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Kettner Edelmetalle
21.07.2026
05:49 Uhr

Chemie-Gigant zerreißt das Milliardengrab Energiewende: „1000 Milliarden für rein gar nichts“

Chemie-Gigant zerreißt das Milliardengrab Energiewende: „1000 Milliarden für rein gar nichts“

Es ist eine Abrechnung, die sich gewaschen hat. Wenn ein Konzernlenker vom Kaliber eines Spezialchemie-Riesen öffentlich ausspricht, was Millionen deutsche Bürger und Unternehmer längst denken, dann horcht die Republik auf. Christian Kullmann, Vorstandschef des Essener Chemiekonzerns Evonik, hat in einem Interview mit ungewohnter Deutlichkeit den Finger in die vielleicht schmerzhafteste Wunde deutscher Wirtschaftspolitik gelegt: die Energiewende.

Rund 1000 Milliarden Euro seien inzwischen in dieses ideologische Prestigeprojekt geflossen. Und der Ertrag? Kullmann bringt es auf eine bittere Formel:

„Und was hat sie uns gebracht? Nichts.“

Ein Land opfert seine Industrie auf dem Altar der Symbolpolitik

Man muss sich die Zahlen auf der Zunge zergehen lassen. Deutschlands Anteil an den weltweiten CO2-Emissionen liege bei mageren 1,6 Prozent. Für das Weltklima, so der Manager, sei es vollkommen unerheblich, ob Deutschland nun 2045 oder 2050 die vielbeschworene Klimaneutralität erreiche. Für das Überleben der heimischen Chemieindustrie hingegen sei genau dieser Zeitpunkt existenziell.

Kullmann fordert daher, was eigentlich pure ökonomische Vernunft ist: eine Verschiebung des nationalen Klimaziels von 2045 auf das EU-Niveau 2050. Eine weitere Verschärfung des Emissionshandels lehne er kategorisch ab. Europa habe bereits das weltweit schärfste CO2-Gebührenregime geschaffen – zusätzliche Lasten würden die deutsche Industrie im globalen Wettbewerb nur noch weiter in die Knie zwingen.

3200 Stellen fallen – während die Politik von der Klimarettung träumt

Die Konsequenzen dieser verfehlten Politik sind längst keine abstrakten Rechenspiele mehr. Sie treffen Menschen, Familien, Existenzen. Evonik baut 3200 Stellen ab, davon allein 2150 in Deutschland. Der Konzern stecke in einer konjunkturellen und zugleich strukturellen Krise – eine Diagnose, die man mittlerweile für weite Teile des einstigen Industrie-Weltmeisters Deutschland stellen kann.

Pikant dabei: Das zweite Quartal lief überraschend gut. Ausgerechnet die Blockade der Straße von Hormus, die asiatische Wettbewerber belastet, spülte Evonik Vorteile in die Bilanz. Für das Gesamtjahr erwartet man einen operativen Gewinn von 2,0 bis 2,2 Milliarden Euro. Und dennoch: Der Stellenabbau bleibe unumgänglich. Warum? Weil der gnadenlose Kostenvergleich mit Asien und Amerika nichts anderes zulasse. Wenn selbst ein profitables Unternehmen in Deutschland Arbeitsplätze streichen muss, dann sollte in Berlin eigentlich jede Alarmglocke schrillen.

Kohleausstieg 2030? Ein Märchen für Ideologen

Besonders scharf geht Kullmann mit dem Braunkohleausstieg in Nordrhein-Westfalen ins Gericht. 2030 sei schlicht nicht machbar. Seine Begründung liest sich wie ein Armutszeugnis für die deutsche Infrastrukturpolitik:

„Wir haben nicht genug Gaskraftwerke. Wir haben eine Netzinfrastruktur wie in Albanien und es gibt keinen bezahlbaren Wasserstoff.“

Die Kohle werde mindestens bis 2033 gebraucht, wahrscheinlich sogar länger. Und die 1000 Milliarden Euro? Sie hätten keines dieser fundamentalen Probleme gelöst. Im Gegenteil. Der Konzernchef benennt die eigentliche Krankheit schonungslos: Die Politik habe viel zu lange auf Ideologie statt auf Vernunft gesetzt. Seine Wortwahl darf man getrost als Ohrfeige für das grün-verklärte Berlin verstehen – jene „Hörigkeit“ gegenüber einer schwedischen Klima-Aktivistin sei viel zu groß gewesen. Nun sei es endlich Zeit, auf Wachstum umzusteuern.

Ein Weckruf, der nicht ungehört verhallen darf

Was Kullmann hier formuliert, ist mehr als die Sorge eines einzelnen Konzernlenkers. Es ist die Bilanz einer jahrelangen Fehlsteuerung, unter der ganze Branchen ächzen. Von der schwarz-roten Bundesregierung fordert er unmissverständlich, endlich zu liefern. Die bisherigen Reformen seien bestenfalls zaghafte erste Schritte. Nach Jahren des Stillstands müsse mit einer besseren Energiepolitik wieder Wohlstand geschaffen werden – damit sich die Milliarden nicht als totaler Verlust erweisen.

Man wünschte sich, mehr Verantwortliche in Wirtschaft und Politik fänden diesen Mut zur Klarheit. Denn während in Berlin über weitere Sondervermögen in dreistelliger Milliardenhöhe fantasiert wird, fließt Kapital aus dem Land, verlassen Arbeitsplätze die Republik und schwindet die industrielle Substanz, die dieses Land einst groß gemacht hat.

Was der Anleger daraus lernen sollte

Die Lehre aus diesem Debakel ist so alt wie einleuchtend: Papierversprechen, ideologische Luftschlösser und politisch gelenkte Kapitalströme können sich in Rekordzeit in Luft auflösen. Wer sein Vermögen schützen will, sollte sich nicht allein auf die Verheißungen der Politik verlassen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte hinweg bewiesen, dass sie unabhängig von politischen Moden und milliardenschweren Fehlentscheidungen ihren Wert bewahren. Als solide Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie ein Anker der Stabilität sein – gerade in Zeiten, in denen Vertrauen in staatliche Steuerung immer schwerer fällt.

Hinweis: Dieser Artikel gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion und die uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt keine Anlageberatung dar. Wir betreiben keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenständig ausreichend zu informieren und trägt die volle Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Ziehen Sie im Zweifel einen unabhängigen Fach-, Steuer- oder Rechtsberater hinzu.

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