
Wadephuls Realitätsverlust: Wenn deutsche Außenpolitiker glauben, sie könnten über Europas Schicksal mitbestimmen
Es ist schon bemerkenswert, mit welcher Selbstüberschätzung sich deutsche Politiker in die Weltpolitik einmischen. Der frisch gekürte CDU-Außenminister Johann Wadephul lieferte nun ein Paradebeispiel dieser Hybris, als er sich gegen mögliche Gebietsabtretungen der Ukraine aussprach. "Gewalt darf keine Grenzen verschieben", tönte er auf X, als hätte Deutschland noch irgendeinen nennenswerten Einfluss auf die Geschicke Europas.
Die deutsche Illusion der Mitbestimmung
Besonders pikant wird Wadephuls Forderung durch seinen Nachsatz: "Wo unsere Sicherheit berührt ist, müssen wir mitentscheiden." Man möchte dem Herrn Minister zurufen: Wachen Sie auf! Deutschland hat sich durch jahrelange Fehlpolitik selbst entmachtet. Wir haben unsere Energieversorgung sabotiert, unsere Bundeswehr kaputtgespart und unsere Wirtschaft mit ideologischen Experimenten ruiniert. Und nun glaubt ein deutscher Außenminister, er könne den USA und Russland Vorschriften machen?
Die Realität sieht anders aus: Während Trump und Putin sich in Alaska treffen werden, um über die Zukunft Europas zu verhandeln, darf Deutschland bestenfalls vom Katzentisch aus zuschauen. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz mag zwar einen Neuanfang versprechen, doch die außenpolitische Bedeutungslosigkeit Deutschlands ist das Erbe der desaströsen Ampel-Jahre.
Der Preis ideologischer Verblendung
Wadephuls Aussagen offenbaren die ganze Tragik deutscher Außenpolitik. Jahrelang hat man sich in moralischer Überheblichkeit gesonnt, während die wahren Machtfaktoren ignoriert wurden. Die Bundesregierung unterstütze Trumps Ziel, den Krieg zu beenden, betont Wadephul - als ob es darauf ankäme, was Berlin unterstützt oder nicht.
"Gewalt darf keine Grenzen verschieben" - ein frommer Wunsch aus einem Land, das seine eigenen Grenzen nicht einmal vor illegaler Migration schützen kann.
Die bittere Wahrheit ist: Deutschland hat sich durch die Politik der vergangenen Jahre selbst marginalisiert. Während unsere Politiker von "Freiheit, Souveränität und Selbstbestimmung" schwadronieren, bestimmen andere über Europas Zukunft. Trump hat bereits deutlich gemacht, dass er einen "Gebietstausch" als Option sieht - und was kann Deutschland dagegen setzen? Moralische Appelle?
Die Quittung für jahrelange Fehlentscheidungen
Es ist bezeichnend, dass ausgerechnet die CDU, die jahrelang eine Politik der Schwäche betrieben hat, nun plötzlich Stärke demonstrieren will. Wo war diese Entschlossenheit, als es darum ging, die deutsche Verteidigungsfähigkeit zu erhalten? Wo war der Widerstand gegen eine Energiepolitik, die uns von russischem Gas abhängig machte?
Die neue Regierung unter Merz verspricht zwar Besserung, doch die ersten Signale sind wenig ermutigend. Das angekündigte 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur wird die Inflation weiter anheizen und kommende Generationen belasten - trotz Merz' Versprechen, keine neuen Schulden zu machen. Gleichzeitig wurde die Klimaneutralität bis 2045 im Grundgesetz verankert, was weitere Billionen verschlingen wird.
Zeit für einen Realitätscheck
Statt großspuriger Ankündigungen wäre Demut angebracht. Deutschland muss erst einmal seine Hausaufgaben machen: Die Wirtschaft wieder auf Vordermann bringen, die explodierende Kriminalität in den Griff bekommen und die Bundeswehr zu einer ernstzunehmenden Streitmacht ausbauen. Erst dann kann man wieder mitreden, wenn es um die großen Fragen der Weltpolitik geht.
Die Kommentare unter Wadephuls Äußerungen sprechen Bände. "Als ob es irgendeine Relevanz hätte, was der Deutsche Außenminister meint", schreibt ein Nutzer treffend. Ein anderer fragt schlicht: "Was hat der kleine Typ zu melden?" Diese Reaktionen zeigen: Das Volk hat längst verstanden, was unsere Politiker noch nicht wahrhaben wollen - Deutschland ist außenpolitisch zur Bedeutungslosigkeit verkommen.
Es bleibt zu hoffen, dass die neue Regierung aus den Fehlern der Vergangenheit lernt. Doch solange deutsche Außenminister glauben, sie könnten den Großmächten Vorschriften machen, während das eigene Land in Chaos und Niedergang versinkt, wird sich daran nichts ändern. Deutschland braucht keine moralischen Belehrungen für andere, sondern eine Politik, die wieder nationale Interessen in den Vordergrund stellt. Nur so kann langfristig auch die außenpolitische Handlungsfähigkeit wiederhergestellt werden.
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