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Kettner Edelmetalle
24.08.2026
05:15 Uhr
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AAA in Gefahr: US-Ratingagentur nimmt Deutschlands Schulden ins Visier

AAA in Gefahr: US-Ratingagentur nimmt Deutschlands Schulden ins Visier
Symbolbild: KI-generiert

Berlin hat für das kommende Jahr die höchste Neuverschuldung der Bundesrepublik eingeplant – und bekommt dafür nun Post aus der Finanzwelt. Die US-Ratingagentur Standard & Poor's hält eine Herabstufung Deutschlands für möglich, sollte die Wirtschaftsleistung deutlich hinter den Prognosen zurückbleiben. Das berichtet die "Bild".

Noch trägt Deutschland bei S&P die Bestnote AAA. Doch das Fundament dieser Bestnote bröckelt – sichtbar an den Zahlen aus dem Haushalt von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD).

629 Milliarden Ausgaben – ein Drittel davon auf Pump

Dem Bericht zufolge will der Bund im kommenden Jahr rund 629 Milliarden Euro ausgeben. Etwa 196,5 Milliarden Euro davon sind neue Schulden. Jeder dritte Euro im Bundesetat ist damit geborgtes Geld.

Die Rechnung dafür kommt prompt – in Form von Zinsen. In diesem Jahr muss der Bund dafür rund 30 Milliarden Euro einplanen, im kommenden Jahr sind es bereits 42 Milliarden. Aus Unterlagen des Bundestags geht hervor, dass die Zinsausgaben danach weiter klettern: über rund 55 Milliarden Euro 2028 auf rund 81 Milliarden Euro im Jahr 2030.

Verzwanzigfachung in neun Jahren

Zum Vergleich: 2021 waren für Zinsen noch rund vier Milliarden Euro veranschlagt. Die Kosten für den Schuldendienst würden sich damit binnen neun Jahren etwa verzwanzigfachen.

81 Milliarden Euro – das ist Geld, das weder in Straßen noch in Schulen, weder in Verteidigung noch in Entlastungen fließt. Es fließt an Gläubiger. Wer sich fragt, warum trotz Rekordausgaben nirgendwo etwas ankommt, findet hier einen Teil der Antwort.

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm mahnt gegenüber "Bild" Reformen an:

Die Probleme lassen sich nur durch Reformen lösen – aber mittlerweile läuft uns die Zeit davon.

Was die Ratingagentur sagt – und was das kostet

Standard & Poor's formuliert gegenüber "Bild" zurückhaltend, aber unmissverständlich: Eine Gefährdung des Länderratings könne sich ergeben, wenn die deutsche Wirtschaftsleistung deutlich hinter den eigenen Prognosen zurückbleibe. Übersetzt heißt das: Schulden allein sind kein Problem – Schulden ohne Wachstum schon.

Ein Rating-Verlust ist keine Kosmetik. Er verteuert jede neue Anleihe, und die Mehrkosten laufen über Jahrzehnte weiter. Frankreich hat diesen Weg bereits beschritten: Die Agentur stufte das Land im Oktober 2025 herab.

Vom Musterschüler zum Mittelmaß

Die deutsche Staatsschuldenquote – das Verhältnis der Gesamtschulden zur jährlichen Wirtschaftsleistung – liegt laut dem Bericht bei 65,2 Prozent. Die europäischen Musterschüler sind weit voraus:

  • Niederlande: 47,9 Prozent
  • Schweden: 35,3 Prozent
  • Dänemark: 27,7 Prozent

Die USA stehen mit rund 130 Prozent zwar doppelt so hoch da – verfügen mit dem Dollar als Weltleitwährung aber über einen Hebel, den Berlin nicht hat.

Aus Sicht unserer Redaktion ist das die eigentliche Pointe: Eine Regierung, deren Kanzler Friedrich Merz (CDU) einst gegen neue Schulden antrat, hat ein Sondervermögen von 500 Milliarden Euro und Klimaziele im Grundgesetz verankert. Die Zeche zahlen Steuerzahler – über Jahrzehnte.

Wer sein Vermögen gegen politische Fehlkalkulationen absichern will, findet in physischen Edelmetallen seit jeher eine Beimischung, die keinem Schuldner gehört und von keiner Ratingagentur benotet werden muss.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

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