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Kettner Edelmetalle
16.12.2025
08:17 Uhr

Brüsseler Hintertür: EU plant Schlupfloch für Verbrenner nach 2035

Was für eine Überraschung aus den Hinterzimmern der EU-Kommission! Kurz bevor das vermeintlich endgültige Aus für den Verbrennungsmotor besiegelt werden sollte, rudert Brüssel offenbar zurück. Die Technokraten in der belgischen Hauptstadt erwägen nun ein Kompensationsmodell, das Fahrzeugen mit klassischem Antrieb auch nach 2035 eine Zulassung ermöglichen könnte. Man reibt sich verwundert die Augen.

Das Kleingedruckte der Klimapolitik

Nach Informationen des Handelsblatts, das sich auf hochrangige Kommissionskreise beruft, soll ein ausgeklügeltes Quotensystem die starre Verbotspolitik aufweichen. Demnach könnten bis zu 30 Prozent der erforderlichen Emissionsausgleiche über alternative Kraftstoffe erfolgen, während stolze 70 Prozent durch den Einsatz von sogenanntem grünem Stahl kompensiert werden müssten. Die genauen Anrechnungsmechanismen befinden sich noch in der Verhandlungsphase – ein bürokratisches Meisterwerk bahnt sich an.

Besonders pikant erscheint dabei die juristische Konstruktion: Offiziell, also "de jure", soll das ambitionierte Ziel einer hundertprozentigen Emissionsreduktion bestehen bleiben. Doch durch die Hintertür der neuen Kompensationsmechanismen würde die tatsächliche Reduktion "de facto" bei lediglich 90 Prozent liegen. Ein klassischer Brüsseler Taschenspielertrick, der sowohl die Klimaaktivisten als auch die Automobilindustrie bei Laune halten soll.

Realitätscheck für ideologische Träumereien

Diese Kehrtwende offenbart einmal mehr die Diskrepanz zwischen politischen Wunschvorstellungen und wirtschaftlicher Realität. Jahrelang wurde der deutsche Automobilsektor – einst das Rückgrat unserer Wirtschaftskraft – mit immer strengeren Auflagen gegängelt. Hunderttausende Arbeitsplätze standen auf dem Spiel, während grüne Ideologen das Ende des Verbrennungsmotors als alternativlos verkauften.

Nun zeigt sich: Die vollmundigen Versprechen einer rein elektrischen Zukunft waren offenbar nicht so durchdacht, wie man uns glauben machen wollte. Die Infrastruktur für Elektromobilität hinkt den Erwartungen hinterher, die Strompreise explodieren, und die Abhängigkeit von chinesischen Batterieherstellern wächst bedrohlich. Kein Wunder, dass selbst in Brüssel langsam Ernüchterung einkehrt.

Ein Pyrrhussieg für die Vernunft?

Am Dienstag will die EU-Kommission ihren überarbeiteten Gesetzesvorschlag offiziell präsentieren. Ob dieser Kompromiss tatsächlich den erhofften Befreiungsschlag für die gebeutelte europäische Automobilindustrie darstellt, bleibt abzuwarten. Kritiker werden einwenden, dass ein zehnprozentiges Schlupfloch kaum ausreicht, um die strukturellen Schäden der vergangenen Jahre zu heilen.

Dennoch sendet diese Entwicklung ein wichtiges Signal: Ideologiegetriebene Politik stößt irgendwann an ihre Grenzen. Die Bürger, die auf bezahlbare Mobilität angewiesen sind, und die Unternehmen, die Arbeitsplätze sichern müssen, lassen sich nicht dauerhaft mit utopischen Visionen abspeisen. Es bleibt zu hoffen, dass auch die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz diese Lektion verinnerlicht hat und sich in Brüssel für die Interessen der deutschen Wirtschaft stark macht – anstatt wie ihre Vorgänger jeden klimapolitischen Irrweg mitzutragen.

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