
Trumps Grönland-Obsession torpediert milliardenschweren Ukraine-Plan

Was für ein diplomatisches Desaster sich da in Davos abzeichnet: Ein 800 Milliarden Dollar schweres Hilfspaket für die kriegsgebeutelte Ukraine liegt auf Eis – und schuld daran ist ausgerechnet der amerikanische Präsident mit seinen territorialen Expansionsgelüsten. Die Ironie könnte kaum größer sein: Während Trump vorgibt, den Frieden in der Ukraine herbeiführen zu wollen, sabotiert er mit seinem Grönland-Abenteuer genau jene Verhandlungen, die dem geschundenen Land eine Perspektive geben könnten.
Der „Wohlstandsplan" – ein Phantom in Davos
Eigentlich sollte das Weltwirtschaftsforum in Davos zum Schauplatz eines historischen Moments werden. Die USA, europäische Staaten und die Ukraine wollten gemeinsam einen umfassenden Wiederaufbauplan präsentieren. Doch daraus wird vorerst nichts. „Bislang gibt es keine Unterzeichnung", räumte ein mit der Angelegenheit vertrauter Beamter gegenüber der Financial Times ein. Die Stimmung unter den europäischen Partnern sei denkbar schlecht.
„Niemand ist derzeit in der Stimmung, ein großes Spektakel um eine Vereinbarung mit Trump zu inszenieren", brachte es eine Quelle auf den Punkt. Die Debatten um Grönland und Trumps umstrittenen „Friedensrat" hätten den geplanten Fokus auf die Ukraine vollständig überschattet. Ein bemerkenswertes Eingeständnis, das zeigt, wie sehr die transatlantischen Beziehungen unter Spannung stehen.
Strafzölle gegen Verbündete – Trumps fragwürdige Verhandlungstaktik
Als wäre die Grönland-Kontroverse nicht genug, hat Trump am Samstag auch noch Strafzölle gegen acht europäische Staaten angekündigt – darunter Deutschland. Ab dem 1. Februar sollen zehn Prozent zusätzliche Abgaben fällig werden, ab Juni sogar 25 Prozent. Der Hintergrund: Mehrere europäische NATO-Länder hatten Soldaten zu einer Erkundungsmission nach Grönland entsandt, um die dänische Souveränität über das arktische Territorium zu unterstreichen.
Man muss sich das einmal vor Augen führen: Der amerikanische Präsident bestraft seine engsten Verbündeten mit Handelssanktionen, weil diese es wagen, das Völkerrecht zu verteidigen. Gleichzeitig erwartet er von denselben Ländern, dass sie bei seinem Ukraine-Plan mitspielen. Diese Art der Diplomatie mag in der Immobilienbranche funktionieren – auf der Weltbühne führt sie zu genau dem Chaos, das wir jetzt erleben.
Europas berechtigte Skepsis gegenüber dem „Friedensrat"
Zusätzliche Verunsicherung hat Trumps Einladung zu seinem sogenannten Friedensrat ausgelöst. Frankreich lehnte eine Teilnahme bereits ab – mit der Begründung, das neue Gremium könnte die Vereinten Nationen untergraben. Eine durchaus nachvollziehbare Sorge, wenn man bedenkt, dass Trump internationale Institutionen traditionell mit Verachtung straft.
Großbritannien zögert noch, wobei ein Sprecher von Premierminister Keir Starmer Bedenken äußerte: Die mögliche Teilnahme des russischen Präsidenten Wladimir Putin und des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko bereite Sorgen. Die Bundesregierung unter Friedrich Merz formulierte es diplomatischer, aber nicht weniger deutlich: Eine „Voraussetzung" für die deutsche Beteiligung sei, dass das Gremium „mit bestehenden internationalen Rechtsrahmen vereinbar" sei.
Selenskyj zwischen Hoffnung und Frustration
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj befindet sich in einer denkbar schwierigen Lage. Einerseits betonte er, der Wohlstandsplan und mögliche Sicherheitsgarantien seien von „entscheidender Bedeutung" für sein Land. Man befinde sich in der „Endphase der Arbeiten". Andererseits machte er unmissverständlich klar, dass er sich eine gemeinsame Teilnahme an einem Gremium mit Putin nur „sehr schwierig" vorstellen könne.
„Ich bin besorgt über jeden Fokusverlust während eines umfassenden Krieges. Grönland und die Ukraine sind für mich keine austauschbaren Themen."
Diese Worte Selenskyjs treffen den Kern des Problems. Während sein Land unter russischen Angriffen leidet – zuletzt fielen Strom- und Heizversorgung in mehreren Gebieten einschließlich Kiew großflächig aus – beschäftigt sich die westliche Führungsmacht mit arktischen Territorialfantasien. Selenskyj entschied sich folgerichtig, nicht nach Davos zu reisen. Er wolle zudem kein Treffen ohne Substanz mit Trump.
Die fatalen Konsequenzen der amerikanischen Unberechenbarkeit
Was wir hier beobachten, ist ein Lehrstück darüber, wie eine einzelne Nation das gesamte westliche Bündnis destabilisieren kann. Die USA unter Trump agieren nicht mehr als verlässlicher Partner, sondern als unberechenbarer Akteur, der heute Hilfe verspricht und morgen mit Strafzöllen droht. Für Europa bedeutet das eine bittere Erkenntnis: Man kann sich auf Washington nicht mehr verlassen.
Die Bundesregierung täte gut daran, aus dieser Situation die richtigen Schlüsse zu ziehen. Deutschland muss seine Verteidigungsfähigkeit stärken und gleichzeitig die europäische Einheit vorantreiben. Denn eines ist klar: Solange Trump im Weißen Haus sitzt, werden die transatlantischen Beziehungen von Volatilität geprägt sein. Die Ukraine zahlt dafür bereits jetzt einen hohen Preis – und Europa könnte als nächstes an der Reihe sein.
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