
55 Prozent sagen Nein: Vernichtendes Zeugnis für die SPD-Spitze

Eine neue YouGov-Umfrage liefert Bärbel Bas und Lars Klingbeil ein Ergebnis, das man in der SPD-Zentrale wohl lieber ungelesen wegsortiert hätte: 55 Prozent der Befragten halten das Führungsduo für die Falschen an der Spitze der Partei. Ganze zehn Prozent sehen die beiden als richtige Besetzung, 35 Prozent legen sich nicht fest. Befragt wurden vom 14. bis 17. August 2091 repräsentativ ausgewählte Wahlberechtigte.
Selbst die eigenen Wähler wenden sich ab
Besonders bitter für die Parteiführung: Auch im eigenen Lager bröckelt der Rückhalt. Unter denjenigen, die 2025 ihr Kreuz bei der SPD machten, lehnen 47 Prozent die Doppelspitze ab. Nur 20 Prozent stellen sich hinter Bas und Klingbeil.
Wer im Parteivorsitz zugleich Vizekanzler und Finanzminister beziehungsweise Arbeitsministerin ist, trägt eben doppelte Verantwortung – und muss sich doppelt messen lassen. Teile der Basis fordern inzwischen offen, Partei- und Regierungsämter zu trennen und einen Sonderparteitag einzuberufen.
Rente mit 63: Der Zündfunke im Maschinenraum
Zündstoff liefern vor allem die Pläne der schwarz-roten Koalition, die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren – im Volksmund „Rente mit 63“ – zu kassieren. Für viele Sozialdemokraten ist das ein Bruch mit dem eigenen Markenkern.
Doch die Wahrheit dahinter ist unbequem: Die demografische Rechnung geht schlicht nicht mehr auf. In Sachsen-Anhalt etwa liegt das Durchschnittsalter bei 48,3 Jahren, laut dem Statistischen Landesamt könnte die Zahl der Erwerbsfähigen bis 2040 um 272.000 sinken. Für zwei Menschen, die in Rente gehen, rückt oft nur einer nach.
Sachsen-Anhalt: Zittern vor der Fünf-Prozent-Hürde
Am 6. September wird in Magdeburg gewählt – und für die SPD geht es ums nackte Überleben. Umfragen sehen die Partei dort bei sechs bis sieben Prozent, bundesweit bei elf bis 13 Prozent. Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik könnte die SPD an einer Fünf-Prozent-Hürde scheitern.
Die AfD steht in Sachsen-Anhalt Umfragen zufolge bei über 40 Prozent, zuletzt wurden sogar 43 Prozent gemessen. Scheitern SPD, Grüne oder BSW an der Sperrklausel, könnten Berichten zufolge bereits rund 45 Prozent für eine absolute Mehrheit genügen. Spitzenkandidat der SPD ist Umweltminister Armin Willingmann, der mit dem Slogan „Wir sind der Deich“ antritt – ein Wahlkampfmotiv, das nach Medienberichten wegen historischer Anklänge in die Kritik geriet.
Interessant ist auch, wie kühl das Land auf ein mögliches Ausscheiden der Traditionspartei blickt: 38 Prozent bundesweit würden es bedauern, 27 Prozent würden sich freuen, 26 Prozent wäre es schlicht egal.
Was Bürger daraus mitnehmen sollten
Aus Sicht unserer Redaktion ist diese Umfrage mehr als eine Personaldebatte. Sie zeigt, wie tief das Vertrauen in eine politische Führung gesunken ist, die gleichzeitig über Renten, Steuern und ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen entscheidet.
Wer Verantwortung für sein Vermögen trägt, sollte politische Instabilität einkalkulieren. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber gelten seit Jahrhunderten als bewährter Anker – als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen, unabhängig davon, wer gerade in Berlin regiert.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt unsere Einschätzung auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

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