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Kettner Edelmetalle
30.07.2026
06:40 Uhr

Bombenhagel ohne Plan: Trumps Iran-Feldzug eskaliert – und der Ölpreis kennt nur eine Richtung

Es ist wieder Nacht über dem Nahen Osten, und wieder fallen Bomben. Die Vereinigten Staaten haben nach Angaben eines hochrangigen Regierungsvertreters eine neue Angriffswelle gegen den Iran eingeleitet – in den frühen Morgenstunden Ortszeit, wenn die Kameras schlafen und die Diplomaten schweigen. Wie umfangreich diese Operation ausfallen und ob sie über Tage anhalten werde, sei bislang unklar. Klar ist nur eines: Der amerikanische Präsident befinde sich, so formulierte es ein Insider gegenüber dem Wall Street Journal, in einer "eskalatorischen Stimmung". Über die Tiefe der Antwort werde noch nachgedacht. Man möchte fast fragen: Wird auch über die Folgen nachgedacht?

Vom Präsidentenmund direkt in die Geschichtsbücher

Die verbale Vorankündigung des Feldzugs war von einer Grobheit, die man aus dem Weißen Haus früher nur hinter verschlossenen Türen kannte. Man werde den Iranern, so Trump gegenüber einem US-Sender, die Hölle heiß machen – in deutlich derberen Worten. Eine Abreibung sei fällig. Auslöser: ein iranischer Raketenangriff auf US-Streitkräfte in Jordanien, bei dem nach jordanischen Militärangaben fünf Geschosse abgefangen worden seien. Die Revolutionsgarden bestätigten den Beschuss einer amerikanischen Luftwaffenbasis und eines Kommandozentrums.

Vor Beginn der amerikanischen Angriffe habe es auffällig regen Betankungsflugverkehr über der Region gegeben. Große Lufträume über Saudi-Arabien seien für den zivilen Verkehr gesperrt worden – Korridore in allen Höhen, freigeräumt für das, was folgen sollte.

Ein Bombardement auf der Suche nach einer Strategie

Genau hier liegt das Problem, das westliche Regierungen seit zwei Jahrzehnten nicht begreifen wollen: Militärische Wucht ersetzt keine Strategie. Jeder Schlag gegen Teheran provoziert eine Antwort gegen jene Golfstaaten, die amerikanische Stützpunkte beherbergen. Ein Perpetuum mobile der Gewalt, angetrieben von Ehrverletzungen und Vergeltungslogik.

Die Siegesrhetorik passe nicht zur Eskalationsrealität, urteilte der Politikwissenschaftler Robert Pape von der Universität Chicago. Vor den Zwischenwahlen sei mit einer Kursänderung kaum zu rechnen – bis Januar werde dieser Krieg nicht vorbei sein.

Israelische Vertreter berichteten nach dem Treffen zwischen Trump und Netanjahu im Oval Office, Washington wäge drei Wege ab: ein Atomabkommen, eine Verschärfung der Wirtschaftsblockade oder erneute Militärschläge. Man habe dem Präsidenten nicht gesagt, Israel bevorzuge einen Angriff – man bevorzuge das Ergebnis. Eine sprachliche Pirouette, die ihresgleichen sucht.

Teheran dementiert, Riad schießt mit

Während Trump behauptet, der Iran wolle unbedingt verhandeln, weist Teheran genau das zurück. Man habe in den vergangenen sechzehn bis siebzehn Tagen kein einziges Verhandlungsersuchen gestellt, erklärte der stellvertretende Außenminister. Und man werde die Straße von Hormus nicht in den alten Zustand zurückkehren lassen – inklusive des beanspruchten Rechts, Passagegebühren zu erheben. Wer die Weltwirtschaft an der Kehle packen will, braucht nur eine Meerenge.

Neu ist der offene Kriegseintritt Saudi-Arabiens. Gemeinsame amerikanisch-saudische Luftschläge gegen iranisch gestützte Milizen im Irak forderten nach Angaben der Volksmobilisierungskräfte mindestens zwanzig Tote und zweiunddreißig Verletzte. Irakische Quellen sprechen von getroffenen zivilen Einrichtungen. Bagdad tobt, Teheran spricht von Aggression gegen die Souveränität des Irak.

Was das für den Sparer in Deutschland bedeutet

Der Ölpreis klettert mit jeder Schlagzeile. Und wer glaubt, das bleibe ein fernes Problem, hat die Energiepreisschocks der vergangenen Jahre offenbar verdrängt. Deutschland hat sich unter grüner Ägide seiner verlässlichen Energiebasis entledigt und steht nun als Bittsteller auf einem Weltmarkt, der von Raketen statt von Angebot und Nachfrage bewegt wird. Die Bundesregierung? Beschäftigt mit 500-Milliarden-Sondervermögen, Klimaneutralität im Grundgesetz und Schulden, die kommende Generationen abstottern dürfen.

Geopolitische Brandherde und ausufernde Staatsverschuldung sind seit jeher jene Gemengelage, in der Papierversprechen an Wert verlieren und physische Edelmetalle ihre jahrtausendealte Rolle als Versicherung gegen das Chaos wahrnehmen. Gold und Silber fragen nicht nach Regierungswechseln, Zöllen oder Raketenreichweiten. Sie liegen einfach im Tresor.

Haftungsausschluss

Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt ausschließlich die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jede Anlageentscheidung erfordert eigene, sorgfältige Recherche; für Entscheidungen und deren Folgen ist allein der Anleger selbst verantwortlich. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen.

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