
Britischer Energieboss zerlegt Europas Energiewende: „Als würde man wollen, dass sie scheitert"

Es sind Worte, die wie ein Paukenschlag durch die europäischen Hauptstädte hallen dürften. Greg Jackson, Gründer und Chef des britischen Energiegiganten Octopus Energy, hat der europäischen Energiepolitik ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt. Besonders Deutschland bekommt dabei sein Fett weg – und das völlig zu Recht, wie man hinzufügen möchte.
Ein Insider packt aus: Lobbyismus statt Vernunft
Jackson, dessen Unternehmen im Vereinigten Königreich stolze 7,8 Millionen Kunden versorgt und auch in Deutschland rund eine Million Haushalte beliefert, nimmt kein Blatt vor den Mund. Im Gespräch mit ntv formulierte er eine Kritik, die man in dieser Schärfe von einem Brancheninsider selten hört: „Ganz ehrlich: Europa macht Energiewende so, als würde man wollen, dass sie scheitert."
Was für eine Aussage! Und wie treffend sie doch die Realität beschreibt, die deutsche Verbraucher jeden Monat auf ihrer Stromrechnung schwarz auf weiß präsentiert bekommen. Während Politiker aller Couleur nicht müde werden, die angeblichen Erfolge der Energiewende zu preisen, spricht die Realität eine gänzlich andere Sprache.
Deutschland als abschreckendes Beispiel
Besonders pikant: Jackson nennt ausgerechnet Deutschland als Paradebeispiel für eine verfehlte Energiepolitik. Die deutsche Industrie habe das Land abhängig von russischem Gas gemacht, und auch die Stilllegung der deutschen Atomkraftwerke sei das Resultat mächtiger Lobbyinteressen gewesen. Das Ergebnis seien wertlose Investitionen und hohe Abschreibungen – bezahlt natürlich vom deutschen Steuerzahler und Verbraucher.
Man erinnere sich: Es war die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel, die 2011 quasi über Nacht den Atomausstieg verkündete – ohne nennenswerte Abstimmung mit Kabinett, Partei oder europäischen Partnern. Eine Entscheidung, deren katastrophale Folgen uns bis heute begleiten und die Strompreise in schwindelerregende Höhen getrieben hat.
Die Märchenstunde der Grünen
Wie absurd die Realitätsverweigerung mancher Politiker mittlerweile geworden ist, zeigte erst kürzlich Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge, als sie allen Ernstes behauptete, die deutsche Energiewende werde „auf der ganzen Welt kopiert". Jackson's Aussagen entlarven diese Behauptung als das, was sie ist: ein Märchen für politisch Leichtgläubige.
Erneuerbare Energien – falsch eingesetzt
Der Octopus-Chef kritisiert nicht grundsätzlich erneuerbare Energien, sondern deren dilettantische Umsetzung in Europa. „Wenn man erneuerbare Energien richtig nutzt, senken sie die Strompreise. Das machen wir in Europa aber nicht", so Jackson. Stattdessen würden etablierte Unternehmen immer neue Anlagen „an den falschen Orten" bauen, was einen massiven und teuren Netzausbau erforderlich mache.
Die Rechnung zahlt am Ende der Bürger – durch explodierende Strompreise, die längst zu einem ernsthaften Standortnachteil für die deutsche Wirtschaft geworden sind. „Teuer wird der Strom komischerweise erst, sobald er im Netz landet", bringt Jackson die Absurdität auf den Punkt.
China und die Emirate machen es vor
Während Europa an überholten Marktregeln festhält und neue Technologien zwingt, sich an Standards der fossilen Welt anzupassen, haben andere Länder längst die Zeichen der Zeit erkannt. China habe früh und entschlossen auf Elektromobilität und erneuerbare Energien gesetzt und sei heute führend bei der Produktion entsprechender Technologien. Selbst die Vereinigten Arabischen Emirate investierten massiv in saubere Energie.
Und Deutschland? Hier regiert weiterhin der Lobbyismus, hier werden weiterhin ideologische Scheuklappen getragen, hier zahlt der Bürger weiterhin die Zeche für politisches Versagen auf ganzer Linie.
Die Rechnung kommt – und sie wird teuer
Jackson warnt eindringlich vor den langfristigen Folgen dieser Politik. Bereits vor wenigen Jahren habe Europa Hunderte Milliarden Euro aufbringen müssen, um hohe Gaspreise abzufedern. An den geopolitischen Risiken habe sich seitdem wenig geändert. Die Gasspeicher in Deutschland sind derzeit zu weniger als einem Drittel gefüllt, der europäische Gaspreis ist allein im Januar um 36 Prozent gestiegen.
Es ist höchste Zeit, dass die deutsche Politik aufwacht und die Realität anerkennt. Die Energiewende in ihrer jetzigen Form ist gescheitert – nicht weil die Idee grundsätzlich falsch wäre, sondern weil sie von ideologisch verblendeten Politikern und gierigen Lobbyisten an die Wand gefahren wurde. Der britische Energieboss hat nur ausgesprochen, was viele Deutsche längst wissen: So kann es nicht weitergehen.
In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und explodierender Energiekosten erscheint es umso wichtiger, das eigene Vermögen breit zu streuen und auf bewährte Werte zu setzen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als krisensichere Anlage bewährt und können eine sinnvolle Ergänzung eines diversifizierten Portfolios darstellen.












