
Der Kontrollstaat wächst: Zwei Drittel der Deutschen fühlen sich vom Staat gegängelt

Es ist ein Befund, der Bände spricht über den Zustand unserer Republik: Eine deutliche Mehrheit der Bürger empfindet den deutschen Staat inzwischen als übergriffigen Aufpasser, der immer tiefer in die persönliche Freiheit eingreift. Das förderte eine aktuelle Erhebung des Instituts für Demoskopie Allensbach zutage, die von der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" in Auftrag gegeben wurde. Und die Zahlen sind alles andere als ein Zufallsprodukt – sie sind das Ergebnis jahrelanger Regulierungswut.
Vom halbierten Zweifel zur breiten Gewissheit
Die konkrete Frage lautete, ob die Menschen den Eindruck hätten, dass der Staat immer mehr regele und immer stärker in ihre Freiheiten eingreife. Noch vor zehn Jahren teilte gerade einmal knapp die Hälfte der Befragten diese Einschätzung. Heute ist es eine breite Mehrheit. Was einst diffuses Unbehagen war, ist zur festen Überzeugung geworden. Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, woher dieser Stimmungswandel rührt: Lockdowns, Heizungsgesetz, Verbotsfantasien und ein Bürokratiemonster, das jeden Handwerker, jeden Mittelständler und jeden Familienvater in Formulare erstickt.
Der Ruf nach Eigenverantwortung
Bemerkenswert ehrlich zeigten sich die Befragten in einem anderen Punkt. Ganze 58 Prozent stimmten der Aussage zu, man habe sich in den letzten Jahren zu sehr auf den Staat verlassen und müsse wieder stärker Eigenverantwortung übernehmen. Nur 22 Prozent widersprachen. Ein starkes Signal – und ein bemerkenswerter Gegenentwurf zur Vollkasko-Mentalität, die politische Kräfte in Deutschland jahrelang gezielt gefördert haben. Wer den Bürger permanent bevormundet und alimentiert, darf sich nicht wundern, wenn Selbstständigkeit und Tatkraft verkümmern.
Wir Bürger haben uns in den letzten Jahren zu sehr darauf verlassen, dass der Staat sich um alles kümmert – dieser Selbstkritik stimmten 58 Prozent der Befragten zu.
Freiheit statt Gängelung – der Wunsch ist eindeutig
Auch bei konkreten Themen zeigt sich der Wille zur Freiheit. Wenn es um die Lebensarbeitszeit geht, wünscht sich die große Mehrheit weniger Vorschriften und mehr optionale Lösungen. Lediglich 20 Prozent halten eine umfassende staatliche Regulierung der Lebensarbeitszeit für richtig. Bei der Altersvorsorge und der Nutzung sozialer Medien sprachen sich immerhin 26 Prozent für strengere Regeln aus – eine Minderheit, die dennoch aufhorchen lässt, wenn man bedenkt, mit welcher Vehemenz manche Politiker das Internet regulieren und Meinungen kanalisieren möchten.
Ein Weckruf an die Politik
Die Umfrage wurde vom 3. bis 16. Juli mündlich-persönlich durchgeführt, befragt wurden 1.040 Personen ab 16 Jahren. Das Ergebnis ist mehr als eine statistische Momentaufnahme. Es ist ein Weckruf an eine politische Klasse, die den Kontakt zum Bürger verloren zu haben scheint. Wer glaubt, mit immer neuen Gesetzen, Verboten und Vorschriften eine bessere Gesellschaft zu schaffen, der irrt gewaltig. Der Bürger will atmen, will entscheiden, will Verantwortung tragen – und nicht an der kurzen Leine eines allwissenden Staates geführt werden.
Was das für den Einzelnen bedeutet
Wer sich nicht länger auf einen übergriffigen und zugleich überschuldeten Staat verlassen will, der tut gut daran, sein Vermögen selbst in die Hand zu nehmen. Angesichts eines geplanten 500-Milliarden-Euro-Sondervermögens und einer im Grundgesetz verankerten Schuldenpolitik ist die schleichende Geldentwertung längst kein Randthema mehr. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber sind seit Jahrhunderten der bewährte Anker gegen staatliche Misswirtschaft und Inflationsrisiken – ein Baustein echter finanzieller Eigenverantwortung und eine sinnvolle Beimischung für ein breit gestreutes Vermögensportfolio.
Hinweis: Der vorstehende Beitrag gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Jeder Leser ist angehalten, eigenständig zu recherchieren und für seine Entscheidungen selbst Verantwortung zu übernehmen.

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