Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
12.02.2026
13:12 Uhr

Chinas Roboter-Wahnsinn: Milliarden für Maschinen, die niemand braucht

Es ist ein Schauspiel, das man aus dem Reich der Mitte mittlerweile bestens kennt: Peking erklärt eine Technologie zur Chefsache, Milliarden fließen in Windeseile, Fabriken schießen wie Pilze aus dem Boden – und am Ende steht eine gigantische Überproduktion, die den Weltmarkt verzerrt und ganze Branchen in den Abgrund reißt. Diesmal trifft es die humanoide Robotik. Und die Parallelen zu früheren Desastern sind so offensichtlich, dass man sich fragt, ob in Peking überhaupt jemand aus der Geschichte lernt.

Wenn der Staat den Markt ersetzt

Mehr als 150 Unternehmen arbeiten in China derzeit an humanoiden Robotern – also an Maschinen, die dem Menschen in Gestalt und Bewegung ähneln sollen. Das klingt nach Innovation, nach Aufbruch, nach Zukunft. Doch die Realität sieht ernüchternd anders aus. Die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission, Pekings mächtige Planungsbehörde, warnte bereits öffentlich vor strukturellen Risiken im Sektor. Sprecherin Li Chao wies darauf hin, dass unzählige Firmen nahezu identische Produkte entwickelten, sich Investitionen und Forschungsaufwand zunehmend überlappten und der Markt deutlich schneller wachse als seine reale wirtschaftliche Grundlage.

Der Mechanismus dahinter ist so vorhersehbar wie ein Schweizer Uhrwerk. Sobald Peking einen Industriezweig als strategisch definiert, beginnt ein koordinierter Rausch: Provinzregierungen locken mit vergünstigten Krediten und subventioniertem Bauland, Staatsbanken öffnen die Schleusen, private Investoren wittern das große Geschäft. Innerhalb kürzester Zeit entstehen Produktionskapazitäten, die den tatsächlichen Bedarf um ein Vielfaches übersteigen. Man kennt dieses Drehbuch von der Solarindustrie, von der Batteriefertigung, von der Elektromobilität. Jedes Mal folgten auf den Boom: Preisverfall, Masseninsolvenzen und eine politisch gesteuerte Marktbereinigung.

Teure Spielzeuge ohne echten Markt

Was die Sache besonders brisant macht: Die humanoiden Roboter, die in Shenzhen, Hangzhou und Shanghai vom Band laufen sollen, haben schlicht noch keinen nennenswerten Markt. Die Stückpreise bewegen sich zwischen 100.000 und 200.000 US-Dollar – zuzüglich erheblicher Kosten für Integration, Wartung und Schulung. Wer soll das bezahlen? In der industriellen Serienfertigung, in Pflegeeinrichtungen oder gar im privaten Haushalt spielen diese Maschinen praktisch keine Rolle. Der überwiegende Teil der ausgelieferten Systeme landet in Pilotprojekten, Forschungslaboren oder auf medienwirksamen Vorführungen.

Und selbst dort offenbaren sich gravierende technische Schwächen. Während die Roboter in kontrollierten Umgebungen halbwegs funktionieren, scheitern sie in der realen Welt kläglich: Probleme beim Greifen, beim stabilen Gang auf unebenem Untergrund, beim Umgang mit unerwarteten Hindernissen. Mehrere öffentliche Demonstrationen entpuppten sich als peinliche Vorführungen, bei denen die vermeintlich autonomen Maschinen ohne menschliche Hilfe kaum einen Schritt tun konnten.

Preisdruck ohne Absatzmarkt

Verschärft wird die Lage durch einen zunehmenden Wettbewerbsdruck unter den Herstellern selbst. Da viele auf dieselbe Sensorik, dieselben Antriebssysteme und ähnliche Softwaremodule zurückgreifen, gleichen sich die Produkte immer stärker an. Im entstehenden Miet- und Leasingmarkt sinken bereits die Margen, während Vermittler und Integratoren einen wachsenden Teil der Wertschöpfung abschöpfen. Die Produzenten geraten also unter massiven Preisdruck – wohlgemerkt, noch bevor sich überhaupt stabile Absatzstrukturen etabliert haben.

Ein Lehrstück über staatliche Planwirtschaft

Peking versucht inzwischen gegenzusteuern. Einzelnen Unternehmen wird der bevorzugte Zugang zu Börsengängen erschwert, neue Förderprogramme werden enger an konkrete Anwendungsszenarien gekoppelt, und im kommenden Fünfjahresplan sollen strengere Marktzugangs- und Ausstiegsregeln verankert werden. Doch diese Eingriffe bremsen den Expansionsdrang kaum. Der Kapitalzufluss hält an, neue Fabriken entstehen, und zahlreiche Geschäftsmodelle beruhen weiterhin auf der naiven Annahme, dass die Nachfrage schon irgendwann nachziehen werde.

Für aufmerksame Beobachter verdichten sich damit die Merkmale einer klassischen spekulativen Blase, in der Bewertungen stärker von Zukunftsversprechen als von realen Erträgen getragen werden. Mittelfristig dürfte eine brutale Konsolidierung unausweichlich sein. Überleben werden wahrscheinlich nur jene Anbieter, die technologische Substanz, langfristige Abnehmerverträge und politische Rückendeckung vereinen können. Der Großteil der heutigen Startups wird durch Übernahmen oder Insolvenzen verschwinden.

Was bleibt, ist die grundsätzliche Frage, die sich bei jedem dieser chinesischen Industriezyklen stellt: Kann staatlich gelenkte Industrialisierung tatsächlich tragfähige Geschäftsmodelle hervorbringen – oder produziert sie vor allem eines: Überkapazitäten, die dann als Billigware auf den Weltmarkt geschwemmt werden und dort faire Wettbewerbsbedingungen untergraben? Die europäische Solarindustrie kann ein Lied davon singen. Und auch Deutschland, das seine eigene industrielle Basis in den vergangenen Jahren sträflich vernachlässigt hat, sollte diese Entwicklung mit Argusaugen verfolgen.

In Zeiten, in denen spekulative Blasen platzen und ganze Industriezweige ins Wanken geraten, erweist sich einmal mehr der Wert beständiger Anlagen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrtausende hinweg ihre Funktion als Vermögenssicherung bewiesen – unabhängig davon, welche technologische Modeerscheinung gerade die Märkte beherrscht.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen