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Kettner Edelmetalle
13.03.2026
06:11 Uhr

Brennende Tanker im Persischen Golf: Trumps Iran-Abenteuer wird zum geopolitischen Albtraum

Was als vermeintlich kontrollierte Machtdemonstration der Vereinigten Staaten begann, entwickelt sich zunehmend zu einem strategischen Desaster von historischem Ausmaß. Im Persischen Golf brennen Tanker, die Straße von Hormus – jene Lebensader der globalen Energieversorgung, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports fließt – ist de facto gesperrt, und die vielgerühmte amerikanische Luftabwehr erweist sich als löchriger als ein Schweizer Käse. Man fragt sich unweigerlich: Hat sich Donald Trump mit diesem Krieg verhoben?

Eskalation im Golf: Tanker in Flammen, Terminals geschlossen

Die Lage spitzt sich dramatisch zu. Am Donnerstag schlossen sowohl der Irak als auch der Oman ihre Ölterminals, nachdem zwei Tanker vor der irakischen Küste angegriffen und in Brand gesetzt worden waren. Die iranischen Revolutionsgarden bekannten sich zu mindestens einem der Angriffe – das betroffene Schiff habe Warnungen „missachtet und ignoriert", so die offizielle Erklärung. Ein Mensch kam bei den Angriffen ums Leben. Die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO registrierte seit Kriegsbeginn am 28. Februar mindestens 16 Angriffe auf Schiffe in der Region. Sechzehn Angriffe in wenigen Wochen – das ist keine Eskalation mehr, das ist ein Flächenbrand.

Besonders brisant: Auch die deutsche Reederei Hapag-Lloyd ist unmittelbar betroffen. Ihr Containerschiff „Source Blessing", das unter liberischer Flagge fuhr und an die dänische Maersk untervermietet war, wurde von Splittern getroffen und geriet in Brand. Ob Rakete, Drohne oder ein anderes Geschoss – man wisse es schlicht nicht, teilte eine Hapag-Lloyd-Sprecherin mit. Die Reederei hatte ihren Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus bereits eingestellt. Eine weise Entscheidung, wie sich nun zeigt.

Die größte Versorgungsunterbrechung in der Geschichte des Ölmarktes

Die Internationale Energieagentur (IEA) findet drastische Worte: Der Krieg im Nahen Osten habe „die größte Versorgungsunterbrechung in der Geschichte des globalen Ölmarktes" verursacht. Die weltweiten Ölvorräte würden voraussichtlich um acht Millionen Barrel pro Tag einbrechen. Acht Millionen Barrel. Täglich. Man muss sich diese Zahl auf der Zunge zergehen lassen, um das Ausmaß der Katastrophe zu begreifen.

Die USA, Deutschland und andere Staaten gaben zwar am Mittwoch 400 Millionen Barrel aus ihren Notfallreserven frei – doch die Ölpreise stiegen trotzdem weiter. Notfallreserven sind endlich. Und wer sie anzapft, gibt damit vor allem eines zu: dass die Lage außer Kontrolle geraten ist. Für Deutschland, das ohnehin unter einer fragilen Energieversorgung leidet und sich unter der vorherigen Ampelregierung sehenden Auges in eine fatale Abhängigkeit manövriert hat, könnte dies zum nächsten wirtschaftlichen Schock werden. Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz wird sich fragen lassen müssen, welche Strategie sie für den Fall hat, dass die Ölkrise sich weiter verschärft.

Russlands „verborgene Hand" macht den Unterschied

Was diesen Konflikt von früheren Auseinandersetzungen im Nahen Osten fundamental unterscheidet, ist die Rolle Russlands. Moskau liefert dem Iran offenbar hochpräzise Aufklärungsdaten, die es Teheran ermöglichen, amerikanische und israelische Stellungen mit einer Genauigkeit zu treffen, die der Iran allein niemals erreichen könnte. Russlands Satellitenüberwachungsnetzwerk – darunter der in „Khayyam" umbenannte Kanopus-V-Satellit – versorge den Iran rund um die Uhr mit optischen und Radarbildern, berichtete Al Jazeera. Ein Analyst bezeichnete dieses System als das „Nervensystem" der iranischen Präzisionsschlagdoktrin.

Der britische Verteidigungsminister John Healey sprach von einer „verborgenen Hand" Putins, die bei Taktik und Ergebnissen deutlich erkennbar sei. Teheran habe aus Russlands Erfahrungen in der Ukraine taktische Lehren über den Einsatz von Drohnen in geringer Flughöhe gezogen. Trumps Sondergesandter Steve Witkoff soll die Russen gebeten haben, keine Daten mehr an den Iran zu übermitteln. Man darf getrost bezweifeln, dass diese Bitte im Kreml auf offene Ohren stößt.

US-Luftabwehr unter Druck: THAAD wird zum Wanderpokal

Besonders alarmierend ist die Tatsache, dass die iranischen Streitkräfte gezielt die amerikanischen Radar- und Frühwarnsysteme ins Visier nehmen. Drohnenangriffe richteten sich offenbar gegen die von den USA betriebene Radarstation Site 512 in der israelischen Negev-Wüste, wo das hochmoderne AN/TPY-2-Radarsystem stationiert ist – jenes System, das den Abschuss iranischer ballistischer Raketen frühzeitig erkennen soll. Wenn dieses „Auge" geblendet wird, ist Israel faktisch blind.

Die Konsequenz ist bezeichnend: Das Pentagon hat begonnen, Teile des Raketenabwehrsystems THAAD aus Südkorea in den Nahen Osten zu verlegen. Südkorea kritisierte diesen Schritt scharf, da er den eigenen Schutz schwäche. Ein chinesischer Militärexperte kommentierte süffisant in der Global Times, dieser Schritt zeige, dass das zuvor im Nahen Osten stationierte System „so ineffektiv geworden sei", dass Nachschub aus einer anderen Region benötigt werde. Die Anlagen reichten nicht aus, um US-Basen ausreichend zu sichern – geschweige denn Verbündete zu verteidigen. Amerika, der vermeintlich unbesiegbare Schutzpatron, entblößt sich selbst.

Irans neuer Führer gibt sich kämpferisch

Hoffnungen auf eine baldige Deeskalation dürften sich als trügerisch erweisen. Modschtaba Chamenei, der neue oberste Führer des Iran, forderte in seiner ersten öffentlichen Botschaft die unverzügliche Schließung aller US-Militärbasen in der Region. Sollte dies nicht geschehen, würden sie weiterhin angegriffen. Die Straße von Hormus solle als Druckmittel gegen Teherans Feinde geschlossen bleiben. Bewaffnete Gruppen im Jemen würden sich dem Kampf anschließen. Der Iran werde weiterkämpfen, „um das Blut all seiner Märtyrer zu rächen".

Das sind keine diplomatischen Floskeln. Das ist die Sprache eines Regimes, das sich in die Ecke gedrängt fühlt und bereit ist, alles auf eine Karte zu setzen. Und mit Russland und China im Rücken verfügt dieses Regime über Ressourcen, die Washington offensichtlich unterschätzt hat.

Was bedeutet das für Deutschland und Europa?

Für Deutschland und Europa könnte dieser Konflikt zum perfekten Sturm werden. Die Energiepreise steigen, die Versorgungssicherheit wackelt, und die wirtschaftlichen Folgen werden den ohnehin angeschlagenen Standort Deutschland weiter belasten. Man erinnere sich: Es war erst wenige Jahre her, dass die ideologiegetriebene Energiepolitik der Grünen Deutschland in eine beispiellose Abhängigkeit von russischem Gas getrieben hatte. Nun droht die nächste Energiekrise – diesmal beim Öl.

Die Freigabe strategischer Ölreserven ist bestenfalls ein Pflaster auf einer klaffenden Wunde. Was Deutschland braucht, ist eine nüchterne, pragmatische Energiepolitik, die sich nicht von ideologischen Träumereien leiten lässt, sondern von der harten Realität geopolitischer Machtspiele. In Zeiten wie diesen zeigt sich einmal mehr, wie wichtig es ist, Vermögenswerte zu besitzen, die nicht von politischen Entscheidungen oder militärischen Konflikten entwertet werden können. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als krisenfester Wertspeicher bewährt – gerade in Zeiten, in denen Tanker brennen und die Weltwirtschaft ins Wanken gerät, erweisen sie sich als unverzichtbarer Bestandteil eines soliden Anlageportfolios.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir empfehlen, vor Investitionsentscheidungen einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels entstehen, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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