
Trump eskaliert Handelskrieg: Indien wehrt sich gegen Strafzölle von bis zu 125 Prozent
Die Handelspolitik des US-Präsidenten Donald Trump erreicht eine neue Eskalationsstufe. Mit der Ankündigung von Strafzöllen in Höhe von 25 Prozent auf indische Waren – und der Drohung, diese auf astronomische 125 Prozent zu erhöhen, sollte Indien weiterhin russisches Öl importieren – zeigt sich einmal mehr die aggressive Gangart der amerikanischen Außenpolitik. Während Washington versucht, seine Handelspartner mit der Zollkeule gefügig zu machen, formiert sich in Neu-Delhi entschlossener Widerstand.
Indiens klare Ansage: Nationale Interessen gehen vor
Die indische Regierung reagierte prompt und unmissverständlich auf Trumps Drohgebärden. Das Ministerium für Handel und Industrie kündigte an, "alle notwendigen Schritte" zu unternehmen, um die heimischen Landwirte und Unternehmen zu schützen. Diese Haltung verdient Respekt – ein souveräner Staat lässt sich nicht durch Erpressungsversuche in die Knie zwingen.
Besonders brisant: Trump wirft Indien vor, zu hohe Zölle zu erheben und weiterhin mit Russland Handel zu treiben. Auf seiner Plattform "Truth Social" beklagte er sich darüber, dass die USA "relativ wenig Geschäfte" mit Indien machten. Man könnte fast meinen, der US-Präsident habe vergessen, dass Freihandel auf Gegenseitigkeit beruht und nicht auf einseitigen Forderungen.
Der wahre Knackpunkt: Landwirtschaft und Existenzsicherung
Im Zentrum des Konflikts steht Indiens Agrarsektor, der über 40 Prozent der Erwerbsbevölkerung beschäftigt. Die indische Regierung weigert sich standhaft, diesen Sektor den amerikanischen Agrarkonzernen zum Fraß vorzuwerfen. Handelsminister Piyush Goyal stellte klar, dass der Schutz von Landwirten und Kleinunternehmen "nicht verhandelbar" sei.
Diese Position ist nachvollziehbar und richtig. Während in Deutschland die eigene Landwirtschaft durch ideologiegetriebene Politik der Ampel-Koalition systematisch zerstört wurde, zeigt Indien, wie man nationale Interessen verteidigt. Die Befürchtung, dass eine Marktöffnung zu einer Flut billiger US-Importe führen würde, die Millionen von Kleinbauern ruinieren könnte, ist mehr als berechtigt.
Die BRICS-Dimension: Ein geopolitisches Schachspiel
Trumps Drohung, Zölle von
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