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Kettner Edelmetalle
14.08.2026
09:07 Uhr
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„Brauchen ein Bordell“: Ex-Ministerin schockt mit Asyl-Vorschlag

„Brauchen ein Bordell“: Ex-Ministerin schockt mit Asyl-Vorschlag
Symbolbild: KI-generiert

Eine frühere britische Ministerin hat in einer Radiodebatte einen Vorschlag gemacht, der auf der Insel für Empörung sorgt: Für 1.200 Asylbewerber, die in einem winzigen englischen Dorf untergebracht werden sollen, brauche es dort ein Bordell. Gesagt hat es Edwina Currie, einst Staatsministerin im Gesundheitsressort unter Margaret Thatcher.

Die Debatte lief im Radioprogramm der „Times“ – Thema war die geplante Unterbringung von Migranten auf einem ehemaligen Militärgelände nahe dem Ort Piddington.

„Wahrscheinlich werden Sie mich zum Schweigen bringen“

Currie äußerte zunächst Sorgen über die sozialen Folgen, wenn eine so große Zahl junger Männer in eine kleine Landgemeinde verlegt werde. Dann setzte sie den Satz, der nun durch die britischen Medien geht.

„Ich bin mir nicht sicher, ob ich das sagen darf, wahrscheinlich werden Sie mich im Nu zum Schweigen bringen.“

Und weiter: „Aber was 1.200 junge Männer mitten in einem Dorf wie Little Piddington offensichtlich brauchen, ist ein Bordell.“ Sie fügte hinzu, dass ein solcher Vorschlag ohnehin kaum umgesetzt werden dürfte. Der ebenfalls zugeschaltete Autor Andrew Wilson griff den Gedanken auf und fragte, was die Untergebrachten sonst den ganzen Tag tun sollten.

350 Einwohner – und 1.250 Männer

Der eigentliche Skandal liegt aus Sicht unserer Redaktion woanders. Britischen Medienberichten zufolge geht es um „Site A“ der früheren Bicester Garrison in Oxfordshire, unweit des Dorfsportplatzes. Piddington zählt rund 350 bis 400 Einwohner, etwa 150 Haushalte – untergebracht werden sollen dort bis zu 1.250 erwachsene Männer.

Das Dorf hat weder Pub noch Laden noch Café. Berichten zufolge erklärten Frauen im Ort, sie würden sich abends nicht mehr allein auf die Straße wagen, sollte die Einrichtung eröffnen. Der örtliche Abgeordnete Calum Miller von den Liberaldemokraten kritisierte, das Innenministerium habe den sozialen Zusammenhalt überhaupt nicht bedacht.

Aus Protest stimmten die Bewohner am 4. Juli mit rund 96 Prozent dafür, ein symbolisches Referendum über die „Unabhängigkeit“ vom Vereinigten Königreich abzuhalten. Rechtlich ist das wirkungslos – politisch ist es ein Aufschrei.

Die Verteilungsdebatte: Nun trifft es die gutbürgerlichen Gegenden

Ausgelöst wurde die Runde durch den Kurs des Labour-Politikers Andy Burnham, der Medienberichten zufolge inzwischen das Amt des Premierministers innehat. Er will Asylbewerber nicht länger überwiegend in ärmeren Städten konzentrieren, sondern auch in wohlhabenderen, ländlichen Regionen verteilen – es sei eine Frage des Prinzips.

Damit landet das Thema erstmals massiv bei jenen Wählerschichten, die die Politik der offenen Grenzen jahrelang von der Seitenlinie beklatscht haben. Bemerkenswert ist Curries Auftritt vor allem deshalb, weil sie – wenn auch sardonisch – das eingesteht, was in Deutschland wie in Großbritannien lange als unsagbar galt: dass die Konzentration tausender junger Männer ohne Aufgabe, Arbeit und Perspektive Probleme erzeugt.

Ein Muster, das deutsche Leser kennen

Ein Präzedenzfall existiert längst: Im Camp RAF Wethersfield in Essex leben Berichten zufolge rund 1.245 Männer, auch dort steht die Nachbarschaft seit Jahren auf der Barrikade. Symptome bekämpfen, Ursachen ignorieren – für viele Bürger beschreibt das die Migrationspolitik beider Länder treffend.

Die Frage, die Currie mit ihrem provokanten Satz unfreiwillig stellt, bleibt unbeantwortet: Wer trägt eigentlich die Folgen, wenn der Staat die Kontrolle über seine Grenzen aufgibt? In Piddington kennen sie die Antwort bereits.

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