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Kettner Edelmetalle
03.07.2026
21:16 Uhr

140-Milliarden-Poker: Wie der deutsche Steuerzahler zum Hauptzahlmeister des Ukraine-Krieges wird

140-Milliarden-Poker: Wie der deutsche Steuerzahler zum Hauptzahlmeister des Ukraine-Krieges wird

Es ist ein Ritual geworden, das an Regelmäßigkeit kaum zu überbieten ist: Kaum steht ein Nato-Gipfel an, klappern die Bündnispartner mit dem Portemonnaie – und am Ende ist es fast immer der deutsche Bürger, der die Zeche zahlt. Beim bevorstehenden Spitzentreffen in Ankara soll der von Russland angegriffenen Ukraine ein neues, gigantisches Versprechen gemacht werden. Die Rede ist von sagenhaften 140 Milliarden Euro über zwei Jahre. Und wer, bitteschön, trägt den Löwenanteil? Man ahnt es bereits.

70 Milliarden pro Jahr – die Rechnung geht auf Kosten Deutschlands

Wie die Deutsche Presse-Agentur aus abschließenden Beratungen der 32 Bündnisstaaten erfahren haben soll, sieht die geplante Gipfelerklärung eine Mindestfinanzierung von 70 Milliarden Euro jährlich vor. Zwei Jahre lang. Für militärische Ausrüstung, Unterstützung und Ausbildung. Ein Teil davon soll durch ein EU-Hilfspaket abgedeckt werden, über das die Ukraine bis Ende 2027 rund 60 Milliarden Euro erhalten soll. Unterm Strich blieben damit etwa 80 Milliarden Euro, die aus den nationalen Haushalten der Nato-Staaten zusammengekratzt werden müssten.

Und hier wird es für den deutschen Steuerzahler brenzlig. Denn seit US-Präsident Donald Trump die Finanzierung der Ukraine-Hilfen weitgehend eingestellt hat, klafft eine gewaltige Lücke im Budget. Trump machte unmissverständlich klar, dass die USA aus seiner Sicht viel zu lange einen viel zu großen Anteil geschultert hätten. Eine Position, die man aus rein amerikanischer Perspektive durchaus nachvollziehen kann. Doch wer springt in die Bresche? Natürlich Deutschland.

11,5 Milliarden – und das ist erst der Anfang

Bereits für dieses Jahr hat die Bundesregierung 11,5 Milliarden Euro für Artillerie, Drohnen, gepanzerte Fahrzeuge und weiteres Gerät eingeplant. Laut Verteidigungsministerium der höchste Betrag seit Beginn des russischen Angriffs. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Während die eigene Infrastruktur bröckelt, Schulen verfallen und die Rentenkasse ächzt, fließen Milliardenbeträge in einen Krieg, dessen Ende nicht absehbar ist.

Ein stärkeres Europa in einer stärkeren Nato – so lautet das schöne Motto. Übersetzt heißt das: Der deutsche Michel zahlt, während andere sich vornehm zurückhalten.

Bezeichnend ist das Verhalten Frankreichs. Paris will nach Angaben von Diplomaten keine feste BIP-Quote mittragen und lehnt zudem die sogenannte Purl-Initiative ab, bei der in den USA hergestellte Waffen an die europäischen Verbündeten verkauft werden, die diese dann an Kiew weiterreichen. Man setzt lieber auf „Freiwilligkeit“ – ein Wort, das im Bündnisjargon oft nichts anderes bedeutet, als dass am Ende Berlin die Hand hebt.

Wer setzt sich hier eigentlich fĂĽr wen ein?

Pikant: Der Einigung waren monatelange Diskussionen vorausgegangen, in denen sich ausgerechnet Deutschland besonders stark für dieses neue Milliardenversprechen eingesetzt haben soll. Man muss sich fragen, ob die Prioritäten der Bundesregierung noch beim eigenen Volk liegen. Während Bundeskanzler Merz einst versprach, keine neuen Schulden zu machen, wächst der finanzielle Berg unaufhörlich – befeuert durch Sondervermögen und immer neue Verpflichtungen. Die Zeche zahlen kommende Generationen über Steuern und Abgaben.

Was bedeutet das für den Bürger und sein Vermögen?

Wenn Staaten in dieser Größenordnung Geld ausgeben, das sie nicht haben, gibt es einen verlässlichen Verlierer: die Kaufkraft. Neue Schulden, gigantische Rüstungsausgaben und ein Sondervermögen von 500 Milliarden Euro – all das treibt die Inflation und entwertet Ersparnisse. Wer sein Vermögen in dieser Zeit der politischen Unvernunft schützen möchte, sollte über krisenfeste Werte nachdenken. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie ihren Wert bewahren, wenn Papierwährungen ins Wanken geraten – eine sinnvolle Beimischung für ein breit gestreutes Portfolio.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie uns vorliegende Informationen wieder. Jeder Anleger ist selbst verpflichtet, sorgfältig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen eigenständig.

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