
Bürgergeld verschlingt über 41 Milliarden Euro – und die Bürokratie frisst sich durch den Haushalt
Es ist eine Zahl, die man sich auf der Zunge zergehen lassen muss: 41,5 Milliarden Euro. So viel hat das Bürgergeld den deutschen Steuerzahler im Jahr 2025 gekostet – ein neuer Rekordwert. Und das wohlgemerkt in einem Jahr, in dem die Regelsätze nicht einmal angehoben wurden. Wer angesichts dieser Summen noch von einem „sozialen Sicherungsnetz" spricht, der verwechselt offenbar ein Netz mit einem bodenlosen Fass.
Die nackten Zahlen: Ein Milliardengrab ohnegleichen
Laut dem Haushaltsabschluss 2025 beliefen sich die direkten Auszahlungen für das Bürgergeld auf rund 29 Milliarden Euro. Hinzu kamen 12,5 Milliarden Euro als Bundesbeteiligung an den Kosten für Unterkunft und Heizung. Ursprünglich hatte man sogar mit 42,6 Milliarden Euro gerechnet – dass es „nur" 41,5 Milliarden wurden, wird in Berlin vermutlich bereits als Sparerfolg gefeiert. Man kennt das ja: Wenn die Regierung weniger ausgibt als befürchtet, gilt das hierzulande schon als fiskalische Meisterleistung.
Die Regelsätze lagen 2025 unverändert bei 563 Euro für Alleinstehende und jeweils 506 Euro für Partner in einer Bedarfsgemeinschaft. Eine Nullrunde also – und trotzdem explodierten die Gesamtkosten. Wie passt das zusammen?
Der wahre Kostentreiber: Eine Verwaltung, die sich selbst verwaltet
Die Antwort liegt in einem Posten, der in der öffentlichen Debatte viel zu selten beleuchtet wird: den Verwaltungskosten. Diese beliefen sich 2025 auf sage und schreibe 7,97 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anstieg von 41 Prozent gegenüber 2015. Pro erwerbsfähigem Bürgergeld-Empfänger entstehen damit jährliche Verwaltungskosten von 2.046 Euro. Man lese das noch einmal langsam: Zweitausendsechsundvierzig Euro – nicht für den Empfänger selbst, sondern allein dafür, dass ein bürokratischer Apparat seine Ansprüche bearbeitet, Formulare ausfüllt und Bescheide verschickt.
Deutschland, das Land der Dichter und Denker, hat sich offenbar in ein Land der Sachbearbeiter und Aktenstapel verwandelt. Während andere Nationen ihre Sozialsysteme digitalisieren und verschlanken, wächst der deutsche Verwaltungsmoloch munter weiter. Fast acht Milliarden Euro für Bürokratie – das ist kein Verwaltungsapparat mehr, das ist ein Selbstbedienungsladen.
Merz' Reform: Hoffnung oder Luftschloss?
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte mit der geplanten Reform hin zu einer neuen Grundsicherung Einsparungen im Milliardenbereich versprochen. Doch wie so oft in der deutschen Politik dürfte die Realität ernüchternder ausfallen als die vollmundigen Ankündigungen. Denn jede Umstellung bringt zunächst einmal eines mit sich: noch mehr Bürokratie, noch mehr Übergangskosten, noch mehr Verwaltungsaufwand. Wer glaubt, dass ein System, das seit Jahren nur in eine Richtung wächst – nämlich nach oben –, durch eine Reform plötzlich schrumpft, der glaubt vermutlich auch, dass man mit Schulden reich werden kann.
Für das Jahr 2026 sind im Bundeshaushalt lediglich 5,25 Milliarden Euro für die Verwaltung der Grundsicherung eingeplant. Das Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe hält diesen Ansatz für „vollkommen unrealistisch". Angesichts der jüngsten Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst dürften die tatsächlichen Kosten deutlich höher ausfallen. Es zeichnet sich also bereits jetzt ab, dass der Haushalt 2026 an dieser Stelle nachgebessert werden muss – auf Kosten des Steuerzahlers, versteht sich.
Ein System, das den Falschen dient
Was diese Zahlen offenbaren, ist ein fundamentales Problem des deutschen Sozialstaats: Ein immer größerer Anteil der Mittel fließt nicht an die Menschen, die tatsächlich Hilfe benötigen, sondern in die Aufrechterhaltung eines aufgeblähten Verwaltungsapparats. Während der ehrliche Arbeitnehmer jeden Monat einen erheblichen Teil seines Einkommens an den Staat abführt, wird dieses Geld zu einem beträchtlichen Teil nicht für soziale Zwecke verwendet, sondern für die Bezahlung einer Bürokratie, die sich zunehmend selbst zum Zweck wird.
Es wäre an der Zeit, dass die neue Bundesregierung nicht nur kosmetische Reformen vornimmt, sondern den Mut aufbringt, das System grundlegend zu hinterfragen. Ein Sozialstaat, der mehr Geld für seine eigene Verwaltung ausgibt als für die tatsächliche Förderung von Arbeitssuchenden, hat seinen ursprünglichen Zweck längst aus den Augen verloren. Die fleißigen Bürger dieses Landes – jene, die morgens aufstehen, zur Arbeit gehen und mit ihren Steuern dieses System finanzieren – haben etwas Besseres verdient als ein 41-Milliarden-Euro-Bürokratiemonster, das sich Jahr für Jahr weiter aufbläht.
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