
Berlin kippt nach links: Wer die Hauptstadt jetzt regieren könnte

Die Linke hat die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September 2026 klar gewonnen. Mit 25,7 Prozent wurde sie laut vorläufigem Ergebnis erstmals stärkste Kraft in der Hauptstadt. Spitzenkandidatin Elif Eralp will Regierende Bürgermeisterin werden – und hat Grüne und SPD bereits zu ersten Gesprächen eingeladen.
Ein Erdbeben im Roten Rathaus
Die Zahlen sind für die bisherigen Regierungsparteien eine Ohrfeige. Die CDU um Finanzsenator Stefan Evers landete Medienberichten zufolge bei 18,8 Prozent, die AfD bei 16,3 Prozent, die Grünen bei 14,3 Prozent. Die SPD stürzte auf 12,1 Prozent – ein historisches Tief für eine Partei, die Berlin jahrzehntelang prägte.
Auch in den Bezirken verschieben sich die Machtverhältnisse massiv: Laut Berichten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wurde die Linke in sechs von zwölf Bezirken stärkste Kraft, die CDU nur in vier. Das heißt: Nicht nur der Senat, auch die Rathäuser vor Ort dürften sich verändern.
220.000 Wohnungen als Preis für die Macht
Eralp gab sich im Wahlkampf moderat. Inhaltlich bleibt sie es nicht. Die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne macht sie dem Ausgangsbericht zufolge zur Bedingung für eine Regierungsbeteiligung – betroffen wären rund 220.000 Wohnungen.
Was das für Eigentümer, Mieter und Investoren in einer Stadt bedeutet, die ohnehin zu wenig baut, dürfte zur Schlüsselfrage der Koalitionsverhandlungen werden. Beobachter warnen: Wer Bestand umverteilt, schafft damit keine einzige neue Wohnung. Und Kapital, das sich politisch bedroht fühlt, sucht selten den nächsten Bauantrag – sondern den Ausgang.
Auch in der inneren Sicherheit setzt Eralp klare Akzente: Jede Abschiebung sei eine zu viel, wird sie zitiert. Das soll dem Bericht zufolge selbst für ausländische Straftäter gelten, die ihre Haftzeit in Deutschland verbüßen sollen.
Personal mit Vorgeschichte
Brisant sind die Namen, die nun in Amt und Würden kommen könnten. Die stellvertretende Landesvorsitzende Martha Kleedörfer zog mit 46,2 Prozent der Erststimmen im Wedding direkt ins Abgeordnetenhaus ein. Sie habe den Bürgermeister der israelischen Stadt Bat Yam bei dessen Berlin-Besuch als „Faschisten" bezeichnet, heißt es im Ausgangsbericht; einem Zeitungsbericht zufolge habe sie auf einem Landesparteitag mitgewirkt, eine ausdrückliche Verurteilung von Hamas, Hisbollah und linkem Antisemitismus zu verhindern.
In Neukölln holte die Linke bei der Bezirksverordnetenversammlung 32 Prozent. Ihr Kandidat für das Bürgermeisteramt, der Rechtsanwalt Ahmed Abed, soll den Bürgermeister der Partnerstadt Bat Yam als „Völkermörder" bezeichnet und diese Äußerung anschließend verteidigt haben. Sein Parteifreund Basem Said, der sicher in die BVV einzieht, habe in einem Instagram-Video zu einer „Wahlintifada" aufgerufen. Die Neuköllner Co-Vorsitzende Jorinde Schulz rief auf dem Landesparteitag laut Bericht: „Let's defund the police!"
Die Brandmauer bekommt einen Riss
Für viele Bürger ist das der eigentliche Skandal: Während bundesweit über Abgrenzung nach rechts debattiert wird, prüfen SPD und Grüne in Berlin offenbar bereitwillig eine Koalition unter linker Führung. Aus Sicht unserer Redaktion zeigt Berlin damit, wohin politische Verwahrlosung führen kann – und warum Bürger die Sicherung ihres Vermögens nicht dem Staat überlassen sollten.
Wer Eigentum in Sachwerten hält, die sich weder vergesellschaften noch per Beschluss entwerten lassen, fährt historisch nicht schlecht. Physisches Gold und Silber gehören für viele Anleger genau aus diesem Grund als Beimischung in ein breit gestreutes Vermögen.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er spiegelt unsere Einordnung auf Basis der uns vorliegenden Informationen. Jeder Leser trifft seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich selbst umfassend informieren.
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