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Countdown bis 2030: London ruft die 1.000-Tage-Frist zum Krieg aus!

Countdown bis 2030: London ruft die 1.000-Tage-Frist zum Krieg aus!
Symbolbild: KI-generiert

Großbritannien soll in gut 1.000 Tagen bereit sein, einen Krieg zu führen. Das schreibt Verteidigungsminister Wes Streeting in einem Gastbeitrag für den „Telegraph“. Wenige Tage vorher hatte die Labour-Regierung von Premierminister Andy Burnham alle Bürger aufgefordert, Wasser und Lebensmittel zu horten.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Hier treffen eine düstere Lageeinschätzung und ein staatlicher Vorratsappell aufeinander, und zusammen ergeben sie ein beunruhigendes Bild.

„Bis 2030 könnten sie angreifen“

Streeting zufolge sei die feindselige Haltung der Gegner Großbritanniens nichts Neues. Neu seien ihre Möglichkeiten: Bis 2030 könnten Truppenstärke und Kriegswirtschaft der Gegner einen Angriff erlauben. Daraus ergebe sich die Mission, gemeinsam mit den Verbündeten „zu kämpfen und zu gewinnen“.

Gemeint ist vor allem Russland. Die größte Gefahr sieht der Minister dabei nicht in Panzern an der Grenze. Er warnt vor Sabotage, Desinformation und Angriffen auf die Technik, die den Alltag am Laufen hält. Im Parlament sagte er am 19. Oktober, Begriffe wie „hybride Bedrohung“ würden den Ernst der Lage nicht treffen. Er spreche lieber von „staatlich gefördertem Terrorismus“.

„Wir sind nicht im Krieg mit Russland, und wir suchen keine Konfrontation, aber Russland sollte keinen Zweifel daran haben, dass wir bereit sind, jeden Zentimeter des NATO-Gebiets zu verteidigen.“

Kritiker merken an, dass Streeting selbst keine militärische Erfahrung hat. Er ist erst seit Juli im Amt. Rhetorisch steht er aber schon an vorderster Front.

Neun Liter Wasser, Bohnen und Twiglets

Am 22. Oktober startete die Regierung die Kampagne „Be Ready“. Jeder Haushalt soll für 72 Stunden ohne Hilfe von außen auskommen. Empfohlen werden:

  • neun Liter Trinkwasser pro Person
  • Lebensmittel für drei Tage
  • Decken, Erste-Hilfe-Set, Taschenlampe mit Batterien und ein Kurbelradio
  • Bargeld

Ganz ernst nahmen das nicht alle in der Regierung. Wohnungsbauministerin Angela Rayner scherzte, in ihre Notfallkiste kämen Wimperntusche, Concealer, eine Flasche Weißwein, Baked Beans und Vanillepudding in der Dose. Burnham versicherte der BBC, er selbst lagere Bohnen, Suppe und den Knabbersnack Twiglets. Es gehe nicht um Panik, sondern um vernünftige Vorsorge. Unerwartete Ereignisse würden leider wahrscheinlicher.

Viele Briten haben offenbar zugehört. Nach Medienberichten verkaufte die Supermarktkette Iceland am Wochenende danach rund 40 Prozent mehr Konserven. Der Elektronikhändler Maplin meldete fast viermal so viele verkaufte Taschenlampen wie im Vormonat.

MI5-Chef: Russland ist „Aggressor Nummer eins“

Ähnlich alarmierend klang Inlandsgeheimdienst-Chef Sir Ken McCallum am 13. Oktober. Russland bleibe „Aggressor Nummer eins“. Moskau verschärfe seine hybride Kriegsführung, halte sich aber bewusst unter der Schwelle von Artikel 5 des NATO-Vertrags. Manchmal liege es nur knapp darunter.

Seine Beispiele sind sehr konkret: eine gehackte Banking-App, mit der Kunden nicht mehr an ihr Geld kommen. Eine Drohne über der Startbahn eines Flughafens. Ein Cyberangriff auf ein Krankenhaus. McCallum fordert deshalb eine Anstrengung der „ganzen Gesellschaft“.

Und Deutschland?

Hierzulande ist die Debatte schon länger bekannt. Verteidigungsminister Boris Pistorius fordert seit Langem, Deutschland müsse „kriegstüchtig“ werden. Militärs nennen ebenfalls das Ende des Jahrzehnts als kritischen Zeitraum. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz rät sogar zu Vorräten für zehn Tage. Wer diese Empfehlung tatsächlich umsetzt, ist eine andere Frage.

Was bleibt, wenn die App streikt?

Bemerkenswert ist ein Punkt: Ausgerechnet ein Staat, der den Zahlungsverkehr jahrelang digitalisiert hat, rät jetzt zu Bargeld unter der Matratze. Damit räumt London ein, wie anfällig die vernetzte Welt ist. Wenn Strom, Server und Banking-Apps ausfallen, zählt nur noch, was man selbst in der Hand hat.

Dieser Gedanke gilt auch für das Vermögen. Physisches Gold und Silber hängen von keinem Server, keinem Passwort und keiner Bank ab. Als Ergänzung zu einem breit gestreuten Portfolio können Edelmetalle helfen, Vermögen zu sichern, auch wenn Politiker inzwischen offen in Kriegsfristen rechnen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ist keine Anlageberatung. Jeder Leser sollte selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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