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Kettner Edelmetalle
22.04.2026
16:55 Uhr

Coinbase lockt britische Krypto-Besitzer: Kredite auf Bitcoin und Ethereum – Segen oder süßes Gift?

Die Krypto-Börse Coinbase hat ihren Expansionskurs auf der Insel weiter beschleunigt und bietet seit dieser Woche britischen Kunden die Möglichkeit, sich gegen ihre Bitcoin- und Ethereum-Bestände Stablecoins in Form von USDC zu leihen. Was auf den ersten Blick wie ein geschicktes Finanzprodukt wirkt, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als zweischneidiges Schwert, das konservative Anleger mit der nötigen Skepsis betrachten sollten.

Wie das neue Kreditmodell funktioniert

Nutzer in Großbritannien können künftig ihre Kryptowährungen als Sicherheit hinterlegen und erhalten im Gegenzug USDC-Liquidität, ohne ihre digitalen Vermögenswerte verkaufen zu müssen. Die Obergrenzen sind dabei durchaus stattlich bemessen: Bitcoin-Halter dürfen sich bis zu fünf Millionen US-Dollar in USDC leihen, bei Ethereum als Pfand liegt die Grenze bei einer Million Dollar. Abgewickelt wird das Ganze über Morpho, ein quelloffenes Kreditprotokoll auf Base – dem von Coinbase mitentwickelten Layer-2-Netzwerk auf Ethereum-Basis.

In den Vereinigten Staaten war dieses Produkt bereits im Januar 2025 eingeführt worden. Bis Mitte April sollen laut Coinbase bereits Kredite im Volumen von 2,17 Milliarden USDC vergeben worden sein – eine beachtliche Summe, die zeigt, wie hungrig der Markt nach solchen Instrumenten ist.

Coinbase baut sein Imperium auf der Insel aus

Die neue Kreditfunktion reiht sich in eine ganze Kette von Angeboten ein, mit denen Coinbase den britischen Markt erobern will. Erst vor wenigen Tagen startete der dezentrale Handel für UK-Kunden, zuvor wurden Sparkonten eingeführt. Möglich macht dies die im Februar 2025 erhaltene FCA-Registrierung, die dem Unternehmen regulierte Dienstleistungen auf der Insel erlaubt. Der britische Coinbase-Chef ließ verlauten, man wolle die "Nummer-eins-Finanz-App" im Vereinigten Königreich werden.

Ein Blick hinter die glänzende Fassade

So verlockend das Angebot klingen mag, der kritische Beobachter sollte die Risiken nicht unter den Teppich kehren. Wer sich gegen volatile Vermögenswerte wie Bitcoin oder Ethereum Kredite aufnimmt, tanzt auf einem schmalen Grat. Fällt der Kurs der hinterlegten Kryptowährung, drohen Nachschusspflichten oder gar die zwangsweise Liquidation der Sicherheiten – oft zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt. Die Geschichte der Finanzmärkte ist voll von Beispielen, in denen gehebelte Positionen in Krisenzeiten reihenweise abgeräumt wurden. Man denke nur an die Turbulenzen rund um diverse Krypto-Lender in den Jahren 2022 und 2023, bei denen Milliardenbeträge in Rauch aufgingen.

Hinzu kommt: USDC ist zwar ein Stablecoin, der an den US-Dollar gekoppelt sein soll. Doch auch hier gilt: Ein Stablecoin ist nur so stabil wie das Vertrauen in den Emittenten und die hinterlegten Reserven. Die kurzzeitige Abkopplung von USDC im März 2023 im Zuge der Silicon-Valley-Bank-Krise sollte jedem Anleger als Warnung dienen, dass auch vermeintlich sichere digitale Dollars nicht vor Systemrisiken gefeit sind.

Die Kehrseite der Krypto-Euphorie

Während Coinbase-Aktionäre sich über einen Wochengewinn von fast 17 Prozent freuen dürfen, stellt sich die grundsätzliche Frage, ob das Hebeln von ohnehin schon hochvolatilen Vermögenswerten wirklich der Weisheit letzter Schluss ist. Die Idee, Kryptowährungen nicht verkaufen zu müssen und trotzdem an Liquidität zu kommen, klingt zunächst bestechend. Doch sie verführt auch dazu, Risiken einzugehen, die in normalen Marktphasen überschaubar erscheinen – in Krisenzeiten aber existenzbedrohend werden können.

Gerade in einer Zeit, in der die geopolitischen Spannungen zwischen Israel und Iran die Märkte erschüttern, Trumps Zollpolitik die Weltwirtschaft durcheinanderwirbelt und die neue Berliner Große Koalition mit ihrem 500-Milliarden-Euro-Schuldenprogramm die Inflation anheizt, sollten Anleger zweimal überlegen, bevor sie sich auf komplexe Krypto-Kreditkonstrukte einlassen.

Warum physische Edelmetalle die bessere Alternative bleiben

Wer sein Vermögen wirklich absichern möchte, sollte sich nicht auf digitale Kreditkaskaden verlassen, sondern auf das, was sich seit Jahrtausenden bewährt hat: physische Edelmetalle wie Gold und Silber. Anders als Kryptowährungen unterliegen sie keiner Programmierung, keinem Smart-Contract-Risiko und keinem Ausfall eines Emittenten. Sie sind das Fundament eines soliden, breit diversifizierten Vermögensportfolios und haben in jeder Krise der Weltgeschichte ihren Wert bewahrt. Eine kluge Beimischung physischer Edelmetalle kann als Stabilitätsanker dienen, während spekulative Anlageklassen ihren Launen folgen.

Haftungsausschluss

Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Meinungen geben ausschließlich die Auffassung unserer Redaktion wieder und basieren auf den uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigene Recherchen durchzuführen und trägt die volle Verantwortung für seine Investitionsentscheidungen. Bei Fragen zu steuerlichen oder rechtlichen Aspekten empfehlen wir ausdrücklich die Konsultation eines qualifizierten Steuer- oder Rechtsberaters, da wir weder Steuer- noch Rechtsberatung anbieten.

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