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23.01.2026
18:42 Uhr

Davos-Eklat: Lutnicks Frontalangriff auf die Globalisierung erschüttert die Weltelite

Davos-Eklat: Lutnicks Frontalangriff auf die Globalisierung erschüttert die Weltelite

Während sich die internationale Presse genüsslich an Donald Trumps Auftritt beim Weltwirtschaftsforum abarbeitete und das übliche Vokabular von "Demütigung" bis "Isolation" bemühte, ereignete sich im Schatten des medialen Spektakels etwas weitaus Bedeutsameres. US-Handelsminister Howard Lutnick hielt eine Rede, die das Fundament der globalisierten Weltordnung in seinen Grundfesten erschütterte.

Die Abrechnung mit dem Globalisierungsdogma

Mit einer Direktheit, die selbst hartgesottene Davos-Veteranen erschaudern ließ, verkündete der ehemalige Chef der Investmentbank Cantor Fitzgerald das Ende einer Ära: "Die Globalisierung hat versagt." Diese fünf Worte trafen die versammelte Weltelite wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Lutnick ging noch weiter und griff die Grundprinzipien des Weltwirtschaftsforums frontal an – jene Philosophie des Offshoring, der billigsten Arbeitskräfte und der grenzenlosen Märkte, die Davos seit Jahrzehnten predigt.

Die Reaktionen sprachen Bände. Al Gore, den man längst in der politischen Versenkung wähnte, begann zu buhen. Christine Lagarde, Chefin der Europäischen Zentralbank, verließ demonstrativ den Saal – wobei einige Beobachter dies bestreiten. Doch ob sie nun ging oder blieb: Die Nervosität im Saal war mit Händen zu greifen.

Amerikas Arbeiter zuerst – ein Paradigmenwechsel

Was Lutnick formulierte, ist nichts weniger als eine fundamentale Neuausrichtung amerikanischer Wirtschaftspolitik. Die Botschaft war unmissverständlich: Die Zeit, in der amerikanische Politiker sich den "Lügen" der Globalisierung unterwarfen, sei vorbei. Offshoring sei nicht notwendig gewesen, Grenzen sehr wohl, und das nationale Interesse müsse nicht länger dem globalen Lohndumping geopfert werden.

"America First ist ein anderes Modell – eines, das wir anderen Ländern zur Nachahmung empfehlen. Unsere Arbeiter kommen zuerst."

Diese Worte mögen für europäische Ohren provokant klingen, doch sie treffen einen wunden Punkt. Denn während Europa sich jahrzehntelang im Schatten amerikanischer Sicherheitsgarantien einrichtete, vernachlässigte es nicht nur seine Verteidigungsfähigkeit, sondern auch seine wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit.

Europas unbequeme Wahrheit

Bereits 2024 hatte der damalige deutsche Finanzminister Christian Lindner in Davos die Katze aus dem Sack gelassen. Seine Mahnung an die europäischen Partner, sich auf eine mögliche Trump-Rückkehr vorzubereiten und endlich "faire Lastenteilung" bei der NATO zu praktizieren, war ein stillschweigendes Eingeständnis: Europa hatte sich in einer Welt ohne amerikanische Konkurrenz bequem eingerichtet.

Bemerkenswert ist auch, was in den Jahren zuvor geschah – oder besser: nicht geschah. Joe Biden war der erste US-Präsident dieses Jahrhunderts, der das Weltwirtschaftsforum komplett ignorierte. Die Weltplutokraten störte dies nicht im Geringsten. Ein orientierungsloser Präsident, der die Vereinigten Staaten wie ein verirrter Patient durch die Weltpolitik steuerte, war ihnen offenbar genehm.

Das Ende der Gratisfahrt

Lutnicks Botschaft an die Davos-Elite war unmissverständlich: Die Gratisfahrt ist vorbei. Während Trump mit seiner gewohnt abrasiven Art niemanden zum Einlenken bewegte, löste der sachliche, klare Vortrag des Handelsministers regelrechte Panikattacken aus. Anonyme Klagen an die Medien, demonstrative Empörung, nervöses Getuschel in den Wandelgängen – die Reaktionen zeigten, dass Lutnick einen Nerv getroffen hatte.

Auf dem Planeten Davos ist eben nicht Trump die größte Bedrohung. Die unverzeihlichste Sünde besteht darin, den Globalisierungszug zu verlassen und zur Politik nationaler Interessen zurückzukehren. Genau das hat die neue amerikanische Administration nun unmissverständlich angekündigt.

Ein historischer Wendepunkt?

Sollte Lutnicks Rede tatsächlich das Ende des Globalisierungsprojekts markieren, wäre dies ein gewaltiger Sieg – unabhängig davon, wie chaotisch die aktuelle politische Lage erscheinen mag. Die vergangenen zehn Jahre haben eine bemerkenswerte Reise markiert: vom unangefochtenen Dogma der grenzenlosen Märkte hin zur Wiederentdeckung nationaler Interessen und der Würde des einheimischen Arbeiters.

Für Deutschland und Europa sollte dies ein Weckruf sein. Die Zeiten, in denen man sich auf amerikanische Sicherheitsgarantien verlassen und gleichzeitig die eigene Wettbewerbsfähigkeit vernachlässigen konnte, neigen sich dem Ende zu. Es wäre an der Zeit, dass auch hierzulande Politiker den Mut aufbringen, die Interessen der eigenen Bürger wieder in den Mittelpunkt zu stellen – statt sich weiterhin den Dogmen einer gescheiterten Globalisierungsideologie zu unterwerfen.

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