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Kettner Edelmetalle
10.09.2026
12:18 Uhr
KI-generiert

Billionen für KI: Notenbank-Chef warnt vor der nächsten Blase

Billionen für KI: Notenbank-Chef warnt vor der nächsten Blase
Symbolbild: KI-generiert

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) schlägt Alarm: Der weltweite Investitionsrausch rund um Künstliche Intelligenz habe ein Ausmaß erreicht, das die Finanzstabilität bedrohen könne. BIZ-Generaldirektor Pablo Hernández de Cos sagte das am Donnerstag auf einer Konferenz der indischen Zentralbank in Mumbai. Sein Befund: Die Summen sind längst groß genug, um die Weltwirtschaft ins Wanken zu bringen.

Eine Billion Dollar – von nur fünf Konzernen

Die Zahlen, die die BIZ vorlegt, sind schwer greifbar. Allein die fünf größten Technologiekonzerne der Welt dürften in den Jahren 2025 und 2026 zusammen mehr als eine Billion Dollar in KI stecken. Branchenprognosen zufolge könnten die globalen KI-Investitionen von derzeit rund 500 Milliarden Dollar auf bis zu vier Billionen Dollar im Jahr 2030 klettern.

Die BIZ gilt als „Bank der Zentralbanken“ – ein Institut, das selten laut wird. Wenn von dort eine Warnung kommt, ist das kein Randgeräusch, sondern ein Signal.

„Die Verheißung der KI ist real“

So zitieren Medienberichte den BIZ-Chef. Doch er habe hinzugefügt, dass die langfristigen Folgen von politischen Entscheidungen abhingen – von Investitionen in Qualifikation und Infrastruktur und davon, wie breit die Gewinne dieser Technologie in der Gesellschaft ankämen.

Auf Pump gebaut: das eigentliche Risiko

Der brisanteste Punkt seiner Rede betrifft nicht die Technik, sondern die Finanzierung. Der KI-Boom werde zunehmend über Schulden und private Kredite gestemmt – nicht über laufende Unternehmensgewinne. Ein großer Teil dieser Geldflüsse bleibe nach seinen Worten „intransparent und miteinander verflochten“.

Medienberichten zufolge sprach Hernández de Cos von zirkulären Finanzierungsstrukturen zwischen Chipherstellern, Rechenzentrumsbetreibern und KI-Firmen. Wer wem was schuldet, verschwimmt. Sollten die erhofften Erträge ausbleiben, könnten sich Verluste über diese Ketten verstärken – aus dem Boom werde dann ein Bust.

Hohe Bewertungen, wenige Gewinner

Dazu kämen üppige Börsenbewertungen und eine extreme Konzentration: Wenige Aktien tragen inzwischen einen erheblichen Teil der Weltindizes. Hernández de Cos zog Parallelen zum Eisenbahnboom des 19. Jahrhunderts und zur Dotcom-Euphorie. Er habe betont, er behaupte nicht, dass es so kommen müsse – Tempo und Größe des Investitionsschubs mahnten aber zur Vorsicht.

Produktivitätswunder oder Nachfrage-Falle?

Unstrittig ist der Nutzen: Studien zeigen Produktivitätssprünge von zehn bis 65 Prozent bei einzelnen Aufgaben – etwa beim Programmieren, in der Beratung und beim professionellen Schreiben. Gesamtwirtschaftlich rechnen mittlere Schätzungen mit einem Plus von rund einem halben Prozentpunkt pro Jahr.

Doch die Kehrseite zeichnet sich ab. Erste Verdrängungseffekte seien im Kundenservice, in der Programmierung und in der Verwaltung sichtbar. Und für Notenbanker wird es unbequem: KI verändere Nachfrage, Angebot und Finanzmärkte gleichzeitig – die Wirtschaft werde schwerer lesbar, Potenzialwachstum und natürlicher Zins schwerer schätzbar. Wer im Nebel steuert, verfehlt schneller das Ziel.

Was Sparer daraus mitnehmen können

Für deutsche Anleger, die ihre Altersvorsorge über breite Indexfonds in genau diese Technologiegiganten investiert haben, ist die Warnung unbequem – Streuung nützt wenig, wenn alle am selben Thema hängen. Nicht ohne Grund suchen viele Sparer Sachwerte: Medienberichten zufolge überschritt der Goldpreis im Januar 2026 erstmals die Marke von 5.000 Dollar je Unze. Physische Edelmetalle kennen weder Quartalszahlen noch Kreditketten – als Beimischung zur Vermögenssicherung bleiben sie eine nüchterne Antwort auf laute Versprechen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Er spiegelt unsere Einordnung auf Basis der uns vorliegenden Informationen. Jede Anlageentscheidung erfordert eigene Recherche und liegt in der Verantwortung des Anlegers.

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