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Kettner Edelmetalle
07.02.2026
11:34 Uhr

Atompoker im Oman: Trump hält trotz Gesprächsfortschritten die Zollkeule bereit

Die diplomatischen Bemühungen zwischen Washington und Teheran scheinen einen vorsichtigen Schritt nach vorne gemacht zu haben – doch der amerikanische Präsident wäre nicht Donald Trump, wenn er nicht gleichzeitig mit der eisernen Faust drohen würde. Die indirekten Verhandlungen in der omanischen Hauptstadt Maskat haben nach Angaben beider Seiten zu konstruktiven Ergebnissen geführt. Doch was bedeutet das wirklich in einer Region, die seit Jahrzehnten am Rande des Abgrunds balanciert?

Vermittler als Brücke zwischen Erzfeinden

Die Delegationen der beiden verfeindeten Nationen saßen nicht etwa am selben Tisch – nein, sie kommunizierten ausschließlich über omanische Vermittler. Ein bezeichnendes Bild für den Zustand der amerikanisch-iranischen Beziehungen. Trump selbst bezeichnete die Gespräche als „sehr gut" und kündigte eine weitere Verhandlungsrunde für Anfang kommender Woche an. Sein iranischer Gegenpart, Außenminister Abbas Araghtschi, sprach von einem „guten Anfang" und einer „positiven Atmosphäre".

Die amerikanische Delegation wurde von Sondergesandtem Steve Witkoff und – man höre und staune – Trumps Schwiegersohn Jared Kushner angeführt. Familienbande in der Außenpolitik, ein Markenzeichen der Trump-Administration, das bei vielen Beobachtern die Augenbrauen hochschnellen lässt.

Unüberbrückbare Differenzen bei der Agenda

Während der Iran darauf bestand, dass sich die Gespräche ausschließlich auf die Atomfrage konzentrierten, hatten die USA weitreichendere Forderungen auf dem Tisch. Washington wollte auch Teherans Unterstützung für bewaffnete Gruppen im Nahen Osten sowie das iranische Raketenprogramm thematisieren. Der Iran lehnt dies kategorisch als Eingriff in seine Souveränität ab – eine Position, die angesichts der geopolitischen Realitäten durchaus nachvollziehbar erscheint, auch wenn sie den amerikanischen Interessen zuwiderläuft.

Interessanterweise signalisierte Teheran Bereitschaft zu Zugeständnissen beim Atomprogramm. Im Gespräch sei die Schaffung eines regionalen Konsortiums zur Urananreicherung sowie die mögliche Verlagerung des Bestands an hochangereichertem Uran in ein Drittland. Im Gegenzug fordert der Iran jedoch die Aufhebung der lähmenden Wirtschaftssanktionen – ein Preis, den Trump möglicherweise nicht zu zahlen bereit ist.

Strafzölle als Druckmittel – auch Deutschland im Visier

Kaum waren die Gespräche beendet, griff Trump zur bewährten Zollkeule. Eine neue Verordnung sieht Strafzölle von bis zu 25 Prozent auf Importe aus Ländern vor, die mit dem Iran Handel treiben. Betroffen wären unter anderem Russland, Deutschland, die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate. Eine Maßnahme, die einmal mehr zeigt, wie wenig Rücksicht die amerikanische Administration auf ihre vermeintlichen Verbündeten nimmt.

Für die ohnehin angeschlagene deutsche Wirtschaft wäre dies ein weiterer Tiefschlag. Während die neue Bundesregierung unter Kanzler Merz noch versucht, die wirtschaftlichen Scherben der Ampel-Jahre zusammenzukehren, droht aus Washington bereits der nächste Sturm. Die Abhängigkeit Deutschlands von amerikanischer Gunst wird einmal mehr schmerzhaft deutlich.

„Wenn sie kein Abkommen schließen, sind die Konsequenzen sehr hart."

Mit diesen Worten machte Trump unmissverständlich klar, dass er nicht gewillt ist, endlos zu verhandeln. Die Drohkulisse bleibt bestehen.

Verhandlungen im Schatten des Krieges

Die Gespräche fanden vor dem Hintergrund massiver Spannungen statt. Nach der gewaltsamen Niederschlagung landesweiter Proteste im Iran mit nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen mindestens 7000 bestätigten Toten hatte Trump den Druck erhöht und mit Militärschlägen gedroht. Der Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln" sowie weitere Kriegsschiffe und Kampfjets wurden in die Region entsandt – eine unmissverständliche Machtdemonstration.

Es handelt sich um die ersten Gespräche zwischen amerikanischen und iranischen Vertretern seit dem Krieg zwischen Israel und dem Iran im vergangenen Juni, als die USA iranische Atomanlagen bombardierten. Die Narben dieses Konflikts sind noch frisch, das gegenseitige Misstrauen tief verwurzelt.

Skepsis in Washington

US-Außenminister Marco Rubio äußerte sich bezeichnend skeptisch: „Ich bin nicht sicher, ob man mit diesen Leuten ein Abkommen erreichen kann, aber wir werden es versuchen." Eine Aussage, die wenig Hoffnung auf einen baldigen Durchbruch macht. Die Geschichte der amerikanisch-iranischen Beziehungen ist gepflastert mit gescheiterten Abkommen und gebrochenen Versprechen – auf beiden Seiten.

Ob die kommende Verhandlungsrunde tatsächlich Fortschritte bringen wird, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Die Welt blickt mit angehaltenem Atem auf diese Region, in der ein falscher Schritt einen Flächenbrand auslösen könnte, dessen Folgen auch Europa und Deutschland unmittelbar zu spüren bekämen.

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