Kostenlose Beratung
07930-2699
200.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
18.02.2026
08:14 Uhr

Bundeswehr-Werbung im Widerspruch: Landser-Kitsch für eine Gesellschaft, die ihre Verteidiger verachtet

Es gibt Momente, in denen die Absurdität politischer Kehrtwenden so greifbar wird, dass man sich die Augen reiben muss. Das Verteidigungsministerium hat eine neue Werbekampagne für die Bundeswehr gestartet – und die Plakate zeigen etwas, das in der schönen neuen Welt der vergangenen Jahre eigentlich als Feindbild galt: weiße, deutsche, entschlossen dreinblickende Männer in Uniform. Soldaten, wie man sie sich vorstellt. Echte Kerle, wenn man so will. Doch genau hier beginnt das Problem.

Vom Pazifismus zur Kriegstüchtigkeit – in nur fünf Jahren

Erinnern wir uns kurz zurück. Im September 2021 plakatierte die Partei Bündnis 90/Die Grünen noch in großen Lettern: „Keine Waffen und Rüstungsgüter in Kriegsgebiete." Eine klare, unmissverständliche Botschaft. Pazifismus als Markenkern. Frieden als oberstes Gebot. Wer damals Waffenlieferungen forderte, wurde wahlweise als Kriegstreiber oder als moralisch defizitär gebrandmarkt.

Und heute? Heute fordern dieselben Grünen „noch mehr von dem, was so effizient hilft" – Luftabwehr, Artillerie, Mehrfachraketenwerfer. Die Kehrtwende ist so radikal, dass sie selbst erfahrene Propagandisten vor erhebliche Herausforderungen stellen dürfte. Man fühlt sich unweigerlich an historische Parallelen erinnert, etwa an die sowjetische Komintern des Jahres 1939, die nach dem Hitler-Stalin-Pakt plötzlich den bisherigen Erzfeind als idealen Partner verkaufen musste. In der Kurve, so heißt es treffend, erkennt man die Linientreue.

Der ideale Soldat existiert nicht in der Regenbogenwelt

Doch die eigentliche Pointe liegt woanders. Das Verteidigungsministerium hat eine Werbeagentur beauftragt, junge Menschen für den Dienst an der Waffe zu begeistern. Werbeagenturen folgen dem Zeitgeist – das ist ihr Geschäft. Und der Zeitgeist der vergangenen Jahre war bunt, divers, vielfältig und queer. Jede Werbung, vom Joghurt bis zum Bausparvertrag, wurde mit den Insignien der woken Gesellschaft dekoriert.

Nur: Beim Soldaten funktioniert das offensichtlich nicht. Die neuen Plakate zeigen Männer, die so gar nicht in das Bild passen, das dieselbe politische Klasse jahrelang als erstrebenswert propagiert hat. Weiß, deutsch, maskulin – Attribute, die in der bunten Regenbogenwelt bestenfalls als rückständig, schlimmstenfalls als verdächtig galten. Plötzlich sollen genau diese Menschen bereit sein, ihr Leben für eine Gesellschaft zu riskieren, die sie über Jahre hinweg als „toxisch männlich", als „alte weiße Männer" oder gleich als potenzielle Rechtsextremisten abgestempelt hat.

Wer stirbt für eine Gesellschaft, die ihn verachtet?

Hier offenbart sich ein fundamentaler Widerspruch, den keine noch so geschickte Werbekampagne überbrücken kann. Man kann nicht jahrelang eine bestimmte Gruppe von Menschen – nämlich jene, die traditionell das Rückgrat jeder Armee bilden – systematisch herabwürdigen, ihre Werte als überholt verspotten, ihre Identität als problematisch brandmarken, und dann erwarten, dass genau diese Menschen freudig in den Kampf ziehen. Für wen eigentlich? Für eine Gesellschaft, in der sie als „Kartoffeln" verlacht werden? Für ein Land, dessen politische Elite sich nicht einmal traut, den Begriff „Vaterland" ohne Anführungszeichen zu verwenden?

„Dulce et decorum est pro patria mori" – Süß und ehrenvoll ist es, für das Vaterland zu sterben.

Dieses berühmte Horaz-Zitat wurde vom britischen Dichter Wilfred Owen, der die Schrecken des Ersten Weltkriegs am eigenen Leib erfahren hatte, als „die alte Lüge" entlarvt. Owen beschrieb in erschütternden Versen, wie Soldaten in Giftgaswolken erstickten, wie junge Männer in Schützengräben verreckten – fernab jeder Süße und jeder Ehre. Sein Gedicht ist eine schonungslose Abrechnung mit der Kriegspropaganda seiner Zeit. Und es ist erschreckend aktuell.

Die Grünen und ihr gespaltenes Verhältnis zur Bundeswehr

Jahrzehntelang haben die Grünen die Bundeswehr bekämpft, ihre Budgets gekürzt, ihre Soldaten als Relikte einer überholten Epoche behandelt. „Soldaten sind Mörder" – dieser Satz wurde gerichtsfest als zulässige Meinungsäußerung bestätigt und prägte das gesellschaftliche Klima über Generationen. Die Friedensbewegung der 1980er Jahre, aus der die Grünen hervorgingen, hatte den Antimilitarismus quasi in ihre DNA eingeschrieben.

Und jetzt? Jetzt ist plötzlich „Kriegstüchtigkeit" das Gebot der Stunde. Jetzt sollen junge Deutsche bereit sein, an der Ostflanke der NATO zu sterben – für ein Land, das nicht einmal genügend funktionierende Panzer besitzt, dessen Munitionsvorräte für wenige Tage reichen würden und dessen politische Führung noch vor kurzem ernsthaft darüber diskutierte, ob Soldaten gegenderte Dienstgrade tragen sollten.

Landser-Kitsch statt ehrlicher Debatte

Die neuen Werbeplakate der Bundeswehr sind nichts anderes als Landser-Kitsch – eine ästhetische Inszenierung von Männlichkeit und Kampfbereitschaft, die in krassem Widerspruch zur politischen Realität steht. Man bedient sich einer Bildsprache, die man in jedem anderen Kontext als „toxisch maskulin" oder gar als „rechts" gebrandmarkt hätte. Doch wenn es darum geht, Kanonenfutter zu rekrutieren, sind die ideologischen Bedenken plötzlich wie weggeblasen.

Die Frage, die sich jeder vernünftige Mensch stellen muss, lautet: Kann das funktionieren? Werden sich junge Männer – und es sind in der Regel Männer, die in Kriegen sterben – von Hochglanzplakaten dazu verleiten lassen, ihr Leben für eine Gesellschaft aufs Spiel zu setzen, die ihre Existenz bestenfalls ignoriert und schlimmstenfalls verachtet? Die Antwort dürfte ernüchternd ausfallen.

Deutschland braucht eine ehrliche Sicherheitsdebatte

Was Deutschland tatsächlich bräuchte, wäre keine Werbekampagne, sondern eine grundlegende gesellschaftliche Kurskorrektur. Eine Rückbesinnung auf Werte wie Pflichtbewusstsein, Vaterlandsliebe und Opferbereitschaft – Begriffe, die in den vergangenen Jahren systematisch aus dem öffentlichen Diskurs getilgt wurden. Wer von seinen Bürgern erwartet, dass sie im Ernstfall ihr Leben riskieren, muss ihnen auch etwas bieten, wofür es sich zu kämpfen lohnt: eine funktionierende Gesellschaft, innere Sicherheit, wirtschaftliche Perspektiven und vor allem – Respekt.

Stattdessen erleben wir ein Deutschland, in dem die Kriminalität Rekordwerte erreicht, in dem Messerangriffe zum traurigen Alltag gehören, in dem die Infrastruktur zerfällt und die Wirtschaft stagniert. Ein Land, dessen politische Klasse 500 Milliarden Euro Sondervermögen – also Schulden – aufnimmt, während sie gleichzeitig verspricht, keine neuen Schulden zu machen. Ein Land, das seine eigenen Bürger nicht schützen kann, aber andere Länder mit Waffen beliefert.

Die neuen Bundeswehr-Plakate sind ein Symptom einer tiefgreifenden Identitätskrise. Sie zeigen, dass die politische Elite zwar instinktiv weiß, welchen Typ Mensch sie für die Landesverteidigung braucht – aber gleichzeitig unfähig ist, diesem Menschen eine Gesellschaft zu bieten, für die er bereitwillig sein Leben geben würde. Das ist nicht nur ein Marketingproblem. Das ist ein Versagen auf ganzer Linie.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen