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Atom-Alarm am Pickax Mountain: Steht die Welt am Abgrund?

Atom-Alarm am Pickax Mountain: Steht die Welt am Abgrund?
Symbolbild: KI-generiert

US-Starmoderator Tucker Carlson warnt öffentlich vor einem amerikanischen Atomschlag gegen den Iran, der seiner Darstellung nach schon in wenigen Tagen erfolgen könnte. In einem langen Beitrag auf X vom 2. November 2026 schreibt er, Israels Premier Benjamin Netanyahu dränge die Trump-Regierung zu diesem Schritt. Fällt die Bombe, sei ein Dritter Weltkrieg aus seiner Sicht „unvermeidlich“.

Ein Berg aus Granit als Zielscheibe

Laut Carlson geht es um den Pickax Mountain (auch Pickaxe Mountain) in Zentraliran, südlich der bekannten Anreicherungsanlage Natanz. Dort habe Teheran nach Angaben des israelischen Geheimdienstes die Urananreicherung wieder aufgenommen. Das Problem: Die Tunnel sollen unter rund 90 Metern massivem Granit liegen.

Keine konventionelle Waffe der USA komme so tief, argumentiert Carlson. Übrig bleibe nur die nukleare Option. Analysten des Institute for Science and International Security sehen auf Satellitenbildern tatsächlich eine stark gehärtete Anlage, an der seit 2020 gebaut werde. Trump selbst hatte den Berg mehrfach als mögliches Ziel genannt. Er tönte zuletzt sogar, verbliebene Atomanlagen ließen sich „in zehn Minuten“ treffen.

Wer drängt, wer bremst?

Carlson zeichnet das Bild einer gespaltenen Regierung. Netanyahu stehe nach den jüngsten Wahlen in Israel mit dem Rücken zur Wand und brauche den Krieg, um politisch zu überleben, so seine Lesart. Ein informierter Beobachter wird mit dem Satz zitiert, „Bibi“ rufe Trump deshalb täglich an.

Auf der Seite der Eskalation verortet Carlson Verteidigungsminister Pete Hegseth, CENTCOM-Chef Brad Cooper, Außenminister Marco Rubio und CIA-Direktor John Ratcliffe. Für eine Verhandlungslösung würben dagegen Vizepräsident JD Vance und Sondergesandter Steve Witkoff. Trump zögere noch. Eine Entscheidung erwarten Beobachter laut Carlson bis zum 7. November.

Die stille Änderung der Doktrin

Besonders brisant: Seit Februar soll Washington seine Nukleardoktrin so umgeschrieben haben, dass der Ersteinsatz taktischer „Battlefield Nukes“ leichter werde. Berichte über eine Überprüfung im Pentagon stützen zumindest die Richtung. Ein Aufschrei? Fehlanzeige, kritisiert Carlson, in beiden Parteien.

Dominoeffekt mit tödlicher Logik

Seit Hiroshima und Nagasaki 1945 hat kein Staat mehr Atomwaffen im Krieg eingesetzt. Diese Schwelle wäre nach Carlsons Szenario gefallen. Russland habe bereits mindestens zwei Regierungen signalisiert, ein US-Schlag würde Moskau freie Hand gegen die Ukraine geben. Auch Indien, Pakistan und Nordkorea könnten sich ermutigt fühlen.

„Nach dem ersten Nuklearschlag ist der Dritte Weltkrieg unvermeidlich. Dieser Krieg wäre kurz und endgültig.“

Hinzu kämen die direkten Folgen: Radioaktiver Fallout könnte nach Carlsons Angaben den Persischen Golf verseuchen und das Trinkwasser von rund 100 Millionen Menschen gefährden. Schon jetzt seien allein im Oktober elf von weltweit etwa 850 Supertankern in der Straße von Hormus schwer beschädigt worden.

Märkte zwischen Hoffnung und Panik

Ob Carlsons Angaben in allen Details stimmen, lässt sich von außen nicht prüfen. Die Märkte reagieren dennoch nervös: Am Montag gab der Ölpreis Medienberichten zufolge deutlich nach, weil Trump den Gesprächen offenbar mehr Zeit geben wolle. Goldman Sachs hob seine Brent-Prognose für Dezember trotzdem auf 105 Dollar an.

Und Europa? Berlin und Brüssel schauen zu, als ginge sie das alles nichts an. Dabei würde gerade die energiehungrige deutsche Industrie einen Kollaps der Golf-Lieferketten mit voller Wucht spüren. Wer acht Monate Krieg, kaputte Tanker und explodierende Düngerpreise einfach aussitzt, hat im Ernstfall wenig mitzureden.

Für Sparer zeigt die Lage einmal mehr, wie schnell geopolitische Schocks Papierwerte ins Wanken bringen. Physisches Gold und Silber haben sich in solchen Krisen über Jahrhunderte als Anker bewährt. Als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen können sie für mehr Stabilität sorgen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Leser sollte eigenständig recherchieren und trägt für seine Anlageentscheidungen selbst die Verantwortung.

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