
Ausverkauf deutscher Industrie: US-Konzern greift nach traditionsreichem Stahlhändler Klöckner

Es ist ein weiteres Kapitel im schleichenden Ausverkauf der deutschen Wirtschaft: Der traditionsreiche Düsseldorfer Stahlhändler Klöckner & Co steht unmittelbar vor der Übernahme durch den amerikanischen Konzern Worthington Steel. Die Amerikaner bieten 11 Euro je Aktie – ein Angebot, das den Unternehmenswert auf stolze 2,4 Milliarden Dollar beziffert, umgerechnet knapp 2,1 Milliarden Euro.
Großaktionär ebnet den Weg für amerikanische Übernahme
Besonders bemerkenswert: Großaktionär Friedhelm Loh, der über die Swoctem GmbH satte 41,5 Prozent der Klöckner-Aktien kontrolliert, unterstützt das Übernahmeangebot ausdrücklich. Damit dürfte der Deal praktisch besiegelt sein. Die Börse reagierte prompt – der Aktienkurs schoss um 42 Prozent auf 8,61 Euro in die Höhe. Das amerikanische Angebot liegt damit noch immer fast 28 Prozent über dem zuletzt im Xetra-Handel gezahlten Preis.
Worthington Steel strebt mindestens 65 Prozent der Anteile an und rechnet mit einem Abschluss der Transaktion in der zweiten Jahreshälfte 2026. Bereits im Dezember vergangenen Jahres hatten beide Unternehmen Verhandlungen über einen möglichen Zusammenschluss bestätigt.
Symptom einer kranken Wirtschaftspolitik
Diese Übernahme ist kein Einzelfall, sondern vielmehr ein Symptom der desaströsen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland. Während die Große Koalition unter Kanzler Merz vollmundig von Wirtschaftswachstum spricht, wandern deutsche Traditionsunternehmen reihenweise in ausländische Hände. Die deutsche Wirtschaft ist 2025 gerade einmal um magere 0,2 Prozent gewachsen – ein Armutszeugnis für die einstige Wirtschaftslokomotive Europas.
Die von der Trump-Administration verhängten Zölle von 20 Prozent auf EU-Importe setzen der deutschen Industrie zusätzlich massiv zu. Das ifo-Institut warnt bereits vor einem dauerhaften Schock für die deutsche Wirtschaft. Und was tut die Bundesregierung? Sie häuft mit ihrem 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen weitere Schulden an, die kommende Generationen abzahlen müssen.
Klöckner – ein Stück deutscher Industriegeschichte
Klöckner & Co beschäftigt Tausende Mitarbeiter und blickt auf eine lange Geschichte zurück. Das Unternehmen ist einer der größten produzentenunabhängigen Stahl- und Metallhändler weltweit. Dass ein solches Traditionsunternehmen nun unter amerikanische Kontrolle gerät, sollte jeden wirtschaftspolitisch interessierten Bürger alarmieren.
Die Frage drängt sich auf: Wie viele deutsche Unternehmen müssen noch verkauft werden, bevor die Politik endlich aufwacht und für wettbewerbsfähige Standortbedingungen sorgt? Hohe Energiepreise, überbordende Bürokratie und eine ideologiegetriebene Wirtschaftspolitik treiben Unternehmen entweder in die Insolvenz oder in die Arme ausländischer Investoren. Der Fall Klöckner ist dabei nur die Spitze des Eisbergs.
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