
Australiens größtes Kohlekraftwerk bleibt bis 2029 am Netz – Energiewende stockt gewaltig

Die grüne Traumwelt der Energiewende-Enthusiasten bekommt erneut einen empfindlichen Dämpfer verpasst. Das Eraring-Kohlekraftwerk, mit einer Leistung von 2.880 Megawatt das größte Kraftwerk Australiens, wird nun bis mindestens 2029 weiterbetrieben. Der Betreiber Origin Energy verkündete diese Entscheidung, die so manchem Klimaaktivisten die Zornesröte ins Gesicht treiben dürfte.
Die unbequeme Wahrheit über erneuerbare Energien
Was steckt hinter dieser Kehrtwende? Die Antwort ist so simpel wie ernüchternd: Die vielgepriesenen erneuerbaren Energien können schlicht und ergreifend nicht liefern, was sie versprechen. Der australische Energiemarktbetreiber AEMO hatte in seinem jüngsten Bericht zur Systemsicherheit unmissverständlich klargestellt, dass alternative Energieanlagen, die zur Aufrechterhaltung der Systemsicherheit erforderlich wären, nicht rechtzeitig vor dem ursprünglich geplanten Stilllegungsdatum betriebsbereit sein werden.
Origin-CEO Frank Calabria formulierte es diplomatisch, doch die Botschaft ist eindeutig:
„Es ist klar geworden, dass das Eraring-Kraftwerk länger laufen muss, um eine sichere und stabile Stromversorgung zu gewährleisten."
Vom Ausstieg 2025 zur Verlängerung bis 2029
Ursprünglich sollte das Kraftwerk bereits 2025 vom Netz gehen. Dann wurde der Termin auf August 2027 verschoben, nachdem die Labor-Regierung von New South Wales einen 450-Millionen-Dollar-Deal zur Risikoteilung abgeschlossen hatte. Nun also 2029 – und wer weiß, ob nicht weitere Verlängerungen folgen werden.
Die Energieministerin Penny Sharpe begrüßte die Entscheidung mit den Worten, ihre oberste Priorität sei es, „die Lichter am Brennen zu halten". Eine bemerkenswert nüchterne Aussage für eine Politikerin, die eigentlich den grünen Umbau vorantreiben sollte. Etwa die Hälfte des australischen Stromnetzes wird nach wie vor von Kohlekraftwerken wie Eraring versorgt.
Eine Lehre auch für Deutschland?
Die australische Realität sollte auch hierzulande zum Nachdenken anregen. Während Deutschland seine letzten Kernkraftwerke abgeschaltet hat und den Kohleausstieg forciert, zeigt der fünfte Kontinent, wohin ideologiegetriebene Energiepolitik führt: In die Abhängigkeit von genau jenen Kraftwerken, die man eigentlich stilllegen wollte.
Das Eraring-Kraftwerk, das 1984 seinen Betrieb aufnahm und 2013 für gerade einmal 75 Millionen Dollar privatisiert wurde, erweist sich als unverzichtbarer Stabilitätsanker. Die geplante Großbatterie mit 700 Megawatt Leistung mag ein nettes Feigenblatt sein, doch sie kann die zuverlässige Grundlastversorgung eines Kohlekraftwerks nicht ersetzen.
Netto-Null bleibt ein fernes Versprechen
Origin Energy beteuert zwar, dass die Verlängerung die Emissionsreduktionsziele für 2030 und das Netto-Null-Ziel bis 2050 nicht gefährden werde. Doch solche Beteuerungen klingen zunehmend hohl, wenn die Realität immer wieder die ambitionierten Pläne der Energiewende-Architekten durchkreuzt. Die Physik lässt sich eben nicht durch politische Wunschvorstellungen überlisten.
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