
Deutsche Industrie im freien Fall: Dezember-Zahlen offenbaren dramatischen Niedergang
Die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes lesen sich wie ein wirtschaftliches Armutszeugnis für den einstigen Industriestandort Deutschland. Die preisbereinigte Produktion im Produzierenden Gewerbe ist im Dezember 2025 gegenüber dem Vormonat um satte 1,9 Prozent eingebrochen. Was sich hinter dieser nüchternen Statistik verbirgt, ist nichts Geringeres als der fortschreitende Verfall einer einst stolzen Industrienation.
Automobilindustrie und Maschinenbau am Boden
Besonders erschreckend präsentiert sich die Lage in den traditionellen Kernbranchen der deutschen Wirtschaft. Die Automobilindustrie verzeichnete einen Produktionsrückgang von 8,9 Prozent, der Maschinenbau musste ein Minus von 6,8 Prozent hinnehmen. Bei der Wartung und Montage von Maschinen brach die Produktion sogar um katastrophale 17,6 Prozent ein. Diese Zahlen sind keine vorübergehenden Schwankungen – sie sind Symptome einer tiefgreifenden strukturellen Krise.
Während die Politik sich jahrelang mit ideologischen Debatten über Gendersprache und Klimaaktivismus beschäftigte, verlor Deutschland schleichend seine industrielle Basis. Die Energiepreise explodierten, die Bürokratie wucherte, und die Wettbewerbsfähigkeit erodierte. Das Ergebnis liegt nun schwarz auf weiß vor uns.
Lichtblicke bleiben Ausnahmen
Fairerweise muss erwähnt werden, dass nicht alle Bereiche gleichermaßen betroffen sind. Die Herstellung von Metallerzeugnissen konnte um 3,2 Prozent zulegen, der sonstige Fahrzeugbau – also Flugzeuge, Schiffe, Züge und Militärfahrzeuge – verzeichnete sogar ein Plus von 10,5 Prozent. Auch das Baugewerbe zeigte mit einem Anstieg von 3,0 Prozent positive Tendenzen, wobei der Hochbau mit 8,4 Prozent besonders hervorstach.
Doch diese vereinzelten Lichtblicke können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Industrieproduktion insgesamt um 3,0 Prozent schrumpfte. Die Produktion von Investitionsgütern – ein entscheidender Indikator für die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit – brach um 5,3 Prozent ein.
Energieintensive Industrien: Ein Trauerspiel
Besonders dramatisch gestaltet sich die Situation in den energieintensiven Industriezweigen. Hier lag die Produktion im Dezember 2025 kalenderbereinigt um 2,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der langfristige Vergleich offenbart das ganze Ausmaß der Misere: Gegenüber dem Jahr 2021 ist die Produktion in diesen Branchen um erschreckende 17,8 Prozent eingebrochen.
Diese Entwicklung ist das direkte Resultat einer verfehlten Energiepolitik, die ideologische Ziele über wirtschaftliche Vernunft stellte.
Die Abschaltung der Kernkraftwerke, der überhastete Ausstieg aus fossilen Energieträgern und die mangelnde Planungssicherheit haben ganze Industriezweige in die Flucht getrieben oder zur Aufgabe gezwungen.
Jahresbilanz 2025: Ein verlorenes Jahr
Die Gesamtbilanz für das Jahr 2025 fällt entsprechend ernüchternd aus. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe lag kalenderbereinigt 1,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Industrie verzeichnete ein Minus von 1,3 Prozent, das Baugewerbe schrumpfte um 1,7 Prozent. Einzig die Energieerzeugung konnte mit einem Plus von 1,6 Prozent zulegen – ein schwacher Trost angesichts der desaströsen Gesamtentwicklung.
Der Maschinenbau, einst das Rückgrat der deutschen Exportwirtschaft, musste einen Rückgang von 2,6 Prozent verkraften. Die Automobilindustrie, lange Zeit der Stolz der Nation, schrumpfte um 1,7 Prozent. Diese Zahlen sind nicht nur Statistiken – sie bedeuten verlorene Arbeitsplätze, geschlossene Betriebe und zerstörte Existenzen.
Was muss sich ändern?
Deutschland braucht dringend eine wirtschaftspolitische Kehrtwende. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz steht vor der gewaltigen Aufgabe, den industriellen Niedergang zu stoppen und umzukehren. Doch das geplante 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen wird die Probleme nicht lösen, wenn nicht gleichzeitig die strukturellen Ursachen angegangen werden: überbordende Bürokratie, hohe Energiekosten und eine Steuerlast, die Unternehmen in die Knie zwingt.
In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und industriellen Niedergangs gewinnt die Absicherung des eigenen Vermögens an Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt und können als sinnvolle Ergänzung eines breit gestreuten Anlageportfolios zur Vermögenssicherung beitragen.

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