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Blaue Welle überrollt Trump: Demokraten erobern den Kongress!

Blaue Welle überrollt Trump: Demokraten erobern den Kongress!
Symbolbild: KI-generiert

Bitterer Wahlabend für Donald Trump: Bei den US-Zwischenwahlen am 3. November 2026 haben die Demokraten nach Hochrechnungen von NBC News beide Kammern des Kongresses erobert. Selbst in tiefroten Hochburgen wie Texas, Kansas und South Carolina mussten die Republikaner Niederlagen hinnehmen. Zwei Jahre nach seinem Triumph bei der Präsidentschaftswahl steht der Präsident damit vor einem politischen Scherbenhaufen.

Senat und Repräsentantenhaus kippen

Ausgezählt ist noch längst nicht alles. Der Trend ist aber eindeutig. Im Senat holten die Demokraten laut NBC am frühen Morgen bereits sechs Sitze hinzu, in Alaska gelten sie zudem als Favorit. Damit kämen sie auf mindestens 54 Mandate, vor der Wahl waren es nur 47.

Im Repräsentantenhaus fällt das Bild noch drastischer aus. Bis zum Morgen gewannen die Demokraten 26 Sitze dazu. NBC News sagt voraus, dass sie am Ende bei rund 255 Sitzen landen werden. Das wären etwa 40 mehr als 2024, eine satte Mehrheit also.

Texas, Ohio, South Carolina: Wenn Hochburgen fallen

Was diese Nacht besonders macht, ist nicht nur die Zahl der verlorenen Sitze. Es ist die Frage, wo sie verloren gingen. In Texas besiegte der Demokrat James Talarico Medienberichten zufolge den Republikaner Ken Paxton. Es ist der erste demokratische Senatssieg in dem Bundesstaat seit 1988. Dort verlor laut NBC sogar Gouverneur Greg Abbott sein Amt an Gina Hinojosa. In Ohio unterlag Vivek Ramaswamy im Rennen um das Gouverneursamt der Demokratin Amy Acton.

Den ersten Netto-Gewinn im Senat holte früh am Abend der frühere Gouverneur Roy Cooper in North Carolina. In Georgia verteidigte Jon Ossoff seinen Sitz mit mehr als 15 Prozentpunkten Vorsprung. Für einen Staat, der lange als hart umkämpft galt, ist das eine Ohrfeige für die Republikaner. Auch in Michigan und Maine setzten sich die Demokraten durch.

Das Beben von South Carolina

Die größte Überraschung der Nacht lieferte South Carolina. Laut Berichten hatte die Republikanerin Darline Graham erst im Sommer den Sitz ihres verstorbenen Bruders Lindsey Graham übernommen, und in den Umfragen lag sie klar vorn. Jetzt dürfte die Demokratin Annie Andrews mit rund vier Punkten Vorsprung gewinnen. Zur Erinnerung: 2024 hatte Trump den Staat noch mit etwa 18 Punkten Abstand geholt.

Einen Lichtblick gab es für die Republikaner nur in Florida. Dort gewannen sie sowohl die Gouverneurs- als auch die Senatswahl, jeweils mit knapp über 50 Prozent.

Trump spricht vom „Erdrutschsieg“

Der Präsident selbst sieht die Lage offenbar anders. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er, mit seinem Namen auf dem Stimmzettel hätten die Republikaner einen Erdrutschsieg eingefahren. Der New York Times sagte er immerhin, er werde das Ergebnis akzeptieren. Das ist das Mindeste, möchte man meinen.

Ganz ungewöhnlich ist die Niederlage historisch gesehen nicht. Seit 1934 hat die Partei des Präsidenten bei 20 von 23 Zwischenwahlen Sitze im Repräsentantenhaus verloren. Bill Clinton büßte 1994 sogar 54 Sitze ein, Barack Obama 2010 ganze 63. Trump selbst verlor 2018 schon einmal 41. Diesmal kommen nach der NBC-Prognose aber deutlich mehr Verluste bei Senats- und Gouverneursposten hinzu. Insgesamt wäre das Debakel damit schwerer als 2006, als der unbeliebte George W. Bush beide Kammern verlor.

Was jetzt auf Washington zukommt

Ab Januar 2027 dürfte in Washington Stillstand herrschen. Die Demokraten haben laut NBC angekündigt, Trump mit ihrer neuen Mehrheit entgegenzutreten, etwa durch Untersuchungen. Der Präsident behält zwar sein Vetorecht und kann per Dekret regieren. Für neue Gesetze, Haushalte und Schuldenfragen braucht er künftig aber die Opposition. Ob die Wähler mit dieser Pattsituation ihre Probleme mit Inflation und Lebenshaltungskosten lösen? Daran darf man zweifeln.

Ein Präsident ohne Mehrheit, ein tief gespaltenes Land und ein Schuldenberg, der weiter wächst: Für Sparer ist das ein weiteres Argument, das eigene Vermögen nicht allein dem Kurs der Politiker anzuvertrauen. Physisches Gold und Silber können dabei als krisenfeste Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio helfen.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Er gibt die Meinung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger sollte selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen allein verantwortlich.

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