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Kettner Edelmetalle
17.02.2026
13:05 Uhr

BHP setzt alles auf Kupfer – und wird dafür fürstlich belohnt

BHP setzt alles auf Kupfer – und wird dafür fürstlich belohnt

Während die deutsche Wirtschaft unter dem Joch einer erdrückenden Bürokratie und ideologiegetriebener Energiepolitik ächzt, zeigt der weltgrößte Bergbaukonzern BHP Group, wie strategische Weitsicht aussehen kann. Die Aktie des australischen Rohstoffgiganten schoss auf ein historisches Allzeithoch – angetrieben von einer konsequenten Neuausrichtung hin zum Zukunftsmetall Kupfer.

Der Kupfer-Coup: Mehr als die Hälfte des Gewinns aus einem einzigen Metall

Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache. Der bereinigte Gewinn stieg im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres um satte 22 Prozent auf 6,2 Milliarden US-Dollar. Die Aktie legte in Australien zeitweise um 7,6 Prozent zu. Doch der eigentliche Paukenschlag verbirgt sich in der Zusammensetzung der Erträge: Erstmals in der Unternehmensgeschichte trug die Kupfersparte mehr als die Hälfte zum Gesamtgewinn bei. Das bereinigte EBITDA der Kupferdivision kletterte um beeindruckende 59 Prozent auf 8 Milliarden Dollar.

BHP-Chef Mike Henry erklärte Analysten mit kaum verhohlener Genugtuung, dies sei das Ergebnis „bewusster Maßnahmen" zum Ausbau des Kupfergeschäfts. Der Konzern sei nun „bewusst ein diversifizierter Bergbaukonzern und nicht mehr auf einen einzelnen Rohstoff fokussiert". Eine bemerkenswerte Aussage für ein Unternehmen, das jahrzehntelang vor allem als Eisenerz-Lieferant für Chinas Stahlwerke galt.

Eisenerz unter Druck – doch BHP hat vorgesorgt

Die strategische Weitsicht der Australier erweist sich als goldrichtig. Denn während Kupfer an der Londoner Metallbörse bei rund 12.850 Dollar pro Tonne notiert, dümpeln die Eisenerz-Futures an der Dalian-Börse auf deprimierenden Niveaus unter 100 Dollar pro Tonne vor sich hin. Die Verhandlungen mit Chinas staatlichem Einkäufer, der China Mineral Resources Group, bezeichnete Henry diplomatisch als „schwierig". Man darf getrost annehmen, dass Peking seine Marktmacht gnadenlos ausspielt.

Genau hier zeigt sich der fundamentale Unterschied zwischen unternehmerischer Klugheit und politischer Traumtänzerei. Während BHP rechtzeitig erkannte, dass die einseitige Abhängigkeit von Chinas Stahlhunger ein Klumpenrisiko darstellt, und konsequent umsteuerte, scheint man in gewissen europäischen Hauptstädten die Bedeutung strategischer Rohstoffpolitik noch immer nicht begriffen zu haben.

Dividendenüberraschung versüßt den Aktionären den Tag

Als wäre das Rekordhoch nicht genug, überraschte BHP seine Anteilseigner mit einer Dividendenerhöhung von 16 Prozent. Die Zwischendividende wurde auf 73 US-Cent je Aktie festgesetzt, was einer Ausschüttungsquote von 60 Prozent entspricht – deutlich über der Basisquote von 50 Prozent. UBS-Analyst Dominic Ellis kommentierte trocken, die Dividendenerhöhung sei die eigentliche Überraschung gewesen.

Die Nettoverschuldung liege mit 14,7 Milliarden Dollar in der Mitte der prognostizierten Bandbreite, die Investitionsausgaben seien planmäßig. Ein Unternehmen, das seine Hausaufgaben macht – welch erfrischender Kontrast zu so manchem schuldenfinanzierten Abenteuer in der Politik.

Kupfer: Das Metall der Zukunft

Die Kupfer-Rallye ist kein Strohfeuer. Das rote Metall wird für Stromnetze, Rechenzentren und die gesamte KI-Infrastruktur in gewaltigen Mengen benötigt. BHP hat dies früh erkannt und entsprechend investiert – unter anderem durch die Übernahme von OZ Minerals im Jahr 2023 und ein Joint Venture mit Lundin Mining am Vicuna-Projekt. Der gescheiterte Versuch, Anglo American zu übernehmen, hat den Konzern offenbar nicht entmutigt, sondern zu mehr Disziplin bei Übernahmen bewogen.

Zusätzlich kündigte BHP an, durch Vermögensverkäufe und andere Transaktionen bis zu 10 Milliarden Dollar freisetzen zu wollen. Ein langfristiges Silber-Streaming-Abkommen über 4,3 Milliarden Dollar mit Wheaton Precious Metals, gebunden an die Silberproduktion der Antamina-Mine in Peru, unterstreicht die Fähigkeit des Managements, auch aus Nebenprodukten maximalen Wert zu schöpfen.

Ein Lehrstück für strategisches Denken

Glyn Lawcock, Leiter der Bergbau-Forschung bei Barrenjoey Markets in Sydney, brachte es auf den Punkt: In den vergangenen fünf Jahren habe der BHP-Chef das Unternehmen mit Optionen ausgestattet. Bis 2030 würden vor allem Kali und Eisenerz das Wachstum treiben, doch ab dem neuen Jahrzehnt sei es „so ziemlich alles Kupfer".

Für Anleger, die sich in diesen turbulenten Zeiten fragen, wo sie ihr Vermögen sinnvoll anlegen können, liefert die BHP-Story eine wichtige Erkenntnis: Physische Rohstoffe und Edelmetalle bleiben in einer Welt wachsender geopolitischer Spannungen, explodierender Staatsverschuldung und inflationärer Geldpolitik ein unverzichtbarer Baustein jedes soliden Portfolios. Gerade physisches Gold und Silber haben sich über Jahrhunderte als verlässlicher Wertspeicher bewährt – unabhängig davon, welche politischen Experimente gerade en vogue sind.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, gründlicher Recherche basieren. Wir empfehlen, vor jeder Anlageentscheidung einen qualifizierten Finanzberater zu konsultieren. Für etwaige Verluste, die aus der Umsetzung der in diesem Artikel genannten Informationen resultieren, übernehmen wir keinerlei Haftung.

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