
Wirtschaftspatriotismus: Woidke fordert deutsche Industrie zur Standorttreue auf
In einer bemerkenswerten Kehrtwende appelliert Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke an das Gewissen der deutschen Wirtschaftselite. Der SPD-Politiker verlangt von heimischen Unternehmen nichts Geringeres als ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland – eine Forderung, die man von einem Sozialdemokraten nicht unbedingt erwartet hätte, die aber längst überfällig erscheint.
Scharfe Kritik an Arbeitsplatzverlagerungen ins Ausland
„Ich erwarte schon, dass die Industrie zu ihrem Land steht", erklärte Woidke gegenüber der „Märkischen Allgemeinen Zeitung". Diese Worte treffen einen wunden Punkt der deutschen Wirtschaftspolitik. Während Konzerne jahrzehntelang von der hervorragenden Infrastruktur, dem Bildungssystem und den qualifizierten Fachkräften dieses Landes profitierten, kehren sie Deutschland nun in Scharen den Rücken. Der Ministerpräsident zeigt sich irritiert über diese Entwicklung – und damit steht er keineswegs allein.
Die Abwanderung von Arbeitsplätzen ins Ausland ist längst kein Randphänomen mehr. Sie trifft das Herz der deutschen Wirtschaft und damit Millionen von Arbeitnehmern, die um ihre Existenz bangen müssen. Dass ein führender Landespolitiker nun öffentlich mehr Patriotismus einfordert, ist ein Signal, das man nur begrüßen kann.
Stahlgipfel als Dauerbrenner gefordert
Besonders die Stahlindustrie liegt Woidke am Herzen. Er fordert einen regelmäßig stattfindenden Stahlgipfel, der nicht nur die Frage behandeln soll, was der Staat für die Branche tun kann. Vielmehr müsse auch umgekehrt gefragt werden: Was leistet die Stahlindustrie eigentlich für ihr Land? Eine rhetorische Frage, die sitzt. Denn allzu oft präsentieren sich Großkonzerne als Bittsteller, während sie gleichzeitig Milliarden an Dividenden ausschütten und Produktionsstätten verlagern.
„Ich erwarte, dass der Stahlgipfel kein einmaliges Ereignis bleibt, sondern regelmäßig wiederholt wird, damit der Druck bei dem Thema hoch bleibt."
Vernichtende Kritik an der Energiepolitik
Doch Woidke belässt es nicht bei Appellen an die Wirtschaft. Er nimmt auch die Bundesregierung ins Visier und findet dabei ungewöhnlich deutliche Worte. Die bisherigen Maßnahmen zur Senkung der Strompreise seien schlicht ungenügend. Der beschlossene Industriestrompreis und die Absenkung der Netzentgelte würden nicht ausreichen, um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zu sichern.
Besonders brisant: Woidke bezeichnet bisherige Regelungen im Energiebereich als „Schwachsinn". Man versuche, so der Ministerpräsident, ein „in Teilen ineffizientes Stromversorgungssystem durch staatliche Zuwendungen billiger zu machen". Stattdessen plädiert er für dezentrale Energieerzeugung und dezentralen Energieverbrauch – ein Ansatz, der deutlich pragmatischer klingt als die ideologisch aufgeladene Energiewende der vergangenen Jahre.
Ein überfälliger Kurswechsel?
Die Forderungen des brandenburgischen Ministerpräsidenten sind ein Lichtblick in einer Zeit, in der wirtschaftspolitische Vernunft allzu oft hinter ideologischen Grabenkämpfen zurückstehen muss. Deutschland braucht Politiker, die den Mut haben, unbequeme Wahrheiten auszusprechen – und Unternehmen, die sich ihrer Verantwortung gegenüber dem Land bewusst sind, das ihren Erfolg erst ermöglicht hat.
Ob Woidkes Appell Gehör findet, bleibt abzuwarten. Die Zeichen stehen jedenfalls auf Sturm, und die deutsche Wirtschaft täte gut daran, sich auf ihre Wurzeln zu besinnen. Denn ohne einen starken Industriestandort Deutschland wird auch der Wohlstand der kommenden Generationen auf tönernen Füßen stehen.
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