studie, die unbequeme Wahrheiten offenlegt

Forscher des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) sowie der Universitäten Groningen und Oldenburg haben in der Fachzeitschrift European Journal of Population eine Studie veröffentlicht, deren Ergebnisse man nur als beschämend bezeichnen kann. Ausgewertet wurden Daten aus 581 europäischen Regionen im Zeitraum von 2002 bis 2019. Das Resultat: Obwohl Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten durchaus Fortschritte bei der Reduzierung vermeidbarer Sterblichkeit erzielt habe, sei der Rückstand zu vielen Regionen Westeuropas nicht geschrumpft. Im Vergleich zur Schweiz habe sich der Abstand sogar vergrößert.

Als vermeidbar gelten dabei jene Todesfälle, die bei effizienter medizinischer Behandlung oder durch präventive Maßnahmen hätten verhindert werden können. Wir reden also nicht über schicksalhafte Erkrankungen, gegen die kein Kraut gewachsen wäre. Wir reden über Menschen, die noch leben könnten – wenn das System funktionieren würde.

Der Nordosten als trauriger Spitzenreiter

Besonders alarmierend ist die Lage im Nordosten der Republik. Nordthüringen, Ostniedersachsen sowie weite Teile von Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern weisen laut der Studie kontinuierlich überdurchschnittlich hohe Zahlen bei der vermeidbaren Sterblichkeit auf. Mitautor Michael Mühlichen vom BiB formulierte es diplomatisch: „Im Gegensatz zu vielen anderen westeuropäischen Gebieten weisen viele deutsche Regionen kontinuierlich höhere Zahlen bei der vermeidbaren Sterblichkeit auf." Man könnte es auch deutlicher sagen: Mehr als drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung sterben in Ostdeutschland immer noch mehr Menschen an vermeidbaren Ursachen als in vergleichbaren Regionen der Schweiz, Italiens oder Spaniens.

Während die Schweiz, weite Teile Italiens, Frankreichs und Spaniens als stabile sogenannte „Coldspots" identifiziert wurden – also Regionen mit besonders niedriger vermeidbarer Sterblichkeit –, schaffte es innerhalb Deutschlands lediglich die Region zwischen Tübingen und Ulm zeitweise in diese Kategorie. Ein einziger Lichtblick in einem ansonsten düsteren Bild.

Milliarden fließen – doch wohin eigentlich?

Man muss sich diese Zahlen auf der Zunge zergehen lassen. Deutschland gibt pro Kopf mehr für sein Gesundheitssystem aus als die meisten europäischen Länder. Die Krankenkassenbeiträge steigen und steigen, die Bürokratie wuchert, und dennoch schaffen es unsere Nachbarn mit teilweise deutlich schlankeren Strukturen, ihre Bevölkerung besser vor vermeidbaren Todesfällen zu schützen. Wo versickern die Milliarden? In aufgeblähten Verwaltungsapparaten? In einer Gesundheitspolitik, die sich lieber mit ideologischen Prestigeprojekten beschäftigt als mit der medizinischen Grundversorgung auf dem Land?

Die Forscher selbst sehen die Gründe für die regionalen Unterschiede in zwei Bereichen: Einerseits in der unterschiedlichen Effizienz bei Früherkennung und Behandlung von Krankheiten, andererseits im gesundheitsrelevanten Verhalten der Bevölkerung. Mühlichen betonte, dass gerade im Bereich Prävention in Deutschland noch erhebliches Aufholpotenzial bestehe – insbesondere bei den häufigsten Risikofaktoren wie Rauchen, übermäßigem Alkoholkonsum, ungesunder Ernährung und Bewegungsmangel.

Sozioökonomische Faktoren als Schlüssel

Doch die Studie offenbart noch eine tiefere Wahrheit, die politisch unbequem ist: Die gesundheitlichen Ungleichheiten lassen sich nicht allein durch Unterschiede zwischen nationalen Gesundheitssystemen erklären. Einkommen, Bildung und Beschäftigungsperspektiven spielen eine ebenso gewichtige Rolle. Forschungsgruppenleiter Pavel Grigoriev vom BiB forderte daher, gesundheitspolitische Maßnahmen stärker an regionalen Bedarfen auszurichten, die sich aus den sozialen Bedingungen und gesundheitsrelevanten Verhaltensweisen ergäben.

Übersetzt heißt das: Wer die strukturschwachen Regionen Ostdeutschlands jahrzehntelang vernachlässigt, wer jungen Menschen dort keine Perspektiven bietet, wer Krankenhäuser schließt und Arztpraxen auf dem Land verwaisen lässt, der darf sich nicht wundern, wenn dort mehr Menschen sterben als nötig. Es ist die bittere Quittung einer Politik, die sich in Berlin und Brüssel in großen Visionen ergeht, während in der Fläche die Grundversorgung erodiert.

Ein Systemversagen mit Ansage

Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz hat sich viel vorgenommen – ein 500-Milliarden-Sondervermögen für Infrastruktur etwa. Doch ob davon auch nur ein Bruchteil in die medizinische Versorgung strukturschwacher Regionen fließen wird, darf bezweifelt werden. Stattdessen werden die Schulden der kommenden Generationen aufgetürmt, während die eigentlichen Probleme – der Ärztemangel auf dem Land, die marode Krankenhausinfrastruktur, die fehlende Prävention – weiter vor sich hin schwelen.

Es ist ein Trauerspiel. Während die Schweiz, ein Land ohne EU-Mitgliedschaft und ohne die Segnungen einer deutschen Bürokratie, seine Bürger immer besser vor vermeidbaren Todesfällen schützt, diskutiert man hierzulande lieber über Gendersprache und Klimaneutralität. Die Prioritäten könnten kaum falscher gesetzt sein. Denn was nützt das ambitionierteste Klimaziel, wenn die Menschen schon an behandelbaren Krankheiten sterben, bevor sie den Klimawandel überhaupt erleben können?

Diese Studie sollte ein Weckruf sein. Für die Politik, für die Krankenkassen, für jeden einzelnen Bürger. Denn hinter den nüchternen Zahlen stehen reale Menschen – Väter, Mütter, Kinder –, die noch leben könnten. Wenn dieses Land endlich seine Prioritäten richtig setzen würde.

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