
18 Millionen gegen 400.000: Irans Rakete düpiert Patriot-Abwehr!

Drei Abfangraketen, kein Treffer, Einschlag: Neue Videoaufnahmen sollen zeigen, wie eine iranische ballistische Rakete den Luftwaffenstützpunkt Al Dhafra nahe Abu Dhabi trifft. Laut dem US-Fachportal Military Watch Magazine war die Rakete zuvor mindestens drei Patriot-Abfangraketen entkommen. Offiziell bestätigt ist der Vorfall bislang nicht. Er passt aber in ein Muster, das westliche Militärplaner nervös machen dürfte.
Eine Serie von Pannen
Al Dhafra ist kein Einzelfall. Schon in den ersten Stunden des Krieges Ende Februar 2026 sollen Patriot-Batterien in Katar wiederholt an iranischen Raketen gescheitert sein. Aufnahmen vom Stützpunkt Al Udeid gingen damals um die Welt.
Mitte März filmte dann ein Seemann von einem zivilen Schiff im Golf von Oman, wie zwei iranische Raketen in Ölanlagen im emiratischen Hafen Fujairah einschlugen. Auch dort hatte die örtliche Patriot-Abwehr offenbar vergeblich gefeuert.
Auffällig ist ein Detail: Auf allen drei Videos werden dem Bericht zufolge drei statt der üblichen zwei Abfangraketen pro Ziel abgefeuert. Beobachter sehen darin ein stilles Eingeständnis. Die Betreiber trauen ihrem System offenbar weniger zu, als die Hochglanzprospekte versprechen.
Eine Rechnung, die nicht aufgeht
Richtig bitter wird es beim Blick auf die Kosten. Eine PAC-3-Abfangrakete kostet nach Angaben des Fachportals 4 bis 6 Millionen Dollar, arabische Exportkunden zahlen eher am oberen Ende. Die iranische Kurzstreckenrakete soll dagegen unter 400.000 Dollar kosten.
Bei drei Schüssen pro Ziel kostet jeder Abwehrversuch rund 18 Millionen Dollar, also etwa das 45-Fache des Angreifers. Und das gilt auch dann, wenn die Rakete trotzdem durchkommt. Wer so verteidigt, hat schon verloren, bevor der erste Schuss fällt.
Dazu kommen Verluste an der teuren Sensorik. Iranische Präzisionsschläge sollen das einzige außerhalb der USA stationierte AN/FPS-132-Frühwarnradar in Katar zerstört haben. Auch zwei AN/TPY-2-Radare der THAAD-Raketenabwehr in Jordanien und den Emiraten sollen getroffen worden sein.
Die Lager leeren sich
Wie dünn die Decke inzwischen ist, zeigen Berichte aus dem Herbst. Bei einem iranischen Angriff auf eine Basis in Jordanien sollen Medienberichten zufolge rund 60 Patriot-Raketen gegen gerade einmal 20 ballistische Raketen eingesetzt worden sein. Washington reagiert mit Rekordaufträgen: Laut Wall Street Journal hat das Pentagon seine Patriot-Bestellung auf fast 59 Milliarden Dollar ausgeweitet. Hersteller Lockheed Martin will die Jahresproduktion von rund 600 auf bis zu 2.000 Stück hochfahren und wirbt bereits für eine abgespeckte, nur halb so teure Billigvariante.
Ein früherer hochrangiger Beamter des US-Verteidigungsministeriums fordert auf seinem Blog grundsätzlich neue Abwehrkonzepte. Moderne Angreifer setzten Drohnenschwärme, Marschflugkörper, ballistische Raketen und Täuschkörper gemeinsam ein, um die Luftabwehr zu überlasten. Allein für die Luftverteidigung der Ukraine hätten die USA und Europa zwischen 25 und 40 Milliarden Dollar ausgegeben, die Vorräte seien weitgehend erschöpft.
Was das für Deutschland bedeutet
Für Berlin ist das alles andere als ein fernes Problem. Die Bundeswehr setzt beim Schutz des eigenen Luftraums stark auf Patriot und hat selbst Systeme an die Ukraine abgegeben. Die Schweiz muss wegen des Iran-Kriegs bereits länger auf bestellte Patriot-Systeme warten. Wer heute nachbestellt, steht hinten in einer sehr langen Schlange, und zahlt dafür mit dem Geld der Steuerzahler.
Hinter allem steht eine unbequeme Frage: Wie lange kann sich der Westen eine Verteidigung leisten, die ein Vielfaches des Angriffs kostet? Neue Rüstungsmilliarden, wachsende Staatsschulden und ein Krieg ohne absehbares Ende sind genau das Umfeld, in dem viele Bürger auf Werte setzen, die keine Regierung beliebig vermehren kann. Physisches Gold und Silber können als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen ein Stück Unabhängigkeit sichern.
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