
Waffenembargo gegen Israel: Wenn deutsche Geiseln zur politischen Nebensache werden
Es ist ein Hilferuf, der die moralische Bankrotterklärung der deutschen Außenpolitik offenlegt: Die Eltern des seit 675 Tagen von der Hamas verschleppten Deutsch-Israelis Itay Chen haben sich in einem verzweifelten Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz gewandt. Ihre Botschaft könnte deutlicher nicht sein – Deutschland versagt bei der Rettung seiner eigenen Bürger und sendet damit ein fatales Signal an Terroristen weltweit.
Der 19-jährige Chen, Enkel von Holocaust-Überlebenden aus Bad Reichenhall, wurde am 7. Oktober 2023 während des barbarischen Hamas-Überfalls ermordet und verschleppt. Während seine Eltern um das Leben ihres Sohnes bangen, beschäftigt sich die Bundesregierung lieber mit symbolpolitischen Gesten, die den Terroristen in die Hände spielen.
Das perverse Spiel mit dem Waffenembargo
Die Entscheidung der Großen Koalition, ausgerechnet jetzt ein teilweises Waffenembargo gegen Israel zu verhängen, während deutsche Staatsbürger in den Händen islamistischer Terroristen sind, offenbart die ganze Absurdität deutscher Nahostpolitik. Man stelle sich vor: Ein demokratischer Staat kämpft gegen Terroristen, die deutsche Geiseln festhalten – und was macht Berlin? Es entzieht diesem Staat militärische Unterstützung!
Die Eltern bringen es auf den Punkt: Diese Entscheidung sei "kontraproduktiv" für die Befreiung der insgesamt sieben deutschen Staatsbürger. Tatsächlich ist sie mehr als das – sie ist ein Schlag ins Gesicht aller Terroropfer und ihrer Angehörigen.
Deutschlands beschämende Passivität
Während Länder wie Frankreich und sogar Russland aktiv an Verhandlungen teilnehmen, glänzt Deutschland durch Abwesenheit. Die Bundesregierung weigert sich, den US-Sanktionen gegen Hamas-Unterstützer beizutreten. Sie übt keinen nennenswerten Druck auf Katar und Ägypten aus. Die Türkei als mutmaßliche Finanzdrehscheibe des Terrors? Kein Thema für Berlin.
"Was unternimmt Ihre Regierung, um die deutsche Öffentlichkeit zu sensibilisieren, dass hier deutsche Staatsbürger Opfer von Terrorismus sind?"
Diese Frage der verzweifelten Eltern trifft ins Schwarze. In den deutschen Medien dominieren Berichte über vermeintliche israelische Übergriffe, während das Schicksal deutscher Geiseln zur Randnotiz verkommt. Man könnte meinen, die Bundesregierung schäme sich geradezu dafür, dass Deutsche Opfer islamistischen Terrors geworden sind – passt es doch so gar nicht ins politisch korrekte Weltbild.
Ein fatales Signal an Terroristen weltweit
Die Warnung der Eltern sollte jeden aufrechten Deutschen alarmieren: Deutschlands Zurückhaltung signalisiere Terrorgruppen weltweit, dass deutsche Staatsbürger "leichte Ziele" seien. Und tatsächlich – welcher Terrorist sollte sich vor einem Land fürchten, das seine eigenen Bürger im Stich lässt und stattdessen deren Peiniger durch Waffenembargos gegen deren Befreier indirekt unterstützt?
Es ist die gleiche verfehlte Appeasement-Politik, die Deutschland bereits bei der unkontrollierten Masseneinwanderung an den Tag legt. Man hofft, durch Nachgiebigkeit und moralische Selbstgeißelung Sympathien zu gewinnen – und erntet doch nur Verachtung und weitere Gewalt.
Die Heuchelei der Großen Koalition
Besonders perfide wird das Ganze, wenn man bedenkt, dass die israelische Regierung lediglich beschlossen hatte, den Gazastreifen "vorübergehend" einzunehmen – eine militärische Notwendigkeit zur Befreiung der Geiseln und zur Zerschlagung der Terror-Infrastruktur. Deutschlands Reaktion? Sofortiger Stopp neuer Rüstungsexporte!
Man fragt sich unwillkürlich: Hätte die Bundesregierung 1944 auch Waffenlieferungen an die Alliierten gestoppt, weil diese Deutschland "vorübergehend" besetzen wollten? Die historische Blindheit und moralische Verwirrung könnten kaum größer sein.
Zeit für einen Kurswechsel
Der Brief der verzweifelten Eltern an Merz ist mehr als ein Hilferuf – er ist eine Anklage gegen eine Politik, die ihre eigenen Bürger verrät und Terroristen in die Hände spielt. Es wird höchste Zeit, dass Deutschland seine Prioritäten neu ordnet: Schutz der eigenen Bürger vor ideologischer Verblendung, Solidarität mit Demokratien vor Appeasement gegenüber Terrorregimen.
Die Frage, die sich jeder Deutsche stellen sollte: Wie viele Itay Chens müssen noch sterben oder verschleppt werden, bis unsere Regierung endlich begreift, dass man mit Terroristen nicht verhandelt, sondern sie bekämpft? Und dass man Demokratien, die diesen Kampf führen, nicht in den Rücken fällt, sondern sie unterstützt?
Die Eltern appellieren an Merz "als Politiker, Vater und Großvater". Man kann nur hoffen, dass dieser Appell nicht ungehört verhallt. Denn was hier auf dem Spiel steht, ist nicht weniger als Deutschlands Glaubwürdigkeit im Kampf gegen den Terror – und das Leben deutscher Staatsbürger in den Händen von Barbaren.
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