Kostenlose Beratung
07930-2699
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
04.09.2026
05:57 Uhr
KI-generiert

144 Jahre Zucker – dann Schluss: Konzern macht Traditionswerk dicht

144 Jahre Zucker – dann Schluss: Konzern macht Traditionswerk dicht
Symbolbild: KI-generiert

Nach 144 Jahren geht in Nakskov das Licht aus: Der Braunschweiger Zuckerkonzern Nordzucker will die Produktion im dänischen Traditionswerk nach der Kampagne 2026/27 im Januar 2027 beenden. Bis zu 150 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. Als Gründe nennt das Unternehmen Überkapazitäten in Europas Zuckerindustrie und einen hohen Investitionsbedarf am Standort.

Aus 100 Millionen Gewinn wird ein Minus von 226 Millionen

Die Zahlen erzählen eine brutale Geschichte. Im Geschäftsjahr 2025/26 sackte der Umsatz auf rund 2,34 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis rutschte auf minus 226 Millionen Euro – ein Jahr zuvor standen dort noch 100,5 Millionen Euro Gewinn.

Der Grund ist so simpel wie unerbittlich: Zwei außergewöhnlich gute Rübenernten füllten die Lager, und volle Lager drücken die Preise. Laut den Ende August veröffentlichten Daten zum EU-Zuckermarkt liegt Weißzucker aktuell bei rund 513 Euro je Tonne. 2024 waren es noch 619 Euro. Ein Preisverfall von mehr als 17 Prozent in kurzer Zeit.

Wenn der Staat die Nachfrage gleich mit wegbesteuert

Nordzucker rechnet zudem mit einem weiteren Rückgang der europäischen Zuckernachfrage – und verweist dabei ausdrücklich auf die in Deutschland geplante Zuckersteuer. Die Bundesregierung arbeitet an einer gestaffelten Herstellerabgabe auf zuckerhaltige Getränke; Medienberichten zufolge sollen Getränke mit weniger als fünf Gramm Zucker je 100 Milliliter steuerfrei bleiben, während für stärker gesüßte Produkte Aufschläge fällig würden. Über den Startzeitpunkt – 2027 oder 2028 – wird berichtet, dass er noch in Bewegung sei.

Für Beobachter ist das ein Lehrstück: Während Berlin über Erziehungsabgaben auf Limonade debattiert, verschwinden im europäischen Umfeld die industriellen Arbeitsplätze, die solche Rohstoffe verarbeiten. Energieintensive Produktion, hohe Auflagen, sinkende Nachfrage – diese Mischung kennt man in Deutschland bereits aus Chemie, Stahl und Papier.

Dritter Kahlschlag binnen weniger Monate

Nakskov ist kein Einzelfall, sondern bereits die dritte größere Kapazitätsmaßnahme des Konzerns in kurzer Zeit:

  • Anfang 2026 endete die Zuckerproduktion im slowakischen TrenÄŤianská Teplá – der Standort läuft als Vertriebs- und Logistikzentrum weiter.
  • Im finnischen Porkkala stellt das Unternehmen die Rohzuckerraffination und mehrere Produktionslinien ein.
  • Nordic Sugar beendet nach der Kampagne 2026 die dänische Produktion von Biozucker aus ZuckerrĂĽben.

Das Werk in Nakskov gehört seit 1882 zur dänischen Zuckerindustrie und war einst die größte Zuckerfabrik Nordeuropas. Verpackung und Service sollen dort erhalten bleiben, die gesamte dänische Zuckerproduktion wandert nach Nykøbing. Mit Arbeitnehmervertretern und der Gemeinde will der Konzern nach Lösungen suchen.

Strukturschwache Insel verliert ihren Anker

Für die Insel Lolland ist das ein harter Schlag. Ein traditionsreicher Industriearbeitgeber in einer vergleichsweise strukturschwachen Region schrumpft – und mit ihm die Perspektive vieler Familien. Wachstum sucht Nordzucker künftig anderswo: bei Rohrzucker, alternativen Proteinen und funktionalen Lebensmittelzutaten.

Die klassische europäische Rübenzuckerproduktion dagegen verliert Kapazität um Kapazität. Wer glaubt, Deindustrialisierung sei ein deutsches Phänomen, wird hier eines Besseren belehrt. Wer Substanz sucht, findet sie selten in politisch gesteuerten Märkten – sondern eher in Sachwerten, die keine Subventionsentscheidung entwerten kann. Physische Edelmetalle können als Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen diese Rolle übernehmen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schützen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmäßig über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier für den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende Einwilligungserklärung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail über Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von Gründen mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Die Rechtmäßigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberührt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen